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Brandschutz: Auch bei Einfamilienhäusern wichtig

Wenn es um den Brandschutz geht, existieren beim Bau von Eigenheimen nur wenige gesetzliche Vorgaben. Doch Experten raten dazu, für den Ernstfall gerüstet zu sein.

Brandschutz: Beim Bau berücksichtigen.

Brandschutz: Beim Bau berücksichtigen.

(München, 08.09.2016) Nicht nur in öffentlichen Gebäuden, Bürokomplexen und Mehrfamilienhäusern ist der Brandschutz wichtig. Auch bei der Errichtung von Einfamilienhäusern sollten Bauherren die wichtigsten Maßnahmen ergreifen, um im Brandfall eine Ausbreitung des Feuers möglichst zu verhindern. Darauf weist der Bauherren-Schutzbund hin. Zwar gebe es bei Eigenheimen keine baurechtlichen Vorschriften, wenn es um die Verwendung feuerhemmender Baustoffe oder um die Ausgestaltung von Fluchtwegen gehe. Dennoch sei es ratsam, schon bei der Planung einige Gesichtspunkte des Brandschutzes zu berücksichtigen.

So sollten Bauherren unbedingt darauf achten, dass beim Einbau von Kaminöfen die Mindestabstände zu brennbaren Materialien eingehalten werden. Gleiches gelte beim Einbau von Leitungen oder Geräten, die sehr heiß werden können, wie beispielsweise Dunstabzugshauben oder eingebauten Beleuchtungselementen. Bei einigen Bauteilen wie Schornsteinen gelten in Bezug auf Materialauswahl, Ausführung und Mindestabstand Vorschriften für den Brandschutz, die in den Bau- und Feuerungsverordnungen der Bundesländer geregelt sind. Darüber hinaus ist es nach Ansicht der Experten des Bauherren-Schutzbundes empfehlenswert, die Wände des Hauses generell mit feuerhemmenden Materialien zu errichten.

Für die Installation von Rauchmeldern, eine ebenfalls vom Schutzbund empfohlene Maßnahme, gibt es mittlerweile bundesweit entsprechende Vorschriften. Weil sich die Regelungen in den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer finden, können die Details bei der Rauchmelderpflicht je nach Bundesland variieren. So müssen bei Neu- und Umbauten in allen Bundesländern außer in Berlin, wo die Installationspflicht ab Anfang kommenden Jahres gilt, Rauchmelder angebracht werden. Für Bestandsimmobilien gibt es Übergangsfristen, die je nach Bundesland bis 2020 gelten - mit Ausnahme von Sachsen, das für bestehende Wohngebäude keine Nachrüstung vorschreibt. Diese Regelung wird von Christian Rudolph, dem Vorsitzenden des Forums Brandrauchprävention, als halbherzig kritisiert: "Nur eine gesetzliche Verpflichtung für sämtliche Wohngebäude im Land kann helfen, Brandtote zu vermeiden."


Redaktion: Thomas Hammer