News

Energie und Gebäude: Große Wohnungsunternehmen sparen mehr

Durch eine Sanierung Energie einsparen - das schaffen große Immobilienunternehmen besser als kleine Wohnungsunternehmen und private Vermieter, so eine aktuelle Analyse.

Je größer das Immobilienunternehmen, desto realistischer das Ziel, Energie zu sparen.

Je größer das Immobilienunternehmen, desto realistischer das Ziel, Energie zu sparen.

(München, 05.10.2016) Wenn es um das Einsparen von Energie durch das Sanieren von Wohngebäuden geht, nehmen große Wohnungsunternehmen eine Vorreiterrolle ein. Das besagt die "Wärmemonitor"-Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, die auf Daten des Energiedienstleisters ista Deutschland basiert. Dabei wird deutlich: Je mehr vermietete Wohneinheiten ein Unternehmen besitzt, desto mehr Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs wurden bereits durchgeführt.

"Große Unternehmen sanieren häufiger und umfassender als private Eigentümer und Kleinvermieter", berichten die Autoren der Studie. Die Gründe dafür seien vielschichtig. So können große Wohnungsinvestoren Material und Handwerkerleistungen dank des Auftragsvolumens vergleichsweise günstig beziehen. Darüber hinaus verfügen größere Wohnungsunternehmen über weitreichende Erfahrung im Bereich Energie, Sanierung und Modernisierung.

Im Schnitt sei der Energiebedarf von Wohngebäuden nach der Vollsanierung um 36 Prozent gesunken, wenn es sich beim Eigentümer um ein Immobilienunternehmen mit einem Portfolio von mehr als 1.000 Wohnungen handle. Vollsanierte Gebäude von kleinen Unternehmen und privaten Investoren verbrauchen nach der Sanierung nur um durchschnittlich 18 Prozent weniger Energie. Über alle untersuchten Wohneinheiten hinweg ist der Heizenergieverbrauch von 2003 bis zum Ende der Heizperiode 2015 um rund 18 Prozent zurückgegangen.

Wer als privater Eigentümer durch die energetische Sanierung seiner vermieteten oder selbstgenutzten Immobilie spürbar Energie sparen will, kann auf eine Reihe von staatlichen Fördermöglichkeiten zurückgreifen. Das berichtet die Deutsche Energie-Agentur (dena). Neben den Kredit- und Zuschussprogrammen der KfW-Förderbank stehen weitere Fördermittel wie beispielsweise die Zuschüsse des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder regionale Programme zur Verfügung. Die dena weist auch auf eine unabhängige Vor-Ort-Energieberatung hin. Dabei prüft ein fachkundiger Experte das Haus und die Heizung gründlich auf energetische Schwachstellen, nennt Verbesserungsmöglichkeiten, schätzt die Kosten ab und empfiehlt Fördermöglichkeiten. Ein- und Zweifamilienhausbesitzer können sich die Vor-Ort-Energieberatung mit bis zu 800 Euro bezuschussen lassen. Der Energieberater muss den Förderantrag dafür beim BAFA stellen.


Redaktion: Thomas Hammer