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INTERHYP-ZINSBERICHT VOM 5. MÄRZ 2015

Interhyp-Zinsbericht

Immobilienkäufer profitieren vom Niedrigzins

  • EZB startet Ankaufprogramm für Staatsanleihen
  • Zinsentwicklung positiv für Bauherren und Käufer
  • Bestkonditionen weiterhin bei rund 1,2 Prozent

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Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG: "Während sich Sparer in Deutschland in diesem Jahr um ihr Geld sorgen, können Kreditnehmer die Zinsentwicklung entspannt verfolgen. Die Konditionen für Immobilienkredite sind im Februar auf ein neues Allzeittief gesunken. Aktuell liegen sie bei rund 1,4 Prozent für Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung. Bestkonditionen sind sogar für nur rund 1,2 Prozent möglich. Sowohl das Ringen um die Milliardenhilfe für die Griechen als auch die Ankündigung des nun startenden Ankaufs von Staatsanleihen haben vorerst nicht zu einer Zinswende geführt. Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins bei der heutigen Sitzung auf historischem Niveau belassen und Details zum Ankaufprogramm bekanntgegeben. Wie die Anleihemärkte reagieren, bleibt abzuwarten. Vor diesem Hintergrund sind Schwankungen bei den Zinskonditionen möglich."

(München, 5. März 2015) Die Nachrichtenlage im Februar wurde dominiert von der Griechenlandkrise und dem Schuldenstreit. Die mutmaßliche Pleite des Landes konnte zwar in letzter Minute abgewendet werden und zumindest kurzfristig bleibt Griechenland zahlungsfähig. Mittel- und langfristig jedoch ist die Rettung des griechischen Staatshaushaltes ebenso wenig geklärt wie die Zukunft des Landes in der Währungsunion oder die Frage, ob die Gläubiger jemals etwas von ihrem Geld sehen werden oder ob Deutschland und Co. am Ende auf den Schulden sitzenbleiben. Das Schuldendrama wird in den nächsten Wochen und Monaten weitere Überraschungen bereithalten.

Bis in den Februar hinein wirkte zudem die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), monatlich Staatsanleihen bis zu einer Höhe von 60 Milliarden Euro anzukaufen. Die prognostizierte Geldschwemme hat vor allem die Börsen beflügelt. Die Aktienindizes legten weiter zu. Im laufenden Jahr verzeichnet der deutsche Aktienindex Dax bereits ein Plus von 15 Prozent, der europäische Eurostoxx 50 ein Zuwachs von rund zwölf Prozent. Das geplante Ankaufprogramm für Staatsanleihen startet nun und es ist davon auszugehen, dass es marktbestimmend bleibt. Die Details könnten für Immobilienkäufer entscheidend sein, weil die Konditionen für Darlehen maßgeblich von den Renditen insbesondere deutscher Staatsanleihen abhängen.

Aus fundamentaler Sicht gibt es in Europa wenig Neues. Die Optimisten unter den Marktteilnehmern mögen in einigen aktuellen Zahlen zwar Grashalme erkennen. Ob diese jedoch der Konjunktur in Europa gereichen, sich aus dem Krisensumpf zu ziehen, bleibt abzuwarten. So ist etwa die Arbeitslosenquote in Europa auf ein Drei-Jahres-Tief gefallen. Gleichwohl liegt sie noch immer bei 11,2 Prozent. Nach neusten statistischen Zahlen steigen auch die Verbraucherpreise wieder leicht an. In Deutschland gibt es nach sinkenden Preisen im Januar wieder eine leicht positive Inflationsrate.

Insgesamt hält sich Deutschland als wirtschaftliches Schwergewicht vergleichsweise gut. Investoren hatten daher in den vergangenen Wochen verstärkt zu hiesigen Papieren und Pfandbriefen gegriffen. Die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen waren wegen der hohen Nachfrage auf ein Rekordtief von unter 0,3 Prozent gefallen. Auch die zehnjährigen Pfandbriefrenditen sind gesunken und liegen aktuell bei unter 0,7 Prozent. Banken können Immobilienkredite daher günstig refinanzieren und attraktive Zinssätze anbieten. Die Konditionen für Darlehen liegen für die Mehrheit der Kreditnehmer bei rund 1,4 Prozent, wenn sie sich für ein Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung entscheiden und ausreichend Eigenkapital einbringen. Bestkonditionen liegen bei rund 1,2 Prozent.

Wir gehen davon aus, dass die Konditionen in den nächsten Wochen insgesamt niedrig bleiben. Das Ankaufprogramm kann jedoch dazu führen, dass Anleger die Chancen an verschiedenen Anleihemärkten anders einschätzen - was die Zinskonditionen bei Darlehen schwanken lassen kann.

Zinsentwicklung zwei Monate

Finanzierungsbeispiel

Was die jüngste Entwicklung konkret bedeutet, zeigt das nachfolgende Finanzierungsbeispiel: Die Zehnjahreskonditionen liegen aktuell vielfach bei: 1,44% gebundener Sollzinssatz / 1,45% effektiver Jahreszins*. Für eine Monatsrate von 1.000 Euro lässt sich mit dem genannten Zinssatz ein Darlehen über knapp 350.000 Euro aufnehmen.* Diese Darlehenshöhe gilt bei einer anfänglichen Tilgung von zwei Prozent. Bei drei Prozent Anfangstilgung läge die mit 1.000 Euro zu finanzierende Darlehenshöhe noch bei rund 270.000 Euro.

Interhyp-Expertenrat

Wir raten Immobilienkäufern unvermindert, die Konditionsersparnis durch die niedrigen Kreditzinsen direkt in eine hohe Anfangstilgung zu investieren. Wer etwa statt mit zwei jetzt mit drei oder mehr Prozent Anfangstilgung startet, verringert die Kreditlaufzeit und die Restschuld bei der Anschlussfinanzierung. Vor diesem Hintergrund sollten liquiditätsstarke Kreditnehmer auch Volltilgerdarlehen prüfen. Ratsam ist es für Immobilieninteressenten in Anbetracht der hohen Nachfrage auf dem Immobilienmarkt auch, sich rechtzeitig über mögliche Darlehensformen und Ausgestaltungen der eigenen Finanzierung zu erkundigen. So sparen Kaufinteressenten dann wertvolle Zeit, wenn sie ein geeignetes Objekt gefunden haben. Schließlich lassen sich bei einer frühzeitigen Beschäftigung mit dem Thema auch schon zahlreiche notwendige Unterlagen zusammentragen.

Zinsentwicklung zehn Jahre

*: Der Zinssatz in unserem Finanzierungsbeispiel für die individuellen Finanzierungsvorhaben von 2/3 der Interhyp-Kunden läge bei diesem Zinsniveau. Dem liegen folgende Annahmen zugrunde: 10 Jahre Sollzinsbindung, 2 Prozent Anfangstilgung, 60 Prozent Beleihungsauslauf, Nettodarlehensbetrag: 100.000 Euro. Voraussetzung: einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über eine Grundschuld, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge), Auslagen (z.B. Grundbuchkosten) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen.

Die aktuellen Tendenzen

Kurzfristig
(4 Wochen):

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Mittel- bis
langfristig:

steigend

Die aktuellen Tendenzen - mittel - und langfristig

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