Eigenkapital für die Baufinanzierung – was zählt dazu?

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Die Höhe des Eigenkapitals entscheidet bei der Baufinanzierung nicht nur über die Zinsen für den Kredit, sie hat auch Einfluss auf die Laufzeit, die Tilgungshöhe und andere Konditionen. Je höher der Anteil des Eigenkapitals im Verhältnis zum Fremdkapital ist, desto günstiger sind in die die Konditionen für Bauherren. Außerdem ist beim Bau einer Immobilie stets zu beachten, dass neben dem Kaufpreis auch Nebenkosten anfallen, beispielsweise Notar- und Maklergebühren sowie die Grunderwerbsteuer und Erschließungskosten. Diese Kosten können je nach Bundesland zwischen acht und 15 Prozent des Kaufpreises betragen. Beim Kauf einer 250.000 Euro teuren Immobilie lägen die Nebenkosten demnach zwischen 20.000 und 37.500 Euro. Zumindest diese sollten über Eigenkapital finanziert werden können – in einigen Fällen ist eine Finanzierung der Nebenkosten über das Darlehen sogar ausgeschlossen.

Doch was zählt zum Eigenkapital? Grundsätzlich ist es ganz einfach: Eigenkapital ist das Geld, das nicht von der Bank zur Verfügung gestellt wird, sondern aus dem eigenen Vermögen stammt. Das können Guthaben in Form von Festgeld, Tagesgeld oder Sparkonten bei Banken und Sparkassen sein, aber zum Beispiel auch Auszahlungen aus einer Lebensversicherung. Vorhandenes Bargeld kann ebenfalls als Eigenkapital bei der Baufinanzierung eingesetzt werden. Andere Formen von selbst eingesetzten Mitteln für die Baufinanzierung sind Darlehen vom Arbeitgeber, die oft zinsfrei gewährt werden, oder Kredite von Verwandten und Freunden. Was oft vergessen wird: Ein bereits erworbenes Baugrundstück zählt ebenfalls zum Eigenkapital – ebenso wie eigene Arbeitsleistungen beim Bau eines Eigenheims.

Eine besonders attraktive und günstige Möglichkeit zur Erhöhung des Eigenkapitals ist die Riester-Rente. Das Eigenheimrentengesetz ermöglicht es, bereits angespartes Geld aus dem Riestervertrag zur Finanzierung eines Eigenheims zu verwenden. Hierbei ist es möglich, entweder nur einen Teil oder das gesamte angesparte Kapital zu verwenden.

Je mehr Eigenkapital bei der Eigenheimfinanzierung eingesetzt wird, desto weniger Fremdkapital wird benötigt – entsprechend niedriger fallen also die Darlehenssummen und damit die Zinszahlungen aus. Zudem erhalten Sie bessere Zinskonditionen bei den Kreditgebern, je mehr Eigenkapital Sie mit in die Finanzierung einbeziehen. Das Eigenkapital hat darüber hinaus auch erhebliche Auswirkungen auf die maximale Höhe des Kreditbetrags, den ein Kreditgeber bereit ist, Ihnen zu bewilligen.

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