Zins-Charts – Die Zinsentwicklung in der Baufinanzierung

Zinsentwicklung, Expertenbefragung, Prognose: Alle Zins-Infos hier für Sie!

Wie haben sich die Zinsen im historischen Vergleich entwickelt? Mit den Interhyp-Zins-Charts haben Sie den Überblick zur Entwicklung der Immobilienzinsen.

Wie werden sich die Zinsen für Immobilienkredite weiter entwickeln? Werden sie steigen, fallen oder eher gleichbleiben? Was heißt das für den Zinssatz zur Baufinanzierung kurz- sowie mittel- und langfristig? Wird der Hypothekenzins fallen, sodass Maßnahmen an der eigenen Immobilie günstig über einen Kredit finanziert werden können? Das Interhyp Bauzins-Trendbarometer gibt Antworten – auf der Basis einer Expertenbefragung. Mit den Zins-Charts und dem Trendbarometer bekommen Sie einen guten Überblick zu aktuellen Hypothekenzinsen und zur Bauzinsentwicklung. Damit können Sie Ihre Finanzierung auf eine solide Basis stellen. Wenn Sie den durchschnittlichen Zinssatz für Hypotheken kennen, lassen sich die Hypothekenzinsen im Vergleich besser beurteilen.

Aktuell: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer letzten geldpolitischen Sitzung den Leitzins unverändert bei 0,05 Prozent belassen und setzt ihre lockere Geldpolitik fort. Allerdings hat die amerikanische Notenbank Fed den Leitzins am 16. Dezember 2015 zum ersten Mal seit fast zehn Jahren erhöht. Laut der aktuellen Expertenbefragung für den Interhyp-Zinsbericht vom 4. Februar 2016 können sich Immobilienkäufer in den kommenden Wochen und Monaten dennoch über günstige Finanzierungsbedingungen freuen. Mittel- bis langfristig sind aber moderate Steigerungen möglich, etwa durch Einflüsse wie der Zinswende in den USA oder einer möglichen Konjunkturerholung in Europa. Die Konditionen für zehnjährige Darlehen zur Baufinanzierung sind im Januar um 0,2 Prozentpunkte gefallen, sie liegen nahe ihrem historischen Tief. Im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer erwarten die meisten Experten und Analysten aber mittel- bis langfristig durchaus moderat steigende Zinsen bei Immobilienkrediten (siehe unten). Kurzfristig ist das Bild uneinheitlicher, viele halten gleichbleibende Zinsen, einige aber auch fallende Zinsen für möglich.

Aktuelle Zinsen im historischen Kontext: Zins-Charts

Die Zinsen für Baufinanzierungen waren in den vergangenen vierzig Jahren nie auf einem so niedrigen Niveau wie im vergangenen Jahr! Die Zinsen für zehnjährige Darlehen hatten im April 2015 den niedrigsten Wert seit Gründung der Bundesrepublik erreicht. Seit April sind die Zinsen allerdings wieder gestiegen, sie liegen aber im Februar 2016 auf einem sehr niedrigen Niveau, nahe dem historischen Tief. Früher und heute – unsere Zins-Charts zeigen Immobilienzinsen im Vergleich.

Nutzen Sie das noch immer historisch günstige Zinsniveau! Aber informieren Sie sich hier über vorab über die Bauzinsentwicklung und aktuelle Hypothekenzinsen. Wir zeigen aktuelle Konditionen und frühere Entwicklungen im Überblick. Überzeugen Sie sich:

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Die Darstellung der Zinsentwicklung basiert auf den Zinssätzen der Konditionsangebote, die von unseren Produktpartnern über die Interhyp AG im ausgewählten Zeitraum im Rahmen einer Vermittlung eines Darlehensvertrages angeboten wurden. Trotz ausgewählter Sorgfalt kann die Interhyp AG für die vorliegende Darstellung keinerlei Haftung übernehmen. Die aktuellen Zinssätze für Ihre individuelle Baufinanzierungen erfahren Sie bei Ihrem Finanzierungsberater.

