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Fördermittel der KfW: Neue Programme für erneuerbare Energien

Bauherren können Fördermittel gut gebrauchen. Die KfW plant Änderungen am Förderprogramm für erneuerbare Energien - dies jedoch nicht zum Nachteil der Finanzierungskunden. Darüber hinaus gibt es seit August ein neues Zuschussprogramm.

Fördermittel sind beim Bauen gefragt: Die KfW nimmt einige Änderungen an ihren Programmen vor.

Fördermittel sind beim Bauen gefragt: Die KfW nimmt einige Änderungen an ihren Programmen vor.

(München, 19.09.2016) Wer ein Haus baut, kann oft Fördermittel nutzen. Die staatliche KfW-Förderbank plant eine Änderung des Programms "Erneuerbare Energien". So soll das Programm "Erneuerbare Energien - Standard - Photovoltaik" mit der Programmnummer 274, in dem auch private Bauherren antragsberechtigt sind, in das Förderprogramm 270 "Erneuerbare Energien - Standard" integriert werden. Das Förderprogramm 270 wurde bislang schwerpunktmäßig für die Finanzierung größerer Anlagen im Bereich der erneuerbaren Energie und Kraft-Wärme-Kopplung eingesetzt.

Mit der Zusammenlegung will die KfW die Finanzierung von Investitionen in die Energiewende bündeln. Nachteile für private Erwerber von Photovoltaikanlagen sind nicht ersichtlich, vielmehr will die KfW zusätzlich zu den bisherigen Kreditvarianten mit 5-, 10- und 20-jährigen Laufzeiten nun auch eine Zinsbindungsfrist von 15 Jahren anbieten. Und: Finanziert wird nun auch der Erwerb von gebrauchten Anlagen, die maximal zwölf Monate am Stromnetz angeschlossen sind, sowie bislang nicht geförderte Anlagen, die modernisiert und mit höherer Leistung ausgestattet worden sind. Darüber hinaus werden künftig neue Verwendungszwecke wie etwa Investitionen in die Flexibilisierung der Stromerzeugung, das Lastmanagement oder die Nachrüstung mit modernen Messeinrichtungen für Fördermittel finanziert. In Kraft treten sollen die Änderungen am 18. November 2016.

Bereits seit August fördert die KfW die Installation von Brennstoffzellen in private Wohngebäude. Für Anlagen mit einer elektrischen Leistung zwischen 250 Watt und 5 Kilowatt gibt es einen leistungsabhängigen Zuschuss von 450 Euro pro angefangenen 100 Watt elektrischer Leistung. Dazu kommt eine feste Grundförderung in Höhe von 5.700 Euro. Maximal können 40 Prozent der förderfähigen Kosten bis zu einem Höchstbetrag der Fördermittel von 28.200 Euro bezuschusst werden. "Die Mittel für die Förderung stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aus dem Anreizprogramm Energieeffizienz der Bundesregierung zur Verfügung", berichtet die KfW. Damit solle die Einführung der Brennstoffzellentechnik für die Wärme- und Stromversorgung forciert werden.


Redaktion: Thomas Hammer