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Immobilienpreise steigen auf breiter Front weiter

Von Schleswig-Holstein bis zum Saarland kennen die Immobilienpreise überwiegend nur eine Richtung: nach oben. Aktuelle Studien von empirica und regionalen Bausparkassen fassen den Trend in Zahlen.

In Lübeck beispielsweise sind die Immobilienpreise seit 2012 um 30 Prozent gestiegen.

In Lübeck sind die Immobilienpreise seit 2012 um 30 Prozent gestiegen.

(München, 13.10.2016) Wenn Immobilienanalysten ihre Marktberichte formulieren, wird die Suche nach Umschreibungen für den anhaltenden Anstieg der Immobilienpreise offenbar immer schwieriger. "Same procedure as every quarter", betitelt das Marktforschungsinstitut empircia in Anlehnung an einen bekannten Silvester-Sketch seinen neuesten Bericht zum empirica-Immobilienpreisindex. Mittlerweile fehle es in attraktiven Zuzugsregionen nicht nur an bezahlbarem Wohnraum, sondern an Wohnraum jeglicher Preisklasse, so das Fazit der Analysten.

Dem Index zufolge haben sich die Mietpreise im dritten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorquartal bundesweit um durchschnittlich 0,9 Prozent erhöht. Stärker angestiegen sind die Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent und die Preise für Eigentumswohnungen mit einem Plus von 2,2 Prozent. Unter den zehn teuersten Städten für Erwerber von Eigentumswohnungen führt empirica nicht nur Metropolen wie München und Hamburg auf, sondern auch mittelgroße Städte wie Freiburg, Ingolstadt und Regensburg.

Auf regionaler Ebene sind unlängst einige Marktberichte erschienen. So sieht die LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg einen anhaltenden Aufwärtstrend bei den Immobilienpreisen im Norden Deutschlands. In den großen Siedlungsräumen Schleswig-Holsteins seien die Immobilienpreise in den vergangenen zwei Jahren weiter gestiegen, berichten die LBS-Experten. So haben in Kiel, Lübeck und Flensburg die Kaufpreise seit 2012 um rund 30 Prozent zugelegt. Dabei sei ein so genannter Überlaufeffekt zu verzeichnen: Auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum dehnen viele Kaufinteressenten ihren Suchradius aus, so dass häufig in bislang preisgünstigen angrenzenden Gebieten von begehrten Wohnlagen eine überdurchschnittliche Verteuerung zu beobachten ist.

Selbst im Saarland, wo die Immobilienpreisentwicklung bislang eher moderat verlief, beobachtet die Saarbrücker LBS Immobilien stärker anziehende Kaufpreise für Wohnungen und Häuser. So haben sich die Preise für Neubau-Eigentumswohnungen in Saarbrücken innerhalb eines Jahres um acht Prozent erhöht. Auch bei Reihenhäusern seien im Saarland je nach Gemeinde die durchschnittlichen Kaufpreise um 5 bis 15 Prozent gestiegen.


Redaktion: Thomas Hammer