US-Notenbank weiter in der Pflicht

Nachdem in den vergangenen Wochen immer klarer wurde, dass die US-Wirtschaft keine Wachstumsdynamik findet, hat sich jetzt Notenbank-Chef Ben Bernanke zu Wort gemeldet. Er bestätigte, dass die Gefahr einer erneuten Abschwächung der Konjunktur besteht und kündigte an, dass die US-Notenbank beherzt dagegen vorgehen wird. Da die Leitzinsen bereits bei 0,25 Prozent liegen, bleibt außer guten Worten eigentlich nur noch die Möglichkeit, den Aufkauf von Hypotheken- und Staatsanleihen zu steigern. Das Gelddrucken der Amerikaner wird also intensiviert. Dabei werden wissentlich mittelfristig negative Konsequenzen für die Inflationsentwicklung in Kauf genommen. Offensichtlich sieht die US-Notenbank die reale Gefahr einer deflatorischen Entwicklung und möchte daher um jeden Preis gegensteuern. Damit stützt Bernanke weiterhin die Anleihemärkte. Doch auch die Aktienmärkte profitieren von der Erwartung künftig niedriger Zinsen.

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