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Interhyp Zinsbericht

Interhyp gibt im monatlichen Interhyp-Zinsbericht eine Einschätzung zu den Immobilienzinsen aktuell und eine Prognose zur kommenden Zinsentwicklung. Interhyp befragt zudem ein Expertenpanel zur Einschätzung der Hypothekenzinsen: Wie werden sich die zehnjährigen Baugeldzinsen kurz- sowie mittel- und langfristig entwickeln? Das Ergebnis der aktuellsten Befragung finden Sie immer auch hier auf unserer Seite. Erfahren Sie mehr zu den Zinsen für Immobilienkredite – und zu den Auswirkungen auf die Hausfinanzierung.

Zinsbericht und Interhyp-Bauzins-Trendbarometer vom 4. Februar 2016:

Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG: "Wer angesichts der hohen Nachfrage bei Immobilien ein geeignetes Objekt findet und kaufen möchte, kann sich über günstige Zinsen bei der Finanzierung freuen. Im Januar haben die Konditionen für Immobilienkredite nochmals nachgegeben. Die Zinsen für zehnjährige Darlehen liegen oft bei rund 1,4 Prozent, die Bestkonditionen liegen zum Teil auch bei rund 1,1 Prozent pro Jahr oder noch tiefer. Damit ist das Rekordtief vom Frühjahr vergangenen Jahres fast wieder erreicht. Verursacht wurde der neueste Zinsrutsch vor allem durch die Ankündigung der Europäischen Währungshüter über neue Maßnahmen der Geldpolitik, nachdem Inflation und Konjunktur sich noch nicht wie erhofft entwickelt haben. Nach Auffassung der für unser aktuelles Bauzins-Trendbarometer befragten Experten bleibt das Zinsumfeld in den nächsten Wochen und Monaten insgesamt günstig. Allerdings gibt es unterschiedliche Auffassungen, ob es Zinsausschläge nach oben oder nach unten gibt. Einige Experten halten kurzfristig noch fallende Zinsen für möglich. Die aktuellen Indikatoren und Wirtschaftszahlen erweisen sich als nicht eindeutig genug, um eine klare Richtung zu erkennen."

Interhyp Zinsbericht

Die im Zuge des Interhyp-Bauzins-Trendbarometers befragten Experten schauen vor allem auf die EZB, um die kurzfristige Zinsentwicklung abschätzen zu können. "Die EZB hat auf ihrer jüngsten Pressekonferenz eine gewisse Bereitschaft für weitere Lockerungsmaßnahmen gezeigt; deshalb ist kurzfristig eher wenig Zinssteigerungspotenzial im Euro-Raum gegeben", erklärt ein Experte der MünchenerHyp. Ähnlich äußert sich die Sparkasse zu Lübeck: "Mit Blick auf die von der EZB weiter verfolgten geldpolitischen Maßnahmen, niedriger Inflation sowie eines geringen Wirtschaftswachstums in der gesamten Eurozone sehen wir mittelfristig keine ausgeprägten Tendenzen für steigende Zinsen." Für den Experten der ING-DiBa ist neben den europäischen Währungshütern der Blick über den Atlantik nicht weniger wichtig: "Der starke Fall der Ölpreise und die anhaltende Konjunkturschwäche Chinas haben die Aussichten für die Weltwirtschaft weiter verschlechtert. Vor allem in den USA könnte das zu einer starken Veränderung der erwarteten Geldpolitik führen. Mittlerweile ist selbst ein komplett unveränderter Leitzins für dieses Jahr nicht mehr auszuschließen. In den kommenden Wochen sollten negative Konjunkturzahlen diese Spekulation weiter füttern und damit noch weiteren Druck auf die Kapitalmarktzinsen ausüben."

