ANSCHLUSSFINANZIERUNG IN DEUTSCHLAND

Mit der repräsentativen Studie "Anschlussfinanzierung in Deutschland" ist Interhyp gemeinsam mit Statista wichtigen Fragen zur Anschlussfinanzierung nachgegangen. Insgesamt haben wir 2.200 Bundesbürger aus repräsentativen Bevölkerungsgruppen sowie zum Vergleich dazu 1.100 Personen aus einem onlineaffinen Interhyp-Panel befragt. Viel Spaß beim Lesen und Anschauen!

 Beratung ist sehr wichtig

Beratung ist sehr wichtig

Die Anschlussfinanzierungsstudie gibt zum Beispiel über diese Fragen Auskunft: Was sind die Motive bei der Anschlussfinanzierung? Was ist den Eigenheimbesitzern besonders wichtig? Wie groß sind die Sparpotenziale beim Anschlusskredit – und wie werden sie genutzt? Und wie gut fühlen sich Darlehensnehmer informiert und beraten?

Wichtiges Ergebnis: Die Beratung beim Kreditinstitut oder Vermittler ist für 80 Prozent der befragten Eigenheimbesitzer die wichtigste Informationsquelle. 84 Prozent sagen, dass die Beratung bei einem so komplexen Thema wichtig war, für 53 Prozent sogar sehr wichtig.

Großes Sparpotenzial

Jeder zweite Befragte profitierte bei der Anschlussfinanzierung von "deutlich niedrigeren Zinsen" als bei der Erstfinanzierung. Bei dem Vergleichspanel von Eigenheimbesitzern, die ihren Anschlusskredit überwiegend in der derzeitigen Niedrigzinsphase abgeschlossen haben und am Anbietervergleich interessiert sind, waren es sogar fast 90 Prozent.

Zur Zusammensetzung der Panels: Im Interhyp-Panel wurden vorwiegend Personen einbezogen, die ihre Anschlussfinanzierung in der Niedrigzinsphase abgeschlossen hatten, in 80 Prozent aller Fälle vor maximal zwei Jahren. In der repräsentativen Gruppe war nur in 40 Prozent der Fälle die Anschlussfinanzierung aktuell oder vor maximal zwei Jahren abgeschlossen worden.

 Enormes Sparpotenzial
Viele wechseln nicht

Sparchancen oft ungenutzt:

Zwei Drittel wechseln nicht

Viele Deutsche scheuen den Wechsel ihres Kreditinstituts und nutzen die Sparchance, die in der Umschuldung steckt, nicht: Zwei Drittel der repräsentativ Befragten haben den Anbieter nicht gewechselt – zum Beispiel, weil sie sich Sorgen über damit verbundene Kosten machen. Dabei lohnt sich der Wechsel in vielen Fällen: Beim Vergleichspanel der Kunden, die zu 90 Prozent "deutlich sparen" konnten, hatten zwei Drittel den Anbieter gewechselt.

Wichtiges Sonderkündigungsrecht weitgehend unbekannt

Einen wichtigen Hebel zur Optimierung kennen viele gar nicht: Laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) steht Darlehensnehmern zehn Jahre nach Vollauszahlung des Kredits ein Sonderkündigungsrecht zu. 40 Prozent der Kreditnehmer mit Zinsbindungen von 15 Jahren und mehr wissen nicht, dass ihnen dieses Recht zusteht.

Deshalb: Checken Sie Ihren Vertrag! Wie lang ist Ihre Zinsbindung? Mehr als 10 Jahre? Dann können Sie von dem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

 Sonderkündigungsrecht als Sparchance
Aufwand wird oft unterschätzt

Aufwand beim Wechsel wird überschätzt

Während vor der Anschlussfinanzierung etwa 29 Prozent der Befragten den zeitlichen Aufwand für die Umschuldung eher hoch einschätzen, sagen dies im Rückblick nur etwa 13 Prozent. Hier geben 4 von 5 Teilnehmern an, dass die meiste Arbeit bei der Umschuldung von den Banken erledigt wurde. Die Befürchtung, dass der Wechsel der Bank für die Anschlussfinanzierung mit viel Arbeit einhergeht, bewahrheitet sich also nur für die wenigsten.

Gleiches gilt für den finanziellen Aufwand, der mit einem Wechsel der Bank einhergeht. Die Kosten für die Grundschuldabtretung betragen meist nur wenige Hundert Euro, sind also gering im Vergleich zum Sparpotenzial. Manchmal übernehmen die Banken die Kosten sogar.

