Start / Ratgeber / Was muss ich wissen? / Zinsen / Zins-Charts

Wie entwickeln sich die Bauzinsen in der Baufinanzierung? Unsere Zins-Charts

Wenn Sie ein Immobiliendarlehen aufnehmen, machen die Zinsen einen großen Teil der Kosten aus. Schon minimale Unterschiede hinter dem Komma können über tausende von Euro oder einige Jahre Kreditlast entscheiden. Daher beobachten wir das aktuelle Zinsniveau und dessen Auswirkungen auf die Baufinanzierungen sehr genau. Sie erhalten von uns sämtliche Informationen. Wir zeigen Ihnen, was die Schwankungen bei den Zinsen für Ihr Baudarlehen bedeutet. Fragen Sie gerne eine Finanzierung bei uns an!

Britta Barlage
von Britta Barlage  in München, aktualisiert 02.02.2023
Artikel teilen:

Zinsentwicklung und Expertenmeinungen: Hier finden Sie wichtige Infos & aktuelle Bauzinsen

Zeitraum im Rückblick

Sollzinsbindung

Wie geht es weiter?

Das Wichtigste in Kürze

  • Aktuell: Immobilienkaufende müssen sich im Februar weiter auf schwankende Zinsen für Darlehen einstellen. Anfang Februar liegen die Zinsen für zehnjährige Darlehen im Schnitt bei 3,6 %.
  • Der Grund: Wie erwartet hat die amerikanische Notenbank (FED) am 1. Februar den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 4,5 bis 4,75 Prozent erhöht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hob die Leitzinsen erwartungsgemäß um weitere 0,5 Prozentpunkte an auf nunmehr 3 Prozent. Zudem bekräftigten insbesondere die europäischen Währungshüter, ihren restriktiven Kurs im laufenden Jahr nach aktuellen Erkenntnissen beizubehalten. Auch weitere Zinserhöhungen im März und im Sommer werden erwartet.
  • Unsere Empfehlung: Kaufinteressierte sollten sich in 2023 nicht allein vom Zinsniveau bei den Darlehen abschrecken lassen. Der Immobilienmarkt wird eine neue Balance finden und somit neue Chancen bieten.

Zinsbericht Februar 2023

Wie haben sich die Zinsen im vergangenen Monat entwickelt? Welche weiteren Entwicklungen erwarten Expertinnen und Experten? Was sollten Immobilieninteressierte beachte? Antworten darauf erhalten Sie im Interhyp-Zinsbericht.

Youtube Video zulassen

Um das Video zu sehen, sind Personalisierungs-Cookies nötig. Diese können Sie auch hier aktivieren.

Früher und heute: Unsere Zins-Charts zeigen Immobilienzinsen im Vergleich

Die Zinsen für Baufinanzierungen waren in den vergangenen 40 Jahren nie so niedrig wie in den letzten Jahren. Seit Beginn des Jahres 2023 befinden sich die Zinsen in einem volatilen Marktumfeld, weswegen die Konditionen für Immobiliendarlehen derzeit schwanken.
Auch wenn letztlich niemand sagen kann, wie sich die Zinsen genau entwickeln, empfehlen wir: Sollten Sie den Bau oder Kauf einer Immobilie planen, warten Sie nicht zu lange und nutzen Sie jetzt die günstigen Immobilienzinsen für sich. Natürlich sollten Sie dennoch die Finanzierung gut überlegen und sich beraten lassen.

Jetzt Top-Konditionen sichern!

Für Ihre Baufinanzierung lohnt sich der Zinsvergleich. Denn mit Interhyp nutzen Sie den idealen Zeitpunkt für Ihre Finanzierung. Und Ihre Beraterin oder Ihr Berater bietet Ihnen die passende Lösung aus den Angeboten von über 500 Darlehensgebern.

Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

Immobilienkaufende müssen sich auch im Februar auf schwankende Zinsen für Immobiliendarlehen einstellen – die in der Tendenz im Jahresverlauf noch weiter steigen könnten. So erwartet die Mehrheit der monatlich von Interhyp befragten Expertinnen und Experten kurzfrsitig steigende Konditionen. Die Hälfte hält dies sogar auf Jahressicht möglich, während die andere Hälfte ein gleichbleibendes Zinsniveau sieht.
Zinstrend Januar 2023

*Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben wir Expertinnen und Experten der Allianz, Commerzbank, Deutschen Bank, DKB Deutsche Kreditbank, ING Deutschland, Münchener Hyp, PSD Bank RheinNeckarSaar, PSD Bank Rhein-Ruhr, Santander und Sparkasse Hannover befragt. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "gleichbleibend", "fallend" oder "steigend" angegeben haben.
Das Bauzins-Trendbarometer gibt Ihnen eine Prognose, wie sich die Zinsen für Baudarlehen entwickeln. Sie erhalten einen ersten Eindruck über die Lage am Markt und entscheiden dadurch vielleicht sogar, wann der richtige Zeitpunkt für Sie gekommen ist.

Interhyp-Zinsbericht

Interhyp gibt im monatlichen Zinsbericht eine Einschätzung zu den Immobilienzinsen aktuell und eine Prognose zur kommenden Zinsentwicklung. Interhyp befragt zudem ein Expertenpanel von zehn namhaften deutschen Kreditinstituten zur Einschätzung der Hypothekenzinsen: Wie werden sich die zehnjährigen Baugeldzinsen kurz- sowie mittel- und langfristig entwickeln? Mit diesen Informationen lassen sich die Zinsen für Baudarlehen im Vergleich deutlich leichter beurteilen. So können Sie sich für Ihr Baudarlehen Konditionen sichern, die für Sie besonders günstig sind - oder auf Basis unserer Prognose auf bessere Konditionen warten. Das Ergebnis der aktuellsten Befragung finden Sie immer auch hier auf unserer Seite. Erfahren Sie mehr zu den Zinsen für Immobilienkredite - und zu den Auswirkungen auf die Hausfinanzierung.

Zinsbericht und Interhyp-Bauzins-Trendbarometer Februar 2023:

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Die EZB hält an ihrem Kurs fest und führt die Geldpolitik konsequent aus der Welt der Niedrigzinsen. Für angehende Immobilienkäuferinnen und -käufer bedeutet das eine Welt von stark gestiegenen Bauzinsen – gleichzeitig aber auch einen Immobilienmarkt, der eine neue Balance findet und somit neue Chancen bietet."
Anfang Februar liegen die Zinsen für zehnjährige Darlehen im Schnitt bei 3,6 %. Mit einer Monatsrate von 1.000 Euro lässt sich damit ein Kredit über rund 214.000 Euro aufnehmen. Das Tempo bei den Zinsschritten und die deutliche Straffung der Geldpolitik hatten im vergangenen Jahr zu einem beispiellosen Zinsanstieg bei Immobiliendarlehen von rund einem Prozent im Januar 2022 auf über vier Prozent im Jahresverlauf geführt. Im Januar 2023 haben die Konditionen von rund 3,9 Prozent auf aktuell 3,6 Prozent etwas nachgegeben.

Wie erhalten Sie Top-Zinsen?

