Zinskommentar Archiv
Zinsen steigen nach US-Arbeitsmarktdaten
Die Wirtschaftsdaten in den USA bleiben vorerst freundlicher als von Analysten erwartet. Die heute veröffentlichten Daten zum US-Arbeitsmarkt haben dieses Bild bestätigt und zu Verkäufen bei Anleihen und damit steigenden Renditen geführt, die sich auch auf den Zinsmarkt in Euroland auswirken. Mit 247.000 verlorenen Arbeitsplätzen im Juli wurde die erwartete Zahl von 325.000 recht deutlich unterboten und die Arbeitslosenrate ist von 9,5% auf 9,4% gesunken. Damit geht der Jobabbau in Amerika immer noch weiter, allerdings mit deutlich verminderter Geschwindigkeit.
Die Konjunkturoptimisten bekommen so weitere Argumente und das führt zu Umschichtungen aus dem Anleihe- in den Aktienmarkt. Die Schaukelbewegung am Zinsmarkt geht daher vorerst weiter, ohne dass ein genauer Trend auszumachen ist. Das Spannungsfeld zwischen Deflationsbefürchtungen einerseits und Inflationsangst andererseits führt zu den aktuellen wöchentlichen Schwankungen. Wir gehen davon aus, dass auch in den nächsten Wochen die Optimisten den Markt dominieren und die Konjunkturindikatoren so weit wie möglich positiv interpretiert werden. Die Tendenz zu steigenden Zinsen wird uns daher erhalten bleiben.
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