Bundestag sichert Finanzierung des KfW-Zuschusses zur Barrierereduzierung

Das Eigenheim als sicherer Rückzugsort hat einen hohen Stellenwert in Corona-Zeiten. Viele Eigentümer investieren in die Zukunft und bauen ihre Wohnung altersgerecht um. Um der hohen Nachfrage nach Fördermitteln gerecht zu werden, hat der Bundestag zusätzlich 55 Millionen Euro für das KfW-Zuschussprogramm zur Barrierereduzierung bewilligt.

Zuletzt aktualisiert am 10.12.2020

Das Eigenheim als sicherer Rückzugsort hat einen hohen Stellenwert in Corona-Zeiten. Viele Eigentümer investieren in die Zukunft und bauen ihre Wohnung altersgerecht um. Um der hohen Nachfrage nach Fördermitteln gerecht zu werden, hat der Bundestag zusätzlich 55 Millionen Euro für das KfW-Zuschussprogramm zur Barrierereduzierung bewilligt.

Immobilienbesitzer können bis zu 6.250 Euro Förderung erhalten, wenn sie ihre Immobilie nach dem KfW-Standard "Altersgerechtes Haus" umbauen.

(München, 10. Dezember 2020) In der Corona-Pandemie hat sich die Bauwirtschaft bislang als wirtschaftlicher Stabilisator erwiesen - nicht zuletzt dank vieler Eigenheimbesitzer, die in den vergangenen Monaten ihr Haus renoviert und modernisiert haben. Entsprechend hoch ist damit auch die Nachfrage nach Fördermitteln der KfW, die nicht nur zinsverbilligte Kredite, sondern auch nicht rückzahlbare Zuschüsse vergibt.

Zum Zuschussprogramm zählt auch der Investitionszuschuss für Maßnahmen zum Barriereabbau in Wohnungen, dessen Finanzierungsbasis nun durch einen Bundestagsbeschluss weiter aufgestockt wurde. 55 Millionen Euro habe das Parlament nun zusätzlich für die Bezuschussung der Barrierereduzierung bewilligt, berichtet der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Sören Bartol. Mit staatlich geförderten altersgerechten Wohnungsumbauten ließen sich nicht nur teure Heimaufenthalte vermeiden oder zumindest aufschieben, erläutert Bartol: "Wir senken damit auch das Pandemierisiko älterer Menschen."

Bereits zum Jahresbeginn war die Förderung der Barrierereduzierung von zuvor 75 Millionen auf 100 Millionen Euro erhöht worden. Schon damals wies KfW-Vorstandsmitglied Ingrid Hengster auf den großen Bedarf an altersgerechtem Wohnraum hin: "Die hohe Nachfrage nach KfW-Zuschüssen für die Barrierereduzierung zeigt die große Relevanz dieser Förderung." Und Bau- und Innenminister Horst Seehofer ergänzte: "Niemand sollte umziehen müssen, nur weil seine Wohnung nicht altersgerecht gestaltet ist."

Das Förderprogramm 455-B der KfW gewährt einen Zuschuss für alle, die in ihrer Wohnung Barrieren reduzieren. Die Förderung ist unabhängig vom Alter des Eigentümers oder Bewohners und gilt auch für den Erwerb von umgebautem Wohnraum, sofern der Vorbesitzer noch keine Subventionen erhalten hat. Einzelmaßnahmen wie Treppenlifte, Rampen oder altersgerechte Umbauten von Badezimmer oder WC werden mit 10 Prozent bis zu einem Höchstbetrag von 5.000 Euro bezuschusst. Wer mit seinen Umbaumaßnahmen den KfW-Standard "Altersgerechtes Haus", erhöht sich die Förderung auf 12,5 Prozent und maximal 6.250 Euro.

Redaktion: Thomas Hammer

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