Wenn Sie Geld anlegen, werden die Konditionen klar angezeigt, beim Tagesgeld oder Festgeld. Ebenso wenn Sie ein Girokonto anlegen. Oft finden Sie leicht Banken, die Ihnen gute Zinsen anbieten. Wenn Sie eine Immobilie finanzieren, ist das anders. Denn viele Faktoren beeinflussen den Zinssatz. Das ist zum einen der aktuelle Marktzins, aber es fließen auch weitere Punkte in die Berechnung ein:
  • Beruf
    Banken mögen es, wenn Darlehensnehmer beruflich gut abgesichert sind, da sie dann ein geringeres Risiko bei der Rückzahlung darstellen. Daher erhalten Beamte und Beamtinnen oft Top-Zinsen. Selbstständige oder Rentner und Rentnerinnen müssen hingegen mit einem höheren Zinssatz rechnen
  • Bonität
    Wie sicher kann jemand sein Darlehen zurückzahlen? Banken prüfen Ihre Einkommenssituation genau. Mit Ihrer Einwilligung holt die Bank auch eine SCHUFA-Auskunft ein, um Ihr Zahlungsverhalten einzuschätzen. Je besser Ihre Bonität eingeschätzt wird, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen.
  • Wohnort
    Viele Banken arbeiten regional begrenzt. Deshalb müssen Sie die Postleitzahl angeben. Zusätzlich prüfen die Banken, wie es um Angebot und Nachfrage in der jeweiligen Region steht. Sie kennen das: Manche Regionen und Lagen sind beliebter als andere. Je gefragter eine Immobilie ist, desto schneller findet sie einen Käufer / eine Käuferin. Und desto besser sind die Zinsen. Schließlich sinkt bei gefragten Immobilien das Risiko für die Banken, dass sie ihr Geld nicht zurückerhalten.
  • Höhe des Darlehens
    Viele Banken vergeben Top-Zinsen nur für bestimmte Mindest- oder Höchstsummen. In diesem Korridor sind Top-Zinsen zu erwarten, für niedrigere oder höhere Darlehenssummen steigt der Zinssatz.
  • Eigenkapital
    Als Faustregel gilt: Je weniger Sie das Darlehen benötigen, desto eher erhalten Sie Top-Zinsen. Denn umso mehr Geld Sie haben, desto geringer ist das Risiko der Bank. Daher hält viel Eigenkapital den Zinssatz niedrig.
  • Sollzinsbindung
    Keine Bank kann voraussehen, wie sich die Zinsen in Zukunft entwickeln. Eine lange Laufzeit der Zinsbindung kostet daher einen Zinsaufschlag. Derzeit sind die Zinsen niedrig. Daher empfiehlt es sich trotz Aufschlag: Sichern Sie sich die günstigen Konditionen für möglichst viele Jahre.
  • Tilgungshöhe
    Wenn Sie bereits am Anfang viel zurückzahlen, zahlen Sie das Darlehen insgesamt schneller zurück. Das verringert das Risiko der Bank und wird mit Top-Zinsen belohnt. Entscheiden Sie sich für ein Volltilger-Darlehen? Dann erhalten Sie meist einen Abschlag auf den Zinssatz. Auch auf diesem Weg können Sie sich Top-Zinsen sichern. Bitte vergleichen Sie die verschiedenen Darlehensarten sehr sorgfältig.
  • Sondervereinbarungen
    Um Ihre Immobilie bestmöglich zu finanzieren, können einige zusätzliche Vereinbarungen helfen, etwa:
    - eine möglichst lange Phase ohne Bereitstellungszinsen
    - kostenlose Sondertilgungen
    - die Möglichkeit, die Tilgungshöhe anzupassen.
    Nicht jeder Darlehensgeber bietet diese Möglichkeiten, und auch die Konditionen können stark schwanken. Nur wenn Sie wirklich viele Angebote vergleichen, erhalten Sie ein individuell zugeschnittenes Darlehen mit Top-Zinsen
  • Marge der Bank
    Jede Bank erhebt einen Aufschlag auf den Marktzinssatz. Damit decken sie ihre Kosten und erwirtschaften ihren Gewinn. Auch daher gilt es, möglichst viele Angebote von Banken zu vergleichen.
In der Regel berücksichtigt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für ein Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich.
Ihr Nachbar / Ihre Nachbarin erhält Top-Zinsen von Bank A? Dann muss das für Sie nicht gelten und vielleicht bietet für Sie Bank B den besseren Zinssatz. Daher ist der Vergleich so wichtig.
Bei uns erhalten Sie ihn ganz unverbindlich. Die Expertinnen und Experten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie handeln in Ihrem Interesse. Gemeinsam vergleichen Sie Angebote von über 500 Anbietern. So finden Sie bestimmt Ihren persönlichen Top-Zins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt - und Ihnen den Traum vom eigenen Haus erfüllt.
Generell nutzt jede Bank diese Faktoren, um den Zinssatz für das Angebot zu bestimmen. Doch nicht jede Bank bewertet Ihre individuelle Situation gleich. Wenn Ihr Nachbar Top-Zinsen von Bank A erhält, kann für Sie Bank B den besseren Zinssatz im Angebot haben. Nutzen Sie deshalb unbedingt die Möglichkeit zu einem kostenlosen und unverbindlichen Vergleich. So finden Sie die Bank, die Ihnen für Ihren Traum vom Haus die besten Hypothekenzinsen anbietet. Die Baufinanzierungsexperten von Interhyp sind an keine Bank und kein bestimmtes Produkt gebunden. Sie nehmen gemeinsam mit Ihnen einen Vergleich der Angebote von mehr als 500 Anbietern zur Baufinanzierung vor. So finden Sie immer Ihren persönlichen Top-Zins und eine Immobilienfinanzierung, die zu Ihnen und Ihren Wünschen passt.
Wichtig: Auch wenn die Hypothekenzinsen beziehungsweise Bauzinsen aktuell volatil sind. Schließen Sie nichts voreilig ab. Immobiliendarlehen vielmehr wohlüberlegt. Und dazu gehört ein sorgfältiger Vergleich der Banken. Nutzen Sie den Zinsbericht von Interhyp, um auf dem Laufenden zu bleiben. Gut beraten sind Sie nur mit objektiven Expertinnen und Experten, die Sie über mögliche Darlehensvarianten aufklären und mit allen wichtigen Informationen versorgen.

