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Hypothek: Was das Pfandrecht für Kreditnehmer bedeutet

Der Begriff der Hypothek ist vielen geläufig. Eine Hypothek wird bei der Baufinanzierung von der Bank als Sicherheit verlangt – das dürfte jeder wissen, der schon einmal an einen Immobilienerwerb gedacht hat. Doch wie funktioniert diese Kreditsicherheit, und welche Konsequenzen hat sie für den Kreditnehmer?

Die Hypothek stammt dem Wortsinn nach aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Unterpfand“. Schon im Mittelalter machten Kreditverleiher von dieser Sicherungsmöglichkeit Gebrauch und ließen sich bei der Kreditvergabe Pfandrechte auf Häuser und Grundstücke einräumen, die der heutigen Hypothek ähnlich sind.

Hypotheken können nicht mündlich vereinbart werden

Für die Bestellung einer Hypothek ist ein Eintrag ins Grundbuch erforderlich. Die Sicherheit kann also nicht mündlich vereinbart werden, sondern muss schriftlich fixiert, von einem Notar beglaubigt und ins Grundbuch eingetragen werden. Solange der Schuldner seine Kreditraten pünktlich zahlt, wird die Hypothek nicht in Anspruch genommen. Gerät er jedoch über längere Zeit in Zahlungsverzug, darf der Kreditgeber das Pfandrecht verwerten, indem er die Zwangsversteigerung einleitet.

Im Laufe der Zeit hat es sich eingebürgert, dass Banken als Sicherheit keine Hypotheken, sondern die ähnlich aufgebauten Grundschulden eintragen lassen. Die wichtigsten Unterschiede: Während sich bei der Rückzahlung des Darlehens die Höhe der Hypothek automatisch mit der Tilgung reduziert, bleibt die Grundschuld in voller Höhe bestehen. Überdies ist die Hypothek stets an einen bestimmten Kredit gebunden, während Grundschulden unabhängig vom Kredit eingetragen und auch an andere Banken weitergereicht werden können. Das macht insbesondere bei einem Wechsel der Bank – beispielsweise bei der Anschlussfinanzierung – die Grundschuld zu einem Sicherungsinstrument, das im Vergleich zur herkömmlichen Hypothek flexibler und kostengünstiger ist.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 06.06.2011