Zinskommentar Archiv
US-Konjunktur schwach - Zinsen profitieren
Die Eintrübung der amerikanischen Konjunktur wird immer deutlicher und hat in den vergangenen Tagen zu einem leichten Rückgang der Kapitalmarktzinsen geführt. Auch diese Woche haben schwache Zahlen zum Wirtschaftswachstum im 4. Quartal 2007 und höhere Arbeitslosenzahlen die Hoffnungen auf eine seichte Rezession in den USA enttäuscht. Andeutungen vom Chairman der US-Notenbank Ben Bernanke in Richtung weiterer Leitzinssenkungen haben daher den Anleihemarkt gestützt. Diese führten aber gleichzeitig zu einer weiteren Abschwächung des Dollars. Die Eurobewertung erreichte mit 1,52 US-Dollar einen neuen Höchstwert und macht natürlich der europäischen Exportwirtschaft das Leben immer schwerer. Ausschlaggebend für den starken Euro ist die derzeit positive Zinsdifferenz zum US-Dollar. Während in den USA in den nächsten sechs Monaten von Leitzinsen um die 2,00% ausgegangen werden kann, wird die Europäische Zentralbank (EZB) angesichts hoher Inflationsraten und einer noch verhältnismäßig guten Konjunkturlage bei ihrem Leitzinssatz von 4,00% verharren. Da der kräftige Euro aber in sich inflations- und wachstumsdämpfend wirkt, ist bis Mitte diesen Jahres auch in Euroland von einer ersten Leitzinssenkung um 0,25% auszugehen. Die langfristigen Kapitalmarktzinsen werden unserer Ansicht nach in den nächsten Wochen stärker schwanken, wobei vor allem die Inflationsentwicklung die Handlungen der Investoren am Anleihemarkt bestimmen wird.
| Zurück | Druckversion als PDF |
|
|
Zins-Radar Erhalten Sie Ihren individuellen Zinssatz täglich oder wöchentlich per E-Mail. [mehr...] |
|
Persönliches Angebot Individuelle Beratung und Top-Konditionen. [mehr...] |
|
Interhyp-Newsletter Bestens informiert über Baugeld und Zinsentwicklung. [mehr...] |