Kurz und knapp: Das sagen die Fachleute

Kurzfristig erwartet die Mehrheit der monatlich von Interhyp befragten Expertinnen und Experten steigende Konditionen, auf Jahressicht immerhin noch die Hälfte, während die andere Hälfte ein gleichbleibendes Zinsniveau für wahrscheinlich hält.

Allianz

"Jüngste Äußerung aus dem Kreise des EZB-Rats machen deutlich, dass die EZB ihren restriktiven Kurs zumindest im ersten Halbjahr 2023 fortsetzen möchte, wenn auch etwas langsamer als im zweiten Halbjahr 2022. Daher könnte das Zinsniveau zumindest in der ersten Jahreshälfte noch einmal ansteigen. Entscheidend werden weiterhin die Inflationsdaten verbunden mit der konjunkturellen Entwicklung sein."

Commerzbank

"Die Staatsanleiherenditen dürften kurzfristig noch ansteigen. Dabei könnte sich die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen wieder auf über 2,5% erhöhen und den Höhepunkt vom Jahresende 2022 (2,57%) testen. Wir erwarten den Leitzinsgipfel der US-Notenbank im ersten Quartal bei 5,25%. Für die EZB rechnen wir damit erst im zweiten Quartal bei 3,25%. Im Vorfeld der Leitzinsgipfel könnten die Renditen jedoch wieder zurückgehen."

Deutsche Bank

"Kurzfristig erwarten wir, dass sich der Einfluss der rückläufigen Inflationsraten und der robusten Wirtschaft in etwa die Waage halten. Die Zinsen könnten deshalb vorerst auf dem aktuellen Niveau verweilen. Aufgrund von Zweitrundeneffekten dürfte die Kerninflation aber länger deutlich über dem 2%-Ziel der EZB liegen. Der Leitzins dürfte daher auf mindestens 3% angehoben und dort belassen werden, was die Kreditzinsen ebenfalls antreiben sollte."

DKB Deutsche Kreditbank

"Auch zu Beginn des Jahres bleibt die Volatilität an den Anleihenmärkten sehr hoch. Es wird erwartet, dass die EZB bei ihrer nächsten Sitzung, zum einen erneut die Zinsen um 0,50% erhöhen wird und zum anderen dem Markt einen Einblick in die weitere Zinsentwicklung geben wird. Die weiter rückläufigen EZB Anleihenkäufe werden allerdings einem möglichen Zinsrückgang nach dem Ende der Zinserhöhungen entgegenwirken."

ING Deutschland

"Auch wenn das Schlimmste bei Inflation, Zinsen und Konjunktureinbruch wahrscheinlich hinter uns liegt, gibt es keinen Grund für Entwarnung. Die EZB ist noch lange nicht fertig mit ihren Zinserhöhungen und scheint bereit zu sein, die Zinsen länger hoch zu lassen als der Markt das aktuell erwartet. Daher sollte es bei den Zinsen neben starken Schwankungen einen leichten Druck nach oben geben."

Münchener Hyp

"Trotz der Entlastung bei den Gaspreisen sollte die Inflationsrate für Januar nochmal erhöht ausfallen. Der Wegfall der Entlastungsmaßnahmen der Regierung und höhere Strom- und Fernwärmepreise dürften die Inflation nochmal ansteigen lassen. Die EZB wird vorerst restriktiv bleiben und im Februar und März die Leitzinsen um je 50 BP anheben. Im 2. Halbjahr sollten deutlich niedrigere Inflationsraten das Zinsniveau etwas drücken und 10-jährige Baukredite etwas günstiger werden."

PSD Bank RheinNeckarSaar

"Möglicherweise sind die Notenbanken gezwungen früher als ursprünglich geplant, die Zinserhöhungsschritte einzustellen oder sogar gegen Ende des Jahres 2023 wieder zu senken. Der erste Inflationsschub sollte ebenso eine Pause machen und weitere Rückgänge verzeichnen. Somit könnten die Langfristzinsen weiter etwas nachgeben, auch weil die Konjunktur sich eher schwach entwickelt. Die Realzinsen bleiben aber tief negativ."

