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INTERHYP-ZINSBERICHT VOM 2. APRIL 2015

Interhyp-Zinsbericht

Schöne Osterüberraschung: Zinsen für Immobilienkredite weiter gesunken

  • Bestkonditionen in günstigen Fällen sogar unter 1 Prozent
  • Experten erwarten in Deutschland Konjunktur- und Inflationsschub
  • EZB kaufte Staatsanleihen für mehr als 26 Milliarden Euro

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Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG: "Obwohl das Schuldendrama in Griechenland anhält und die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Ankaufprogramm für Staatsanleihen erst gestartet hat, gab es in den vergangenen Wochen zumindest für Deutschland mehrere positive Wirtschaftsprognosen. Jedoch wird sich erst später zeigen, inwieweit sich die Vorhersagen bestätigen und durch Daten belegen lassen beziehungsweise ob auch andere Länder das Tal durchschritten haben. Bis es soweit ist, bieten sich Immobilienkäufern weiterhin Finanzierungsbedingungen, die der Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa geschuldet sind. Die Talfahrt bei den Zinsen für Immobilienkredite hat sich im März sogar zunächst weiter fortgesetzt. Die absoluten Bestkonditionen für zehnjährige Darlehen liegen Anfang April zum Teil sogar bei unter 1 Prozent."

(München, 2. April 2015). Ostern hält zumindest für Immobilienkäufer mit Finanzierungsbedarf in diesem Jahr einige positive Überraschungen bereit. Die absoluten Bestkonditionen für Darlehen sind zum Teil sogar unter die 1-Prozent-Marke gerutscht. Die Gründe dafür sind in der Entkopplung der europäischen Wirtschaftsleistung von der stabilen Wirtschaftsentwicklung in Deutschland zu suchen sowie in der Geldpolitik der EZB. Diese hat mit dem Ankauf von Staatsanleihen begonnen: Wie EZB-Chef Mario Draghi kürzlich mitteilte, seien dafür bereits 26 Milliarden Euro in den Markt geflossen.

Gute Aussichten: Weniger Arbeitslose, höhere Inflation erwartet

Gute Aussichten verbreiteten in den vergangenen Tagen das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (IAB) sowie das Institut für Weltwirtschaft (IfW). Das IAB erwartet für Deutschland eine anziehende Konjunktur und eine kräftige Belebung des Arbeitsmarktes. Die Zahl der Erwerbslosen könne demnach 2015 um 110.000 auf 2,79 Millionen sinken. Das IfW prognostiziert, dass die Arbeitslosenquote in Deutschland bis 2019 auf rund fünf Prozent fallen werde - wobei die Löhne so stark steigen sollen wie seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr. Für potenzielle Immobilienkäufer sind das gute Nachrichten: Schließlich gehören die Angst vor Arbeitslosigkeit und finanzieller Überlastung zu den Hauptgründen, warum Immobilieninteressenten mit einer Finanzierung hadern.

Auch die jüngste Prognose des IfW in Sachen Inflationsaussicht ist für Immobilienkäufer interessant. Demzufolge werden die Verbraucherpreise in diesem Jahr in Deutschland zwar noch nahezu stagnieren. 2016 aber sollen sie um 1,5 Prozent zulegen und 2019 um fast drei Prozent. Damit würde künftig eine stärkere Inflation helfen, heute zu niedrigen Zinssätzen aufgenommene Schulden abzubauen.

Stimmung in den USA hellt sich etwas auf

Doch aktuell bleibt die Wirtschaftslage zunächst vor allem außerhalb Deutschlands angespannt. Die Arbeitslosigkeit in der zweitgrößten Volkswirtschaft Europas, in Frankreich, ist im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,6 Prozent angestiegen. Auch in Spanien, Italien und Portugal liegt die Arbeitslosenquote auf weiterhin hohem Niveau. Weltweit sind aktuell keine übermäßig stimulierenden Impulse zu erwarten. In China kühlt sich die Konjunktur langsam ab. Allerdings verbessern sich die Marktdaten in den USA, deren Entwicklung Einfluss auf die Stimmung in Europa haben können. Wie Ende März bekanntgegeben wurde, ziehen Konsum und Preise leicht an. Die amerikanische Notenbank stellt sogar eine Abkehr ihres geldpolitischen Kurses in Aussicht, wenn sich der Aufschwung als nachhaltig erweist.

