Zinskommentar Archiv
Gemischte Signale aus den USA
In den vergangenen Tagen beeinflussten sehr unterschiedliche Konjunktursignale aus den USA die Entwicklung an den Zinsmärkten. So ist einerseits das Verbrauchervertrauen im vergangenen Monat etwas angestiegen, was dem Konsum helfen könnte. Zugleich war aber der Rückgang der US-Wirtschaftsleistung im ersten Quartal mit annualisiert 6,1% stärker als erwartet und zeigt keine Anzeichen eines echten Aufschwungs. Der Aktienmarkt ignoriert all das im Moment und setzt seine Erholung fort, auch wenn die Staatsanleihen als Hort der Sicherheit gleichzeitig gesucht sind und es zu leicht rückläufigen Renditen gekommen ist. Bundesbankpräsident Axel Weber hat diese Woche eine weitere Leitzinssenkung um 0,25 Prozentpunkte auf dann 1,00% in Aussicht gestellt und damit auch der Stimmung am Anleihemarkt geholfen. Bemerkenswert ist zudem, dass sich derzeit die Offiziellen der Europäischen Zentralbank bemühen, eine Rückkehr von steigenden Inflationsraten für Herbst aktiv zu prognostizieren. Offensichtlich schätzt man die Deflationsgefahr doch so hoch ein, dass man einerseits Leitzinssenkungen für vertretbar hält, andererseits vor steigenden Preisen warnt, um die Konsumenten zum Konsum heute und nicht zum Aufschub auf morgen zu animieren. Für die nächsten Wochen erwarten wir bei den längerfristigen Kapitalmarktzinsen eine Seitwärtsbewegung mit allerdings recht kräftigen Tagesschwankungen, die ihren Ausgang am amerikanischen Anleihemarkt nehmen.
| Zurück | Druckversion als PDF |
|
|
Zins-Radar Erhalten Sie Ihren individuellen Zinssatz täglich oder wöchentlich per E-Mail. [mehr...] |
|
Persönliches Angebot Individuelle Beratung und Top-Konditionen. [mehr...] |
|
Interhyp-Newsletter Bestens informiert über Baugeld und Zinsentwicklung. [mehr...] |