Santander

"Die Europäische Zentralbank hat ihre langfristigen Inflationsprojektionen kürzlich erneut nach oben angepasst. EZB-Chefin Christine Lagarde bekräftigt damit ihren Kurs weiter entschlossen gegen die noch immer zu hohe Inflation anzukämpfen, die trotz leichtem Rückgang noch weit von der Zwei-Prozent-Zielmarke entfernt ist. Es werden sukzessive mehr Zinsschritte am Markt eingepreist, was im Umkehrschluss auch die Baufinanzierungszinsen tendenziell nach oben springen lassen dürften."

Sparkasse Hannover

"Angesichts der weiterhin hohen Preisdynamik wird die EZB Ihren geldpolitischen Straffungskurs fortsetzen. Wir gehen davon aus, dass der Einlagensatz im ersten Halbjahr auf bis zu 3,5% angehoben wird, so dass die Kreditzinsen zunächst hoch bleiben oder noch etwas steigen. Die Inflation wird insbesondere aufgrund der rückläufigen Energie- und Rohstoffpreise im weiteren Jahresverlauf deutlich zurückgehen und angesichts einer schwächelnden Konjunktur Spekulationen auf perspektivische Zinssenkungen anheizen. Dies spricht dafür, dass die Kreditzinsen Ihren Höhepunkt erreicht bzw. sogar schon überschritten haben."

Zins- und Marktumfeld

Wie erwartet hat die amerikanische Notenbank Fed am 1. Februar den Leitzins einen kleinen Schritt um 0,25 Prozentpunkte auf 4,5 bis 4,75 % erhöht. Die Europäische Zentralbank EZB hob die Leitzinsen erwartungsgemäß um weitere 0,5 Prozentpunkte an auf nunmehr 3 %. Zudem bekräftigten insbesondere die europäischen Währungshüter, ihren restriktiven Kurs im laufenden Jahr nach aktuellen Erkenntnissen beizubehalten. Auch weitere Zinserhöhungen im März und im Sommer werden erwartet.
Das Tempo bei den Zinsschritten und die deutliche Straffung der Geldpolitik hatten im vergangenen Jahr zu einem beispiellosen Zinsanstieg bei Immobiliendarlehen von rund einem Prozent im Januar 2022 auf über vier Prozent im Jahresverlauf geführt. Im Januar 2023 haben die Konditionen von rund 3,9 Prozent auf aktuell 3,6 Prozent etwas nachgegeben.
„Optimistische Anleger könnten angesichts deutlich gestiegener Aktienkurse seit Jahresbeginn und weltweit nachlassender Inflationszahlen hoffen, dass die Zinsen bald wieder sinken“, sagt Mirjam Mohr. „Doch selbst wenn die Inflation ihren Höhepunkt überschritten haben mag: Es wird dauern, bis sich die Preise nach EZB-Vorstellungen wieder stabilisiert haben. Wir sehen unsere Prognose vom Zinskorridor zwischen 3 und 4 Prozent für Bauzinsen aktuell bestätigt.“ So ist die nachlassende Teuerung zuletzt vor allem auf die gesunkenen Energiepreise zurückzuführen. Gleichzeitig sorgen ökologische Nachhaltigkeitsvorgaben und eine zunehmend angestrebte Unabhängigkeit bei Lieferketten zu teureren Produktionsverlagerungen.
Die Konjunktur verkraftet die gestraffte Geldpolitik trotz geopolitischer Herausforderungen und der Energiekrise bisher besser als erwartet. So hat sich das Wirtschaftsklima zuletzt zwar eingetrübt, eine harte Landung jedoch ist bisher ausgeblieben. Den neusten Daten nach können die Eurozone und Deutschland eine Rezession abwenden.
Die Arbeitslosigkeit verharrt auf einem Rekordtief. Die Wirtschaft profitierte in den letzten Wochen sowohl durch den bisher milden Winter als auch durch das staatlich verordnete Ende des Corona-Lockdowns in China, das zwar zu einer Explosion der Covid-Zahlen und vielen Kranken und Toten geführt hat, gleichzeitig jedoch Impulse für die globale Wirtschaft sendete. Nachdem die Notenbanken in der jüngsten Vergangenheit mehrfach betont hatten, dass die Preisstabilität stärker wiegt als die Konjunktur, sollten die neusten Wirtschaftsdaten diesen Kurs vorerst bekräftigen.

