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INTERHYP-ZINSBERICHT VOM 7. FEBRUAR 2014

Interhyp-Zinsbericht

Günstige Baugelzinsen kommen Immobilienkäufern zugute

  • Baugeldkonditionen weiter gesunken
  • EZB hält Leitzins niedrig, Bundesanleihen nachgefragt
  • Attraktives Umfeld für Immobilienfinanzierungen

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Günstige Baugeldzinsen kommen Immobilienkäufern zugute

Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG: "Die ohnehin niedrigen Zinsen für Immobilienkredite sind in den vergangenen Wochen weiter gesunken, bleiben allerdings noch immer deutlich oberhalb des historischen Tiefstands vom Mai 2013. Das Umfeld niedriger Leitzinsen und sinkender Renditen bei deutschen Staatsanleihen kommt Immobilieninteressenten und Eigenheimbesitzern mit Finanzierungsbedarf zugute."

(München, 7. Februar 2014) Die Gesamtlage in der Europäischen Union hat sich auch seit dem unerwarteten Zinsschritt im November 2013 kaum geändert. Während sich die Konjunktur in Ländern wie Deutschland bester Gesundheit erfreut, dominieren in weiten Teilen der EU Verschuldung und Rekordarbeitslosigkeit. Die aktuelle Inflationsrate von nur 0,7 Prozent in der Eurozone spiegelt wider, dass sich ein Wachstum mit entsprechender Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten trotz jüngster Prognosen nicht nachhaltig eingestellt hat. Die EZB hat in der aktuellen Zinsentscheidung Anfang Februar die Leitzinsen zwar auf ihrem Niveau von 0,25 Prozent belassen, aber angekündigt, die Entwicklung weiter sehr genau zu beobachten und zu handeln, wenn es nötig werde. Weitere Informationen zur Bewertung der Inflation werden für Anfang März erwartet. Dies macht die anhaltende Unsicherheit für die wirtschaftliche Entwicklung im Euro-Raum deutlich.

Nachdem die Aktienhausse in Deutschland mit einem Rekordstand von fast 9.750 Punkten auch sehr stark von fehlenden Anlageoptionen getrieben war, ziehen Investoren in den vergangenen Wochen wieder verstärkt Mittel aus den Aktienmärkten ab. So hat der Deutsche Leitindex seitdem rund 6 Prozent verloren und steht damit weltweit nicht allein da. Das frei werdende Geld schichten Anleger auch in deutsche Staatsanleihen, die - daran hat sich in all den Monaten nichts geändert - als der sichere Hafen schlechthin gelten. Infolge der hohen Nachfrage sanken die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen auf 1,62 Prozent. Diese Gemengelage hat auch die Pfandbriefrenditen bröckeln lassen. Pfandbriefe dienen unter anderem der Refinanzierung von Immobiliendarlehen. Die Zinsentwicklung beim Baugeld orientiert sich an den Renditen von Pfandbriefen und Bundesanleihen. Die zehnjährigen Pfandbriefrenditen gaben von 2,45 Prozent im September 2013 auf rund 2 Prozent im Februar 2014 nach. Der Rückgang wird auch an den Zinssätzen für Immobiliendarlehen sichtbar. Kosteten Kredite mit zehnjähriger Zinsbindung im Herbst noch rund 2,8 Prozent, können die Darlehen aktuell ab rund 2,4 Prozent aufgenommen werden. Mittel- bis langfristig sind aber sehr wohl Zinssteigerungen möglich, etwa, wenn sich die wirtschaftliche Lage verbessert. Die Entwicklung der Baugeldzinsen im vergangenen Jahr zeigen, dass im derzeitigen, unsicheren Umfeld starke Schwankungen auftreten können.

Zinsentwicklung 2 Monate

Finanzierungsbeispiel
Was die jüngste Entwicklung konkret bedeutet, zeigt das nachfolgende Finanzierungsbeispiel: Die Zehnjahres-Konditionen liegen aktuell vielfach bei 2,59% gebundener Sollzinssatz/2,62% effektiver Jahreszins*. Für eine Monatsrate von 1.000 Euro lässt sich mit dem genannten Zinssatz ein Darlehen über rund 260.000 Euro aufnehmen.

Interhyp-Expertenrat
Wer im aktuellen Immobilienboom ein bezahlbares Objekt findet, kann sein Immobiliendarlehen im Februar 2014 zu extrem günstigen Zinsen aufnehmen. Wir erwarten, dass auch in den kommenden Wochen selbst länger laufende Darlehen über zum Beispiel 15 Jahre zu Zinssätzen um 3 Prozent möglich sind.

Immobilienkäufern empfehlen wir deshalb, diese Konditionen durch lange Zinsbindungen über 15, 20 oder gar 30 Jahre zu sichern. Zusammen mit seinem Finanzierungsberater sollte man auch Volltilgerdarlehen prüfen, die im Rahmen der Zinsbindungsfrist komplett zurückgezahlt werden. Aber auch wer die komplette Rückführung des Darlehens nicht innerhalb der vereinbarten Zinsbindung leisten will, sollte dennoch möglichst hohe Anfangstilgungen von mindestens 2 bis 3 Prozent vereinbaren.

Zinsentwicklung 10 Jahre

*: Der Zinssatz in unserem Finanzierungsbeispiel für die individuellen Finanzierungsvorhaben von 2/3 der Interhyp-Kunden läge bei diesem Zinsniveau. Dem liegen folgende Annahmen zugrunde: 10 Jahre Sollzinsbindung, 2 Prozent Anfangstilgung, 60 Prozent Beleihungsauslauf, Nettodarlehensbetrag: 100.000 Euro. Voraussetzung: einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über eine Grundschuld, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein. Weitere etwaiger Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge), Auslagen (z.B. Grundbuchkosten) und sonstiger Kosten können anfallen. Sofern diese der Darlehensnehmer im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen.

Die aktuellen Tendenzen

Kurzfristig
(4 Wochen):

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Mittel- bis
langfristig:

steigend

Die aktuellen Tendenzen - mittel - und langfristig