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INTERHYP-ZINSBERICHT VOM 4. SEPTEMBER 2014

Interhyp-Zinsbericht

Nach Leitzinssenkung: Baugeld bleibt historisch günstig

  • Auch nach der EZB-Sitzung im September bleibt Baugeld grundsätzlich billig
  • Konditionen deutlich unter der 2-Prozent-Marke
  • Rund 315.000 Euro Kreditsumme bei 1.000 Euro Monatsrate möglich

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Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG: "Im August sind die Zinsen für Immobilienkredite weiter gesunken. Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung sind mittlerweile zu deutlich unter zwei Prozent erhältlich, was einem neuen Allzeittief entspricht. An den günstigen Finanzierungsbedingungen für Immobilienkäufer wird sich auch nach der jüngsten EZB-Entscheidung nichts Grundlegendes ändern. Wegen der anhaltenden Konjunkturflaute hat die Europäische Zentralbank bei ihrer Sitzung am 4. September 2014 eine weitere Senkung des Leitzinses von 0,15 Prozent auf 0,05 Prozent verkündet. Die Währungshüter wollen so die Wirtschaft noch stärker beleben und die Deflation bekämpfen. Bis die Märkte jedoch an Wachstum glauben und es eine Trendwende am Zinsmarkt gibt, werden vor allem die Tagesnachrichten das Zinsniveau beeinflussen - und zu Konditionsausschlägen führen. Aktuell erweisen sich sowohl die Ukraine-Krise als auch die zunehmenden wirtschaftlichen Probleme Frankreichs als schwer berechenbare Faktoren. Immobilienkäufer mit einem konkreten Vorhaben sollten vor diesem Hintergrund ihre Finanzierung zu den aktuellen Konditionen festzurren und nicht auf noch günstigere Finanzierungsbedingungen warten."

(München, 4. September 2014) Der Handlungsdruck auf die Europäische Zentralbank hat in den vergangenen Wochen weiter zugenommen. Sinkende Energiekosten, mangelnde Einkaufslaune, Zukunftsangst: So schlecht die Konjunkturaussichten in Europa in diesem Sommer trotz aller bisherigen geldpolitischen Bemühungen der EZB sind, so groß ist die Angst vor Deflation. Die Inflation, die als wichtiger Gradmesser für die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen gilt, ist im August 2014 von 0,4 auf 0,3 Prozent gesunken. Dass die Europäer die Inflation durch steigenden Konsum ankurbeln, ist aktuell nicht abzusehen. Die Arbeitslosenquote liegt im europaweiten Durchschnitt bei 11,5 Prozent, wobei der statistische Wert trügt: Während in Deutschland lediglich 4,9 Prozent eine Arbeit suchen, sind es in Spanien 24,5 Prozent und in Griechenland 27,2 Prozent. Die Bürger vieler EU-Staaten halten sich entsprechend mit ihren Ausgaben zurück, wodurch die nachfragegetriebenen Preise tendenziell sinken.

Deutschland hat im bisherigen Krisenverlauf eine Sonderrolle eingenommen, wovon auch Baufinanzierungskunden profitiert haben. Allerdings steht auch das scheinbar krisenresistente Deutschland vor einer schwierigen Zeit. Als Exportnation wird Deutschland unter dem immer schlechteren Zustand Frankreichs ebenso leiden wie unter der Ukraine-Krise. Dadurch wiederum könnten Anleger künftig weniger in deutsche Staatsanleihen investieren, die in den letzten Jahren und Monaten stets gefragt waren. Die Folge wären steigende Renditen bei deutschen Staatsanleihen und Pfandbriefen, die eine wichtige Rolle in der Refinanzierung von Immobilienkrediten spielen. Doch selbst wenn die Konditionen für Immobilienfinanzierungen infolgedessen leicht steigen sollten: Baugeld wird auch im bevorstehenden Herbst vergleichsweise sehr günstig bleiben.

Zinsentwicklung zwei Monate

Finanzierungsbeispiel

Was die jüngste Entwicklung konkret bedeutet und dass in vielen Orten Deutschlands die Rechnung "Kaufen statt Mieten" aufgeht, zeigt das nachfolgende Finanzierungsbeispiel: Die Zehnjahres-Konditionen liegen aktuell vielfach bei: 1,81% gebundener Sollzinssatz / 1,83% effektiver Jahreszins*. Für eine Monatsrate von 1.000 Euro lässt sich mit dem genannten Zinssatz ein Darlehen über knapp 315.000 Euro aufnehmen.*

Interhyp-Expertenrat

Wer in diesen Tagen eine Immobilie kaufen möchte, kann sich glücklich schätzen. Die Finanzierungskosten sind durch die historisch niedrigen Zinskonditionen zu vernachlässigen. Sich auf 10 Jahre gerechnet 200.000 Euro von einer Bank zu leihen, kostet lediglich 32.000 Euro Zinskosten in diesem Zeitraum, von denen in Zukunft ein guter Teil allein durch die Inflation gefressen wird. Um diese historisch günstigen Kreditzinsen optimal zu nutzen, empfehlen wir Immobilienkäufern unvermindert eine hohe Anfangstilgung von mindestens zwei oder mehr Prozent. Ebenso ratsam sind lange Zinsbindungen von mindestens zehn, besser jedoch 15 oder sogar 20 Jahren.

Zinsentwicklung zehn Jahre

*: Der Zinssatz in unserem Finanzierungsbeispiel für die individuellen Finanzierungsvorhaben von 2/3 der Interhyp-Kunden läge bei diesem Zinsniveau. Dem liegen folgende Annahmen zugrunde: 10 Jahre Sollzinsbindung, 2 Prozent Anfangstilgung, 60 Prozent Beleihungsauslauf, Nettodarlehensbetrag: 100.000 Euro. Voraussetzung: einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über eine Grundschuld, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge), Auslagen (z.B. Grundbuchkosten) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen.

Die aktuellen Tendenzen

Kurzfristig
(4 Wochen):

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Mittel- bis
langfristig:

steigend

Die aktuellen Tendenzen - mittel - und langfristig

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