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Altersvorsorge: Eigenheim ist Favorit

Bei der Altersvorsorge setzen die Deutschen vor allem auf die selbstgenutzte Wohnimmobilie - zu diesem Ergebnis kommen zwei aktuelle Umfragen.

Zur Altersvorsorge ist die Immobilie beliebter als die klassische Rentenversicherung.

Zur Altersvorsorge ist die Immobilie beliebter als die klassische Rentenversicherung.

(München, 21.09.2016) Trotz der vielerorts stark gestiegenen Immobilienpreise hält die Mehrzahl der Deutschen die eigenen vier Wände für die beste Form der privaten Altersvorsorge. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Mehr als zwei Drittel der Befragten gaben zu Protokoll, dass sie die eigene Immobilie für eine bessere Form der Altersvorsorge als die gesetzliche Rente halten. Im Kreis derjenigen, die bereits ein Eigenheim besitzen, haben sogar 75 Prozent der Teilnehmer mehr Vertrauen in die eigene Immobilie als in die gesetzliche Rente.

Nicht nur staatliche Fördermittel wie Wohn-Riester machen die selbstgenutzte Immobilie attraktiv, sagt Karsten Eiß, Baufinanzierungsspezialist bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall: "Darüber hinaus schützt die vermiedene Miete vor Altersarmut." Das sieht offenbar auch ein großer Teil der Umfrageteilnehmer so: Vier von fünf Eigentümern wollen ihr Haus oder ihre Wohnung auch im Alter nutzen. Nur jeder Zehnte möchte seine derzeitige Immobilie später einmal gegen eine seniorengerechte Wohnung eintauschen.

Auch eine Umfrage des Versicherungskonzerns Axa zeigt, wie beliebt der Immobilienerwerb zum Zweck der privaten Altersvorsorge ist. Während aufgrund der Niedrigzinsen nur noch 10 Prozent der Befragten eine Lebens- oder Rentenversicherung abschließen wollen, plant gut ein Drittel den Kauf einer selbstgenutzten oder vermieteten Immobilie. Besonders hoch im Kurs steht das selbstgenutzte Wohneigentum im Saarland, wo zwei Drittel die eigenen vier Wände als Bestandteil der Altersvorsorge bereits nutzen oder noch nutzen wollen. Die vermietete Immobilie ist hingegen in Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen am beliebtesten. Dort gaben jeweils 30 Prozent an, eine vermietete Immobilie zu besitzen oder deren Erwerb ins Auge gefasst zu haben.


Redaktion: Thomas Hammer