Mit Forward-Darlehen frühzeitig Zinsen sichern

Beim Anschlusskredit gibt es auch die Möglichkeit, Zinsen über Forward-Darlehen frühzeitig für die Zukunft zu sichern. Das geht sogar bis zu 66 Monate im Voraus. Viele ergreifen diese Chance.

Aber die Auswertung zeigt: In der bevölkerungsrepräsentativen Gruppe sind es nur 41 Prozent der Befragten – im Vergleich zu 65 Prozent der Befragten im Interhyp-Panel. Viele Anschlussfinanzierer in Deutschland beschäftigen sich sechs bis zwölf Monate vor Ablauf der Zinsbindung zum ersten Mal mit dem Thema Anschlussfinanzierung (repräsentative Gruppe).

Mehr Infos zu Forward-Darlehen

 Forward-Darlehen als Sparchance
Schuldenfreiheit als zentrales Anliegen

Schuldenfreiheit als zentrales Anliegen

Darlehensnehmer in Deutschland finanzieren sicherheitsorientiert. Die Schuldenfreiheit ist ihnen ein zentrales Anliegen. Das zeigt auch die Auswertung: Die völlige Entschuldung am Ende der Anschlussfinanzierung ist für jeden Zweiten der Befragten in der repräsentativen Stichprobe das erklärte Ziel. Weitere 19 Prozent gehen davon aus, dass sie ihre Schuldenlast mit dem Anschlusskredit so weit verringert haben, dass sie nur wenige Jahre weiterzahlen müssen. Spätestens zu Rentenbeginn (17 Prozent) oder kurz danach (7 Prozent) wollen weitere Befragte schuldenfrei sein.

Das Ergebnis zeigt, dass die Anschlussfinanzierung als Weichenstellung in die Schuldenfreiheit gesehen wird. Über 90 Prozent der Anschlussfinanzierer streben die völlige Entschuldung zu Lebzeiten an.

Zeitpunkt, um die Weichen richtig zu stellen

Rund 8 Prozent der Umfrageteilnehmer haben die Anschlussfinanzierung zum Beispiel für Umbaumaßnahmen erhöht. Die meisten stellen die Weichen aber auf Schuldenfreiheit: 53 Prozent geben an, dass ihre Anschlussfinanzierung der Höhe der Restschuld entsprach und weitere 27 Prozent kamen sogar mit einem niedrigeren Darlehen aus, etwa weil sie Erspartes zur Tilgung nutzten.

Bemerkenswert ist: 15 Prozent der Befragten, die sich in der Erstfinanzierung befinden, gehen sogar davon aus, überhaupt keine Anschlussfinanzierung mehr zu benötigen – etwa weil sie gleich alles tilgen oder ein Volltilger-Darlehen abgeschlossen haben.

Die Weichen richtig stellen
Bessere finanzielle Ausgangsposition

Anschlussfinanzierer bekommen günstige Konditionen

Bei der Anschlussfinanzierung erhalten Darlehensnehmer oft besonders günstige Konditionen. Zum einen, weil sie sich als vertrauenswürdige Kunden erwiesen haben, die regelmäßig die Kreditraten bedienen. Zum anderen, weil sich ihre finanzielle Ausgangsposition im Vergleich zur Erstfinanzierung oft verbessert hat – was auf mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) aus der repräsentativen Bevölkerungsgruppe zutrifft. Hauptgründe für eine Verbesserung waren ein höheres Einkommen (77 Prozent), geringere finanzielle Belastungen (33 Prozent), mehr Eigenkapital (15 Prozent) und ein gestiegener Immobilienwert (10 Prozent).

Das verschafft Eigenheimbesitzern eine gute Verhandlungsposition, so dass sie in Ruhe Angebote vergleichen und die richtigen Entscheidungen für die weitere Finanzierung ihres Zuhauses treffen können.

Informieren Sie sich frühzeitig zur Anschlussfinanzierung!

Informieren Sie sich frühzeitig zur Anschlussfinanzierung. Unsere Beraterinnen und Berater informieren Sie gerne über all Ihre Möglichkeiten. So können Sie alle Sparchancen nutzen und die Weichen für Ihre Schuldenfreiheit stellen. Welche Sparchancen es gibt, erfahren Sie zum Beispiel in unserem Experteninterview mit Interhyp-Teamleiterin Melanie Lackner.

Experteninterview Sparen beim Anschlusskredit

Lesen Sie in unserer Studie genauer nach, was sich Eigenheimbesitzer in Deutschland für ihre Anschlussfinanzierung wünschen.

Die komplette Studie Anschlussfinanzierung in Deutschland

Sparchance Anschlussfinanzierung
Melanie Lackner, Teamleiterin Finanzierungsberatung bei Interhyp in München