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Neubau: Mehr Wohnungen genehmigt

Von Januar bis Juli dieses Jahres wurde der Bau von mehr als 213.000 neuen Wohnungen genehmigt - das sind 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Eine höhere Zahl gab es zuletzt in den ersten sieben Monaten des Jahres 2000.

Die Baugenehmigungen für Wohnungen haben 2016 stark zugenommen.

Die Baugenehmigungen für Wohnungen haben 2016 stark zugenommen.

(München, 20.09.2016) Historisch niedrige Zinsen treffen auf eine historisch hohe Zuwanderung: Die derzeit in Deutschland vorherrschenden Bedingungen begünstigen den Bau neuer Wohnungen enorm. Einen besonders starken Zuwachs genehmigter Wohnungen ermittelte das Statistische Bundesamt in den ersten sieben Monaten dieses Jahres in Wohnheimen. Die Zahl der neuen Wohneinheiten in Wohnheimen ist im Vergleich zum Vorjahr um ganze 142 Prozent gestiegen. Das hier zu verzeichnende Plus von 13.800 neuen Wohnungen belegt den verstärkten Bau von Flüchtlingsunterkünften in Deutschland.

Aber auch der Bau von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (plus 26,7 Prozent), in Zweifamilienhäusern (plus 15,1 Prozent) und in Einfamilienhäusern (plus 7,6 Prozent) legte deutlich zu, weshalb Wohnungssuchende auf ein steigendes Angebot hoffen können. Bei dieser Erhebung des Statistischen Bundesamtes geht es jedoch lediglich um die Baugenehmigungen der Wohnungen und erfasst nicht deren Fertigstellung. Wann diese letztendlich also bewohnbar sind und die Wohnungsknappheit in Deutschland verbessern, ist eine andere Frage.

Experten der Landesbank Hessen-Thüringen in stellen hierzu in ihrem aktuellen Immobilienreport fest: "Seit Jahren nimmt die Wohnungsbauaktivität in Deutschland zu. Doch immer noch kommen viel zu wenig neue Wohnungen auf den Markt, um die wachsende Nachfrage zu befriedigen". Die Analysten schätzen den Bedarf der Wohnungen in Deutschland auf jährlich 350.000 bis 400.000 Wohneinheiten. Die wichtige 300.000er Marke soll nun im kommenden Jahr überschritten werden - zum ersten Mal seit dem Jahr 2001. "Die angespannte Situation am deutschen Wohnungsmarkt wird noch einige Zeit andauern", folgern die Experten.


Redaktion: Sharon Schießler