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Einbruchschutz: Viele sind offen für Mindeststandards

Mindeststandards beim Einbruchschutz für Neubauten befürwortet eine Mehrheit der Deutschen. Das zeigt eine aktuelle forsa-Umfrage. Die staatliche Förderbank KfW bietet Fördermittel.

Einbruchschutz am Haus: Die KfW unterstützt mit Fördermitteln.

Einbruchschutz am Haus: Die KfW unterstützt mit Fördermitteln.

(München, 27.10.2016) Wie sie den Einbruchschutz am eigenen Heim verbessern können, fragen sich viele Bundesbürger, das Bedürfnis nach Sicherheit ist groß: Fast jeder zweite fühlt sich in den eigenen vier Wänden überhaupt nicht mehr sicher oder weniger sicher als noch vor wenigen Jahren. Das ergab eine forsa-Umfrage im Auftrag des Fenster- und Türenherstellers Roto Frank.

Rund 167.000 Einbrüche und Einbruchsversuche wurden nach Angaben von Roto Frank im Jahr 2015 registriert. Damit sei die Zahl der einschlägigen Delikte auf den höchsten Stand seit 20 Jahren geklettert. Für zusätzliche Verunsicherung sorge die niedrige Aufklärungsquote - denn nur rund eines von sieben Einbruchsdelikten könne von der Polizei aufgeklärt werden. Mit der Umfrage sollte ermittelt werden, ob eine Mehrheit der Bürger die Einführung gesetzlicher Vorschriften zum Einbruchschutz im Baurecht befürwortet. Immerhin 62 Prozent der Befragten hielten es für eher oder sogar sehr sinnvoll, beim Wohnungsbau allgemeine Mindeststandards zum Schutz gegen Einbruchsversuche gesetzlich zu verankern. Die Umfrage widerlegt auch die Vermutung, dass die Angst vor Einbrechern vor allem ältere Bürgerinnen und Bürger umtreibt: In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen war die Zustimmung zu gesetzlichen Vorschriften in Sachen Einbruchprävention mit 71 Prozent überdurchschnittlich hoch.

Roto Frank verweist auf die Niederlande, wo nach der Einführung von Mindeststandards beim Einbruchschutz für Neubauten die Zahl der vollendeten Einbrüche um annähernd 30 Prozent zurückgegangen sei.

Das große Interesse von Haus- und Wohnungseigentümern an baulichen Schutzmaßnahmen zeigt sich auch an der Nachfrage nach KfW-Fördermitteln. Das Kontingent, das der KfW für die Bezuschussung von Maßnahmen zum Einbruchschutz für das Jahr 2016 zur Verfügung stand, war schon im Spätsommer aufgebraucht. Für das Jahr 2017 seien jedoch ausreichende Mittel über 50 Millionen Euro vorgesehen, so dass Immobilieneigentümer weiterhin Anträge einreichen könnten. Die Auszahlung der Zuschüsse könne dann im nächsten Jahr erfolgen, wenn das entsprechende Bundeshaushaltsgesetz in Kraft getreten sei, so die KfW. Alternativ besteht auch die Möglichkeit der Förderung von Maßnahmen zum Einbruchschutz in der Kreditvariante des Programms Altersgerecht Umbauen.


Redaktion: Thomas Hammer