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Immobilienpreise: Eigenheime und Mehrfamilienhäuser verteuern sich weiter

Der Steigflug der Immobilienpreise scheint unaufhaltsam weiterzugehen. Im aktuellen Immobilienpreisindex sieht der Verband der Pfandbriefbanken Wertzuwächse zwischen 6,4 und 7,1 Prozent.

Immobilienpreise steigen

Immobilienpreise steigen: Bautätigkeit kann den Bedarf oft nicht decken.

(München, 15.11.2016) Die Immobilienpreise sind weiterhin im Aufwind: Anhaltend hohe Nachfrage, ein knappes Angebot und nicht ausreichende Bautätigkeit: Das sind laut einer aktuellen Analyse des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) die Treibstoffe, die den Preisanstieg am deutschen Immobilienmarkt befeuern. Auch im dritten Quartal des Jahres 2016 zeigt der vdp-Immobilienpreisindex einen klaren Aufwärtstrend: Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum haben sich im Vergleich zum Vorjahresquartal bundesweit um 6,4 Prozent erhöht, bei vermieteten Mehrfamilienhäusern liegt der Preiszuwachs sogar bei 7,1 Prozent.

Damit dreht sich beim selbstgenutzten Wohneigentum die Preisspirale schneller als in den Vorjahren. So hatten sich die Immobilienpreise in diesem Segment im Gesamtjahr 2015 nur um 4,5 Prozent und im Jahr 2014 um 3,2 Prozent verteuert. Bei Mehrfamilienhäusern lag hingegen die Steigerungsrate auch in den Jahren 2014 und 2015 schon bei jeweils rund sieben Prozent.

Uneinheitlich verläuft indes die Entwicklung der Immobilienpreise bei den Gewerbeimmobilien. Während sich Büroimmobilien von Ende September 2015 bis Ende September 2016 um durchschnittlich 8,3 Prozent verteuerten, stiegen die Preise für Einzelhandelsimmobilien im gleichen Zeitraum lediglich um 2,7 Prozent.

Das Ergebnis überrascht kaum, denn schon zuvor hatten Marktstudien gezeigt, dass der Steigflug der Immobilienpreise noch nicht beendet ist. So meldete der Immobilienverband IVD vor Kurzem eine durchschnittliche Preissteigerungsrate von sechs Prozent beim Kauf von Eigentumswohnungen. Besonders stark stiegen laut IVD-Studie die Immobilienpreise zuletzt in Großstädten mit mehr als einer halben Million Einwohnern an. Dort sind die Kaufpreise zuletzt um mehr als neun Prozent gestiegen. Die angespannte Lage in den Metropolen sieht auch vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt: "Trotz steigender Bautätigkeit ist der Bedarf in diesen Regionen aktuell offenbar nicht zu decken."


Redaktion: Thomas Hammer