Auch nach Auffassung der Postbank hat die Europäische Zentralbank "klare Hinweise gegeben, dass der EZB-Rat auf seiner Sitzung im März weitere expansive geldpolitische Maßnahmen beschließen könnte. Dies hat die Renditen am Kapitalmarkt nochmals gedrückt. Solange die Aussicht besteht, dass die EZB noch expansiver wird, ist auch nicht mit einer nachhaltigen Trendwende der Kapitalmarktzinsen nach oben zu rechnen." Die Commerzbank hält angesichts der aktuellen Lage sogar fallende Zinsen für möglich: "Die Finanzierungsbedingungen dürften sich in den kommenden Wochen weiter verbessern. Niedrige Ölpreise und anhaltende Sorgen über die chinesische Wirtschaft lassen bei den Notenbanken Zweifel aufkommen, ob die Inflation wie erwartet steigt. So ist der Markt zunehmend skeptisch, dass die US-Notenbank die Zinsen weiter deutlich normalisieren kann. Gleichzeitig hat die japanische Notenbank erstmals Strafzinsen auf die Überschussreserven der Geschäftsbanken eingeführt und damit die Spekulationen angefacht, dass die EZB den Einlagensatz im März stärker senken könnte."

Die HypoVereinsbank sieht das aktuelle Zinstief bei Immobiliendarlehen im Rückgang der Bundrenditen begründet: "Mit dem jüngsten Rückgang der Bundrenditen sollte der Markt sein Tief erreicht haben. Auf einem Renditeniveau von 0,35 Prozent für zehnjährige Bundesanleihen dürften der Ölpreisrückgang, die dadurch anhaltend niedrige Inflation sowie die Erwartung weiterer Maßnahmen durch die EZB Anfang März ausreichend eingepreist sein. Weitere Renditerückgänge bergen das zunehmende Risiko einer starken Korrektur, wie sie im Frühjahr 2015 zweimal beobachtet werden konnte." Summa summarum gehen 50 Prozent in den nächsten Wochen von gleichbleibenden Konditionen aus, wobei 40 Prozent nochmals fallende Zinsen und 10 Prozent steigende Zinsen für möglich halten.

INTERHYP-BAUZINS-TRENDBAROMETER

Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer beruht auf den Aussagen des Expertenpanels*.

Werden die Zinsen steigen, sinken oder gleich bleiben?

Zinsentwicklung kurzfristig
(4 Wochen)

Gleichbleibend: 50%Fallend: 40%Steigend: 10%

Zinsentwicklung mittel- bis langfristig
(6 Monate bis ein Jahr)

Gleichbleibend: 20%Fallend: 10%Steigend: 70%

*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der HypoVereinsbank, der ING-DiBa, der MünchenerHyp, der Postbank, der PSD Bank RheinRuhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort fallend, steigend oder gleichbleibend angegeben haben.

Ein leicht gemischtes Bild zeigt das Bauzins-Trendbarometer ebenso beim langfristigen Ausblick. Hier erwarten 20 Prozent unveränderte, 10 Prozent fallende und eine Mehrheit von 70 Prozent steigende Zinsen. So prognostiziert die Postbank im Jahresverlauf steigende Konditionen: "Infolge von Leitzinserhöhungen seitens der US-Notenbank dürfte der Euro seinen Abwertungstrend wieder aufnehmen. Damit sollten dann auch die Erwartungen auf zusätzliche expansive Maßnahmen seitens der EZB schwinden. Die Kapitalmarktrenditen dürften dann steigen. Das Risiko für diesen Ausblick besteht vor allem darin, dass die US-Notenbank den gerade eingeschlagenen Zinserhöhungskurs vorzeitig beenden könnte, falls sich die US-Konjunktur deutlich schlechter entwickelt, als derzeit noch erwartet wird." Die MünchenerHyp bewertet die Lage gegenüber Interhyp ähnlich. "Wir erwarten aber im Jahresverlauf immer noch so robuste US-Konjunkturdaten, dass die amerikanische Notenbank ein- bis zweimal an der Zinsschraube dreht. Diese Maßnahmen sollten die Renditen der länger laufenden US-Treasuries etwas ansteigen lassen, wovon sich die langfristigen Euro-Zinssätze (10 Jahre und länger) vermutlich nicht vollkommen abkoppeln können", heißt es in einem Statement. Auch für die Commerzbank spielt die Entwicklung in den USA für den mittelfristigen Ausblick eine Rolle: "Mittelfristig gehen wir von moderat steigenden Zinsen in längeren Laufzeiten aus. Dies liegt in erster Linie daran, dass der Markt den Umfang der Zinserhöhungen in den USA noch unterschätzt."

