Prognosen zu Immobilienpreisen

Prognosen: Wo steigen Mieten und Preise? Wo fallen sie?

Haus und Rechner

Marktbeobachter wie Banken, Maklerverbände oder Rating- und Analyseinstitute veröffentlichen regelmäßig Studien oder Einschätzungen zur künftigen Entwicklung der Kaufpreise und Mieten.

So rechnet die Ratingagentur S&P laut Medienberichten für dieses Jahr mit einer Preissteigerung von 4,5 Prozent bei deutschen Wohnimmobilien. Der Trend dürfte auch im nächsten Jahr anhalten. Für 2015 prophezeit S&P ein Plus von vier Prozent.

Laut Einschätzung von Jones Lang LaSalle (JLL) für 2014 und die ersten Monate 2015 sei die gegenwärtige Zinslandschaft für die Preisentwicklung entscheidend. Bis zu einer Änderung der EZB-Zinspolitik und einer Richtungsänderung der Zinsentwicklung, werde laut Jones Lang LaSalle insgesamt betrachtet und zunehmend auch für wirtschaftlich starke B-Städte eine leicht steigende Preisentwicklung zu beobachten sein. Darüber hinaus werde die Aufwärtstendenz besonders in den absoluten Top-Lagen bestehen bleiben.

Einfluss der Mietpreisbremse

Einen gewissen Einfluss auf die Preisentwicklung kann die geplante Mietpreisbremse haben. Nach einer Untersuchung der Feri EuroRating Services AG bleiben Deutschlands B-Standorte auch nach der Einführung der Mietpreisbremse attraktiv. Nach dieser Untersuchung wird die Mietpreisbremse vor allem in den Metropolregionen und stark nachgefragten Märkten in Süddeutschland eingesetzt.

Bei der Nachfrage nach Wohnungen sorgen laut Feri in erster Linie renommierte und traditionell beliebte Universitäten und Hochschulen, eine wettbewerbsfähige Wirtschaftsstruktur, eine attraktive Wohnsubstanz mit erschwinglichen Mieten sowie ein hoher Freizeitwert für hohe Zuwanderungsraten. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl führen diesbezüglich die beiden ostdeutschen Wirtschaftszentren Dresden und Leipzig noch vor München das Ranking an. Mit Münster, Potsdam, Mainz, Regensburg und Freiburg folgen weitere Städte, während Städte wie Remscheid, Salzgitter und Hagen gemessen an der Einwohnerzahl auf den letzten Plätzen des Rankings von Feri liegen. Eine besondere Wachstumsdynamik sieht Feri zudem in den beiden Automobilstädten Ingolstadt und Wolfsburg.

Wertentwicklungspotenziale vor allem in Süddeutschland

Laut einer aktuellen Studie der Postbank zu Wertsteigerungspotenzialen bieten derzeit Süddeutschland und Metropolen die besten Chancen auf Wertsteigerungen bei Immobilien. Die Studie hat die Chancen auf Wertsteigerungen bis zum Jahr 2025 deutschlandweit analysiert. München und der Kreis München führen das Standortranking mit den besten Wertsteigerungsprognosen bei Immobilien an. Ähnliche gute Rahmenbedingungen für Wohnimmobilien finden Käufer laut der Studie vor allem im Süden Deutschlands. Neun der zehn Topkreise mit hohem Wertsteigerungspotenzial liegen, so die Postbank-Studie, in Bayern und Baden-Württemberg. Ein Grund: Die Zeichen stehen dort auf Bevölkerungswachstum. Weitere Faktoren wie die Aussichten am Arbeitsmarkt sowie Wohlstand und soziale Lage wurden in die Werthaltigkeitsprognose der Studie einbezogen. Im Nordwesten hebt die Studie Münster als Standort mit guten Werthaltigkeitsfaktoren hervor.

Einschätzung

Prognosen sind naturgemäß mit großen Unsicherheiten behaftet, vor allem, wenn sie lange in die Zukunft reichen. Immobilienkäufer sollten eine Kaufentscheidung immer gut durchdenken und mögliche Szenarien durchrechnen. Wichtig ist auch, sich ein genaues Bild über die bisherigen Preisentwicklungen zu machen. Hilfestellung bieten zum Beispiel Angebotsportale im Internet und Marktberichte der Gutachterausschüsse der Städte. Der Kapitalanlagerechner von Interhyp kann eine Orientierung bei der Entscheidungsfindung bieten. Die Finanzierungsexperten von Interhyp beraten Sie gerne, wenn Sie die Finanzierung einer Immobilie zur Kapitalanlage planen.

Interhyp AG, 22.10.2014

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