In Europa bleibt Deutschland weiterhin der Fels in der Brandung, weshalb Anleger hiesige Papiere und Pfandbriefe kaufen. Die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen liegen wegen der hohen Nachfrage mittlerweile bei circa 0,2 Prozent. Auch die zehnjährigen Pfandbriefrenditen sind nochmals gesunken und liegen aktuell bei rund 0,5 Prozent. Banken können Immobilienkredite daher günstig refinanzieren und attraktive Zinssätze anbieten. Die Konditionen für Darlehen liegen für viele Kreditnehmer bei 1,3 Prozent, wenn sie sich für ein Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung entscheiden und ausreichend Eigenkapital einbringen. Absolute Bestkonditionen liegen, bei hohen Eigenkapitalanteilen und in günstigen Konstellationen, auch unter 1 Prozent und damit nochmals leicht unter den Konditionen des Vormonats.

Wir gehen davon aus, dass die Konditionen kurzfristig niedrig bleiben werden, auch wenn je nach tagesaktuellen Nachrichten mit Schwankungen zu rechnen ist. Wenn sich die Konjunktur jedoch auch in Europa aufhellt, ist mit steigenden Konditionen zu rechnen.

Zinsentwicklung zwei Monate

Finanzierungsbeispiel

Was die jüngste Entwicklung konkret bedeutet, zeigt das nachfolgende Finanzierungsbeispiel: Die Zehnjahreskonditionen liegen aktuell vielfach bei: 1,28% gebundener Sollzinssatz / 1,29% effektiver Jahreszins*. Für eine Monatsrate von 1.000 Euro lässt sich mit dem genannten Zinssatz ein Darlehen über rund 365.000 Euro aufnehmen.* Diese Darlehenshöhe gilt bei einer anfänglichen Tilgung von zwei Prozent. Bei drei Prozent Anfangstilgung läge die mit 1.000 Euro zu finanzierende Darlehenshöhe bei rund 280.000 Euro.

Interhyp-Expertenrat

Wir raten besonders Käufern, die weniger Eigenkapital einbringen, mit einer Tilgung von mindestens drei, besser vier oder fünf Prozent zu starten. Längere Zinsbindungen bringen für die Zukunft ein Plus an Zins- und Planungssicherheit. Kredite mit zehnjähriger Zinsfestschreibung sind aktuell nicht viel teurer als fünfjährige Kredite. Auch die zwanzigjährigen Zinsbindungen sind mit aktuell oft unter zwei Prozent historisch günstig. Von fünfjährigen Darlehen können zum Beispiel Anschlussfinanzierer profitieren, die nur noch ein Darlehen für eine geringe Restschuld benötigen, das sich bei entsprechender Tilgungsleistung in bis zu fünf Jahren komplett zurückführen lässt.

Zinsentwicklung zehn Jahre

*: Der Zinssatz in unserem Finanzierungsbeispiel für die individuellen Finanzierungsvorhaben von 2/3 der Interhyp-Kunden läge bei diesem Zinsniveau. Dem liegen folgende Annahmen zugrunde: 10 Jahre Sollzinsbindung, 2 Prozent Anfangstilgung, 60 Prozent Beleihungsauslauf, Nettodarlehensbetrag: 100.000 Euro. Voraussetzung: einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über eine Grundschuld, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge), Auslagen (z.B. Grundbuchkosten) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen.

Die aktuellen Tendenzen

Kurzfristig
(4 Wochen):

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Mittel- bis
langfristig:

steigend

Die aktuellen Tendenzen - mittel - und langfristig

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