Mehrwertsteuererhöhung 2007: Immobilienvorhaben bereits im Sommer 2006 in die Wege leiten

(München, 18. Mai 2006) Um zur Mehrwertsteuererhöhung 2007, die gestern vom Haushaltsausschuss noch einmal bestätigt wurde, ähnliche Panikkäufe wie zur Abschaffung der Eigenheimzulage zu vermeiden, sollten Immobilieninteressenten bereits jetzt Objekte besichtigen und Preise studieren. "Wer erst in den letzten drei Monaten 2006 aktiv wird, setzt sich unnötig unter Druck", sagt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG.

Immobilienkäufer und Häuslebauer sind von der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 besonders betroffen. Die Anhebung von 16 auf 19 Prozent verteuert beispielsweise eine 250.000 Euro-Immobilie um 6.465 Euro. Vor allem in gefragten Ballungszentren ist damit zu rechnen, dass die Mehrwertsteuererhöhung in Form höherer Preise an die Käufer weitergegeben wird. In weniger gefragten Lagen kann die Mehrwertsteuererhöhung möglicherweise nicht 1:1 eingepreist werden.

Auch bei den Nebenkosten müssen Immobilienkäufer ab 2007 tiefer in die Tasche greifen, weil beispielsweise Immobilienmakler bei der Provision Mehrwertsteuer aufschlagen. "Deshalb ist es wichtig, das Vorhaben bereits jetzt in die Wege zu leiten und nicht zum Ende des Jahres in Torschlusspanik zu verfallen."

Häuslebauer, die ihr Bauvorhaben noch in diesem Jahr starten und dafür Bauträger und Baufirmen beauftragen, sollten laut Interhyp keine Nettopreisvereinbarung unterzeichnen. "Besonders wenn der Fertigstellungstermin erst in 2007 liegt, können durch die höhere Mehrwertsteuer erhebliche Mehrkosten auf den Bauherren zukommen und die Immobilienfinanzierung bereits frühzeitig gefährden", warnt Haselsteiner und empfiehlt, Verträge auf Klauseln rund um die Mehrwertsteuer zu prüfen.

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