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KfW verzeichnet steigende Nachfrage nach Energieeffizienz-Förderung

Die neuen Zahlen der KfW zeigen zwei gegenläufige Trends bei Förderprogrammen: Wachstum beim Energiesparen, Rückgang bei erneuerbaren Energien.

KfW-Fördermittel: Viele Eigenheimbesitzer setzen auf Energieeffizienz.

KfW-Fördermittel: Viele Eigenheimbesitzer setzen auf Energieeffizienz.

(München, 21.11.2016) Die staatliche Förderbank KfW hat zum Ende des dritten Quartals 2016 aktuelle Daten zur Vergabe von Förderkrediten veröffentlicht. Dabei zeigt sich, dass immer mehr private Immobilieneigentümer beim energiesparenden Bauen und Sanieren die zinsverbilligten KfW-Kredite in Anspruch nehmen.

Besonders gefragt ist das Förderprogramm "Energieeffizient Bauen", das günstige Darlehen für Bauherren von Neubauimmobilien bereitstellt. In den ersten neun Monaten vergab die KfW allein in diesem Segment Kredite im Gesamtvolumen von 7,7 Milliarden Euro, das sind 10 Prozent mehr als im gesamten Jahr 2015. Bezogen auf die ersten neun Monate des Vorjahres, für die eine Kreditvergabe von 5,6 Milliarden Euro ausgewiesen wird, verzeichnet die KfW bei der Förderung energieeffizienter Neubauten einen Zuwachs von über 37 Prozent.

Ebenfalls deutlich zugelegt haben die nicht rückzahlbaren Zuschüsse für die energieeffiziente Sanierung, die sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den ersten drei Quartalen auf 273 Millionen Euro verdoppelt haben. Mit einer Steigerung von 19,2 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet auch die Kreditvergabe im Förderprogramm "Energieeffizient Sanieren" ein dynamisches Wachstum.

Rückläufig sind hingegen die Zahlen im Programm "Erneuerbare Energien", in dem unter anderem Photovoltaik gefördert wird. Dort hat die KfW von Jahresbeginn bis Ende September nur noch 3,1 Milliarden Euro an Förderkrediten vergeben. Im Vergleichszeitraum 2015 waren es noch 3,4 Milliarden Euro.

Die Zahlen der KfW gehen einher mit einer sich abschwächenden Dynamik bei der Solarstromerzeugung. So meldete die Bundesnetzagentur Ende September 2016, dass in den vergangenen zwölf Monaten bundesweit nur noch knapp 1.100 Megawatt an neuer Solarstrom-Leistung an die Stromnetze angeschlossen worden sind. Dieser Wert liegt weit unterhalb des gesetzlich festgelegten Zubaukorridors von 2.400 bis 2.600 Megawatt. Immerhin bringt der geringer als erwartet ausgefallene Zubau für Anlagenbetreiber auch eine gute Nachricht: So lange die neu installierte Leistung den Korridor nicht nach oben überschreitet, werden die Fördersätze für die Stromeinspeisung nicht abgesenkt. "Daher," sagt Bundesnetzagentur-Vizepräsident Peter Franke, "bleiben die Fördersätze stabil."


Redaktion: Thomas Hammer