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Eigenheim: Junge Wohneigentümer sparen und tilgen

Konsumverzicht fürs Eigenheim - das ist nach einer aktuellen empirica-Studie offensichtlich kein Fremdwort für junge Menschen. Als Lohn winken langfristig überdurchschnittliche Vermögenszuwächse.

Fürs Eigenheim sparen und tilgen, ist für junge Wohnungsbesitzer attraktiv. Foto: Interhyp AG

Fürs Eigenheim sparen und tilgen, ist für junge Wohnungsbesitzer attraktiv. Foto: Interhyp AG

(München, 17.11.2016) Macht ein Eigenheim sparsamer? Im Vergleich zu Mietern gehen junge Wohneigentümer wesentlich sparsamer mit ihrem Haushaltsbudget um und investieren lieber mehr Geld in die Rückzahlung des Immobiliendarlehens. Das ergibt eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts empirica in Zusammenarbeit mit LBS Research. Ausgewertet wurden darin mehr als 200 Einzelposten aus einem Dutzend Konsumkategorien, die das Statistische Bundesamt sowohl für Mieter- als auch für Eigentümerhaushalte erfasst hat.

Pro Monat legen Eigentümer im Alter von 30 bis 45 Jahren im Schnitt 13 Prozent ihres Einkommens und damit mehr als doppelt so viel Geld als gleichaltrige Mieterhaushalte auf die Seite. Der größte Teil davon fließt in die Tilgung des Darlehens fürs Eigenheim. Besonders auffällig sind die Differenzen bei den Ausgaben für Pauschalreisen und den Autokauf. Bei den Pauschalreisen geben Eigentümerhaushalte rund 75 Prozent weniger aus als Mieter. Das eigene Auto wird von Eigenheimbesitzern wesentlich länger gefahren als von Mietern. Das spart aufgrund der längeren Anschaffungsintervalle viel Geld: Im Schnitt geben Eigentümer für den Neukauf von Autos fast ein Fünftel weniger aus als Mieter. Auch bei Restaurantbesuchen, beim Shopping und beim Tabakkonsum setzen Eigentümer häufiger den Rotstift an als Mieter.

Auf lange Sicht zahlt sich die Entscheidung fürs Eigenheim aus, auch wenn damit offenbar für viele Verbraucher zunächst ein gewisser Konsumverzicht verbunden ist. So untersucht die Deutsche Bundesbank in regelmäßigen Abständen, wie sich die Vermögenslage der Deutschen entwickelt. Im Lauf von vier Jahren habe sich das Nettovermögen von Haushalten, die ein Eigenheim bewohnen, um gut 33.500 Euro erhöht, schreibt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht vom März dieses Jahres und ergänzt: "Die Mehrzahl der Mieter musste sich hingegen mit Zuwächsen von weniger als 1.000 Euro begnügen beziehungsweise Rückgänge hinnehmen."


Redaktion: Thomas Hammer