Wohnfläche: Eigentümer klar im Vorteil

Im Vergleich zu Mietern verfügen Eigentümer im Durchschnitt über deutlich mehr Wohnraum, wie eine aktuelle Studie zeigt. Gleichzeitig haben Bewohner kleinerer Städte mehr Platz zum Wohnen als Großstädter.

Zuletzt aktualisiert am 18.03.2021

Laut IW beträgt die durchschnittliche, mittlere Wohnungsgröße 100 Quadratmeter.
(München, 18. März 2021) "Eigentum lohnt sich": Auf diese Formel bringt das Institut der Deutschen Wirtschaft IW Köln das Ergebnis einer aktuellen Wohnraumstudie. Im Durchschnitt liegt die mittlere Wohnungsgröße laut IW bei 100 Quadratmetern. Doch während Eigentümer durchschnittlich 125 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung haben, sind es bei den Mietern nur 75 Quadratmeter.
Die Kölner Forscher haben zudem die Wohnflächen pro Kopf analysiert. Dabei haben sie errechnet, dass zehn Prozent der Bevölkerung auf 83 oder mehr Quadratmetern Wohnfläche leben, etwa 50 Prozent verfügen über 41 oder mehr Quadratmeter. Während die Einkommensgruppe eine eher geringe Rolle für die Wohnungsgröße spiele, seien die Unterschiede zwischen Migranten (ø 30 Quadratmeter Wohnfläche pro Kopf) und Menschen ohne Migrationshintergrund (ø 45 Quadratemeter) umso größer. Am meisten Platz haben der Untersuchung zufolge ältere Menschen. Rentner verfügen laut IW Köln im Schnitt über 60 Quadratmeter Wohnfläche.
Das Verbraucherportal Check24 stellt auf Basis abgeschlossener Hausratsversicherungen einen Zusammenhang zwischen Wohnort und Wohnungsgröße her. Die Wohnung sei umso größer, je weniger Einwohner der Wohnort habe. In den vier deutschen Millionenstädten betrage die durchschnittliche Wohnungsgröße 69,1 Quadratmeter. Deutlich mehr Fläche, durchschnittlich 95,8 Quadratmeter wiesen dagegen Wohnungen in Städten bis zu 100.000 Einwohnern auf. Analysiert nach Bundesländern lebten die Bewohner des Saarlands in den größten Wohnungen. Sie verfügten im Durchschnitt über 100,5 Quadratmeter zum Wohnen.
Redaktion: Joachim Hoffmann

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