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Immobilienpreise in Hamburg: Wertsteigerung hält an

Die Immobilienpreise in Hamburg sind seit der Jahrtausendwende um rund 70 Prozent gestiegen. Ein weiterer Preisanstieg um bis zu 50 Prozent bis zum Jahr 2030 wird prognostiziert, so die Ergebnisse einer aktuellen Studie.

Immobilienpreise in Hamburg: Experten erwarten anhaltenden Boom.

Immobilienpreise in Hamburg: Experten erwarten anhaltenden Boom.

(München, 16.09.16) In Hamburg wohnen derzeit fast 1,8 Millionen Menschen in mehr als einer Millionen Haushalte. In den letzten Jahren fünf Jahren stieg die Einwohnerzahl um sieben Prozent und auch der Arbeitsmarkt entwickelte sich positiv. Eine aktuelle Sonderanalyse der Immobilienpreise in Hamburg im Rahmen der Postbank Studie "Wohnatlas 2016 - Leben in der Stadt" ergab, dass in Hamburg aufgrund dieses starken Booms Wohnungsknappheit herrscht. Auf 100 Haushalte folgen nur 92 Wohnungen. Somit weist die Stadt die schlechteste Wohnungsversorgungsquote im Städte-Vergleich des Postbank Wohnatlas vor. Auch eine steigende Bautätigkeit wird den Wohnungsmangel kaum verbessern, so die Postbank. In nur 15 Jahren müsse die Stadt knapp 20 Prozent mehr Wohnungen stellen können, um die Knappheit zu kompensieren.

Die Entwicklung der 103 Stadtteile der Elbmetropole ist sehr unterschiedlich: Während in einigen Vierteln schon ein sehr hohes Niveau von Immobilienpreisen erreicht wurde, sind in anderen Teilen der Metropole Aufholeffekte wahrnehmbar. Die höchsten Immobilienpreise findet man derzeit in Harvestehude. Hier wurden im vergangenen Jahr 7.207 Euro für den Quadratmeter Wohnfläche bezahlt. Darauf folgen die Stadtteile HafenCity (6.784 Euro) und Uhlenhorst (5.550 Euro). Die höchsten Preisanstiege sind in den Stadtteilen Rothenburgsort, Sternschanze und Dulsberg mit einem Plus von oft über 100 Prozent zu verzeichnen. "Hier beobachten wir zum Teil Aufholeffekte bisher relativ günstiger Stadtteile. Darunter könnten die Hotspots von morgen sein. Und noch ist Wohnraum trotz Preissteigerungen dort günstig zu haben", sagt Jens Blohm, Direktor Immobilien bei der Postbank Immobilien GmbH in Hamburg-Bahrenfeld.

Auch der Baufinanzierungsvermittler Interhyp konnte bei der Studie "Baufinanzierung in Deutschland" einen Trend zu hohen Immobilienpreisen in Ballungszentren und Metropolen ausmachen. Zu den vier teuersten von acht untersuchten Städten zählten München, Frankfurt, Stuttgart und Hamburg. Die hohen Kaufpreise in den Metropolen führen laut Interhyp aber nicht dazu, dass sich die Käufer überproportional verschulden: Der Anteil der Beleihung ist oft niedriger als im bundesweiten Durchschnitt von 74 Prozent.

Experten erwarten, dass die Immobilienpreise in Metropolen weiter steigen. "Wer in Hamburg den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen will, der sollte nicht allzu lange warten. Denn wachsende Bevölkerung und steigende Wirtschaftskraft werden die Preise in die Höhe klettern lassen - bis 2030 voraussichtlich um 40 bis 50 Prozent", bemerkt Blohm.


Redaktion: Sharon Schießler