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KfW fördert wieder Einbruchschutz und Barrierefreiheit

Die KfW-Bank hat die Zuschüsse zur Förderung von Maßnahmen für Einbruchschutz und Barrierereduzierung erheblich aufgestockt. Nun können wieder Anträge gestellt werden - jetzt auch online. Das kommt dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis entgegen.

Die KfW stellt wieder Geld für Einbruchschutz und Barrierereduzierung bereit.

Die KfW stellt wieder Geld für Einbruchschutz und Barrierereduzierung bereit.

(München, 10.01.2017) Die KfW fördert im Rahmen des Programms "Altersgerecht Umbauen" Maßnahmen zur Erhöhung der Einbruchsicherheit und zur Reduzierung von Barrieren (Programm 159 - Kredit oder 455 - Zuschuss). Für 2016 waren die Mittel der Zuschussvariante bereits vorzeitig ausgeschöpft. Nun können private Eigentümer und Mieter aber wieder Zuschüsse für Maßnahmen zum Einbruchschutz und zur Barrierereduzierung beantragen. Die Formulare können jetzt auch online ausgefüllt werden. Zudem verfünffacht das zuständige Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit die Zuschüsse für den Einbruchschutz auf 50 Millionen Euro. Bei der Barrierereduzierung beträgt die Steigerung der verfügbaren Gelder immerhin fast 50 Prozent auf 75 Millionen Euro.

Wie sinnvoll die Fördermittel der KfW sind, zeigt ein Blick auf die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik. Diese verzeichnet in Deutschland in der aktuellsten Jahresstatistik für das Jahr 2015 insgesamt 167.136 Fälle von Wohnungseinbrüchen, ein Anstieg gegenüber 2014 von 9,9 Prozent. Darauf macht das Verbraucherportal www.k-einbruch.de aufmerksam. Gleichzeitig jedoch nahm auch die Zahl der abgebrochenen Einbruchsversuche zu von 41,4 Prozent Einbruchsversuche auf 42,7 Prozent. "Damit bleiben also weit über ein Drittel aller Einbrüche im Versuchsstadium stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Maßnahmen", betonen die Einbruchexperten.

Für Maßnahmen zum Einbruchschutz hat die KfW im Jahr 2016 über 40.000 Förderzuschüsse ausbezahlt. Über 50.000 Wohneinheiten seien so mit verschiedenen Maßnahmen gegen Einbruch gesichert worden. "Durchschnittlich wurden bisher von den Bauherren pro Wohneinheit 5.000 Euro investiert", erklärt die KfW. Hauptsächlich seien einbruchshemmende Haus- und Wohnungstüren sowie Nachrüstsysteme für Fenster eingebaut worden. Für barrierereduzierende Maßnahmen hat die KfW im vergangenen Jahr rund 25.000 Zuschüsse vergeben.

Mit den aufgestockten Mitteln kommen die KfW-Bank und das Bundesbauministerium einem wachsenden Sicherheitsbedürfnis vor allem der mittleren Generation nach. Wie eine repräsentative Allensbach-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ergab, fürchten 35 Prozent der befragten 30- bis 59-Jährigen, dass sie ein Opfer eines Wohnungseinbruchs oder Diebstahls werden könnten. Im Jahr zuvor waren es noch 28 Prozent gewesen.


Redaktion: Joachim Hoffmann