Fazit: Die zentrale Frage für Immobilienkäufer lautet weiterhin: Wie werden sich Konjunktur und Inflation entwickeln? Solange es in der Eurozone an klaren Wachstumsbeweisen fehlt und die Teuerungsrate weit unter den angestrebten rund zwei Prozent liegt, können Immobilienkäufer von günstigen Zinsen ausgehen. Auch die Zinspolitik der amerikanischen Notenbank wird über die Entwicklung beim Baugeld mitentscheiden. Immobilienkäufer, Bauherren und Eigenheimbesitzer sollten die derzeit positiven Finanzierungsbedingungen für sich nutzen.

Interhyp-Expertenrat

Die niedrigen Baugeldzinsen bieten Sparpotenziale für alle Baufinanzierungskunden. Wir raten Käufern, die niedrigen Zinsen für Darlehen nicht für eine möglichst hohe Kreditsumme zu verwenden, sondern die Zinsersparnis direkt in eine möglichst hohe Tilgung zu investieren. Wer eine Anschlussfinanzierung plant, sollte das niedrige Zinsniveau für sich nutzen - auch vor dem Hintergrund der mittel- und langfristig möglichen Erhöhungen. Zusätzliche Einsparpotenziale eröffnen Volltilger-Darlehen, die innerhalb der Zinsbindungsfrist vollständig zurückgezahlt werden. Für Volltilger-Darlehen bieten die Banken oft Zinsnachlässe. Viel wichtiger als der bloße Zinssatz ist aber ein Darlehen, das wie ein Maßanzug passt. Die Mehrheit der Kreditnehmer mag mit Zinsbindungen zwischen zehn und 15 Jahren sowie Anfangstilgungen von zwei bis drei Prozent eine solide Finanzierung aufbauen. Eine feste Regel lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Wir raten Kreditnehmern daher, unterschiedliche Szenarien für Zinsbindung und Tilgung durchzuspielen.

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Hypothekenzinsen – Entwicklung: Was Sie noch wissen sollten

Steht der Bau oder der Kauf einer Immobilie an, ist der Hypothekenzins für Sie von besonderem Interesse, denn in der Regel wird das Darlehen mit einem Grundpfandrecht an der entsprechenden Immobilie abgesichert. Sie sollten wissen: Der Kreditgeber erhält durch das Grundpfandrecht eine Sicherheit. Da die Immobilie als Sicherheit dient, sollten Sie bei der Budgetberechnung für das Darlehen besonders genau rechnen. Sie sollten sich gut informieren, denn beim Vergleich der Angebote für eine Baufinanzierung können Sie mit einem günstigen Angebot oft von einem Zinsvorteil profitieren. Grundsätzlich bewegt sich der Hypothekenzins beziehungsweise der Bauzins derzeit auf einem niedrigen Niveau.

Lassen Sie sich von den aktuellen niedrigen Hypothekenzinsen beziehungsweise Bauzinsen nicht voreilig zum Abschluss eines schlecht kalkulierten Darlehensvertrags verleiten, sondern planen Sie Ihre Baufinanzierung wohlüberlegt. Nutzen Sie den Zinsbericht von Interhyp, um stets auf dem Laufenden zu bleiben, und lassen Sie sich umfassend von unseren Experten zum Hypothekenzins und zu den möglichen Darlehensvarianten beraten.