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INTERHYP-ZINSBERICHT VOM 6. NOVEMBER 2014

Interhyp-Zinsbericht

Die Immobilienfinanzierung ist das neue Sparen

  • Zinsen für Immobiliendarlehen erreichen im Oktober neues Rekordtief
  • Europäische Zentralbank behält ihren Kurs bei
  • Sparen im Zinstief immer unattraktiver

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Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG: "Während die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) die Konjunktur bestenfalls vor einer weiteren Abkühlung bewahren, bekommen Verbraucher die Politik der Währungshüter ganz unmittelbar zu spüren: Wer Geld besitzt und es durch Sparen mehren möchte, erhält nur sehr geringe Zinserträge. Eine erste Bank in Deutschland hat jetzt sogar einen Strafzins für Sparer angekündigt. Wer Geld benötigt, um beispielsweise eine Immobilie zu kaufen, kann indes profitieren. Die Zinsen für Immobilienkredite sind im Oktober auf ein neues Allzeittief gefallen und liegen für Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung Anfang November bei rund 1,85 Prozent. Wer sich den Wunsch nach den eigenen vier Wänden erfüllen möchte, findet auch in den kommenden Wochen optimale Bedingungen vor. Nach ihrer Sitzung am 6. November 2014 hat die EZB bekannt gegeben, die Niedrigzinspolitik fortzuführen."

(München, 6. November 2014) Der 90. Weltspartag am 30. Oktober musste neu definiert werden. Das klassische Ansparen mit dem Sparbuch wird angesichts aktueller Verzinsungen von 0,5 Prozent und weniger immer unattraktiver. Kürzlich hatte sogar eine erste Bank in Deutschland Strafzinsen für wohlhabende Sparer angekündigt, die mehr als 500.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto parken. Trotz dieser für Sparer neuen Umstände bleibt jedoch die Grundidee des Weltspartags gültig: Die Vorsorge für später. Wer heute beispielsweise zur Altersvorsorge eine Immobilie finanziert, kann aktuell zu historisch günstigen Konditionen Fremdkapital erhalten und mit Sachwerten seinen Vermögensaufbau beginnen.

Die Ursachen für die scheinbar ungewöhnlichen Umstände sind - wie bereits seit Jahren - in der anhaltenden Konjunkturkrise zu suchen. Die Europäische Zentralbank versucht, mit billigem Geld die Wirtschaft anzukurbeln. Doch obwohl der Leitzins auf ein Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt wurde und die EZB unter anderem den Ankauf von Anleihen beschlossen hat, springt der Konjunkturmotor nicht im gewünschten Umfang an.

Wie die Europäische Kommission bekanntgegeben hat, sieht sie ein geringeres Wirtschaftswachstum als ursprünglich erwartet. Für 2014 rechnet sie demnach euroweit mit nur noch 0,8 Prozent Wirtschaftswachstum und für 2015 rund 1,1 Prozent. Für das kommende Jahr prognostiziert sie entsprechend eine Inflation von 0,8 Prozent und damit eine noch geringere Teuerungsrate als die EZB, die aktuell von 1,1 Prozent für 2015 ausgeht. Die durchschnittliche Arbeitslosenrate liegt in der Union bei 11,6 Prozent.

Selbst Deutschland kann sich im krisengeschüttelten Umfeld immer schwerer behaupten. Laut dem Herbstgutachten der EU-Kommission steht nun auch die bisherige Konjunkturlokomotive am Rande einer Rezession - nachdem die Wirtschaftsleistung hierzulande stagniert.

Dennoch genießt Deutschland bei Investoren weiterhin ein hohes Vertrauen, weshalb deutsche Staatsanleihen und Pfandbriefe gefragt bleiben. Die Renditen der zehnjährigen Papiere liegen wegen der hohen Nachfrage bei nur noch rund 0,81 Prozent. Auch die zehnjährigen Pfandbriefrenditen sind weiter gesunken und liegen mit aktuell 1,1 Prozent ebenfalls historisch niedrig. Dies sorgt für günstige Refinanzierungsbedingungen bei den Banken und das Zinstief bei Immobiliendarlehen. Kurzfristig ist mit Blick auf die Kapitalmärkte nicht mit einer Richtungsänderung zu rechnen. Wenn der europäische Konjunkturmotor jedoch anspringt, sind Zinsanstiege möglich.

Zinsentwicklung zwei Monate

Finanzierungsbeispiel

Was die jüngste Entwicklung konkret bedeutet, zeigt das nachfolgende Finanzierungsbeispiel: Die Zehnjahreskonditionen liegen aktuell vielfach bei: 1,82% gebundener Sollzinssatz / 1,84% effektiver Jahreszins*. Für eine Monatsrate von 1.000 Euro lässt sich mit dem genannten Zinssatz ein Darlehen rund 315.000 Euro aufnehmen.*

Interhyp-Expertenrat

Vor dem Hintergrund niedriger Spar- und Finanzierungszinsen sollten Immobilienkäufer ihren Immobilienkredit entsprechend optimieren. Da Geld auf dem Sparbuch kaum Zinsen abwirft und Aktien angesichts der Wirtschaftsentwicklung sportlich bewertet sind, lohnt es sich, möglichst viel Eigenkapital in die Finanzierung einzubringen. Dadurch wird das Geld nicht nur investiert. Vor allem verbessern sich durch einen hohen Eigenkapitalanteil die Zinsen für den Immobilienkredit - weil der Beleihungsauslauf geringer ausfällt. Bei entsprechendem Eigenkapitaleinsatz lässt sich der Finanzierungszins bei Bestanbietern auf rund 1,6 Prozent für zehnjährige Darlehen senken. Wir empfehlen zudem, möglichst hohe Tilgungsraten und Sondertilgungsoptionen zu vereinbaren und zu nutzen. Denn auch hier gilt: Da Guthaben nur geringe Sparzinsen abwirft, sollte es lieber in einen zügigen Schuldenabbau investiert werden.

Zinsentwicklung zehn Jahre

*: Der Zinssatz in unserem Finanzierungsbeispiel für die individuellen Finanzierungsvorhaben von 2/3 der Interhyp-Kunden läge bei diesem Zinsniveau. Dem liegen folgende Annahmen zugrunde: 10 Jahre Sollzinsbindung, 2 Prozent Anfangstilgung, 60 Prozent Beleihungsauslauf, Nettodarlehensbetrag: 100.000 Euro. Voraussetzung: einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über eine Grundschuld, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge), Auslagen (z.B. Grundbuchkosten) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen.

Die aktuellen Tendenzen

Kurzfristig
(4 Wochen):

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Mittel- bis
langfristig:

steigend

Die aktuellen Tendenzen - mittel - und langfristig

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