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Sanierung von Wohnhäusern: Chance zum Energiesparen

Mit energetischer Sanierung lassen sich enorme Einsparungen beim Energieverbrauch erzielen. Was das Energiesparen genau bringt, hängt nach einer Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) von mehreren Faktoren ab.

Sanierung zum Energiesparen: Effiziente Heizungssysteme reduzieren die Heizkosten.

Sanierung zum Energiesparen: Effiziente Heizungssysteme reduzieren die Heizkosten.

(München, 24.11.2016) Wenn Immobilieneigentümer ihre Wohnhäuser energetisch sanieren, erwarten sie, dass sich die Investitionskosten für die Sanierung zumindest teilweise durch Einsparungen beim Energieverbrauch amortisieren. Wie viel beim Energiesparen möglich ist, hat nun die Deutsche Energie-Agentur (dena) in einer aktuellen Studie ermittelt. Dabei wurde der Energieverbrauch von 121 neuen oder energetisch sanierten Wohnhäusern untersucht.

Im Schnitt lässt sich der Heizenergieverbrauch durch eine energetische Sanierung um rund 60 Prozent senken, so das Ergebnis der Studie. Während unsanierte Wohnhäuser im Schnitt etwa 150 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter und Jahr brauchen, begnügen sich sanierte Gebäude mit rund 50 bis 60 Kilowattstunden. Wie groß das Sparpotenzial ist, hängt nicht nur von den Sanierungsmaßnahmen ab, sondern auch von der Art der Heizung. So sind strombeheizte Wohnhäuser aus Sicht der dena besonders effizient und ermöglichen eine Reduzierung des Verbrauchs um bis zu 90 Prozent.

Mit baulichen Maßnahmen bei der Sanierung - wie beispielsweise der Fassaden- und Dachdämmung, dem Austausch alter Fenster und der Modernisierung der Heizungsanlage - ist es laut der dena-Studie möglich, den Verbrauchswert von Energieausweisklasse zwischen E und G auf Werte zwischen B und A+ zu verbessern. Allerdings hänge die tatsächliche Einsparung auch vom individuellen Nutzerverhalten ab, ergänzen die Autoren der Studie.

Voraussetzung für ein energiesparendes Verhalten als Bewohner ist, den eigenen Energieverbrauch verlässlich einschätzen zu können. Daran scheitern jedoch nach einer Umfrage des Heizungsherstellers Stiebel Eltron mehr als zwei Drittel der Bundesbürger. 68 Prozent der Befragten gingen fälschlicherweise davon aus, dass die meiste Energie für den Haushaltsstrom oder die Erwärmung des Brauchwassers verbraucht wird. Dabei sei die Heizung der größte Energieverbraucher, der zugleich auch großes Sparpotenzial mit sich bringe, meint Geschäftsführer Rudolf Sonnemann: "Im privaten Heizungskeller liegt der Schlüssel zum Erfolg, um die Klimaschutzziele in Deutschland zu erreichen."


Redaktion: Thomas Hammer