Interhyp-Expertenrat

Für Immobilienkaufende hat die Medaille zwei Seiten. Einerseits haben die höheren Zinsen laut Interhyp die monatlichen Raten und damit die Finanzierungskosten verteuert. Andererseits können Verkäufer und Verkäuferinnen vielerorts die in den vergangenen Jahren immer ambitionierteren Kaufpreiserwartungen nicht mehr durchsetzen, weil Kaufende genauer auf den Kaufpreis und neuerdings zusätzlich auf den energetischen Zustand der Objekte blicken. Das gilt sowohl für Eigennutzer als auch für Kapitalanleger. Da aus Sicht eines Kapitalanlegers vielerorts keine exorbitanten Mieterhöhungen durchsetzbar sind und Eigennutzer weniger Fremdkapital erhalten, müssen Verkäufer die Kaufpreise nach unten anpassen. Wir raten Kaufwilligen, die neue Situation bei Kaufpreisverhandlungen zu nutzen. Zudem sollten sich Interessenten informieren, welche Kreditsumme sie aktuell stemmen können.

Darlehenszinsen im Allgemeinen - das sollten Sie wissen

Die Darlehenszinsen sind ein aktuell großes Thema. Denn noch immer sind die Kreditzinsen auf einem äußerst geringen Niveau. Dies gilt keinesfalls nur für die Bauzinsen. Sie erhalten beispielsweise auch Ratenkredite zu aktuell sehr niedrigen Zinssätzen. Bevor Sie einen Kredit aufnehmen, sollten Sie jedoch einiges über Darlehenszinsen wissen.

Wonach richtet sich die Höhe der Darlehenszinsen?

Die Höhe der Darlehenszinsen wird von mehreren Faktoren maßgeblich beeinflusst. Dazu zählen sowohl innere als auch äußere Faktoren, insbesondere:
  • Leitzinsen bzw. allgemeines Zinsniveau am Markt
  • Darlehensart
  • Bonität des Kunden / der Kundin
  • Darlehenssumme und Laufzeit
  • Sicherheiten
Für Sie interessant: Die Darlehenszinsen hängen auch von der Kreditart ab. So zahlen Sie beispielsweise für einen Dispositionskredit auch 2021 noch Zinssätze von teilweise 10, 11 oder sogar 12 %. Einen Ratenkredit erhalten Sie hingegen im günstigsten Fall sogar zu einem Zins von unter 2 %. Noch günstiger sind derzeit Immobilienkredite. Denn sie werden mittlerweile schon zu vorteilhaften Zinssätzen vergeben.

Wie werden die Darlehenszinsen berechnet?

Sie berechnen Darlehenszinsen relativ einfach. Sie benötigen dazu lediglich die gewünschte Kreditsumme, die Laufzeit des Darlehens sowie den Zinssatz, den die Bank veranschlagt. Auf dieser Grundlage können Sie den zu zahlenden Darlehenszins berechnen, ebenso wie die monatliche Kreditrate.
Bei einem Immobilienkredit kommt als Besonderheit hinzu: Die Höhe der zu zahlenden Darlehenszinsen nimmt im Laufe der Jahre ab. Dies geschieht durch die Tilgungsverrechnung, die meist monatlich stattfindet.
Sie bewirkt nämlich, dass Ihre Restschuld um die bereits geleistete Tilgung reduziert wird. Denn die Darlehenszinsen werden bei einem Hypothekenkredit ausschließlich auf Grundlage der aktuellen Restschuld ermittelt. Somit wird die Zinssumme im Laufe der Zeit immer geringer. Auf der anderen Seite erhöht sich die Tilgung, wenn Sie sich für ein Annuitätendarlehen entschieden haben. Dort bleibt die monatliche Kreditrate nämlich immer gleich, sodass sich nur das Verhältnis von Tilgung und Zinsen verschiebt. Mit dem Finanzierungsrechner von Interhyp können Sie berechnen, wie wie sich Zinssatz und Tilgungshöhe auf Ihre Immobilienfinanzierung auswirken
Möchten Sie Ihren persönlichen Top-Zins stets im Auge behalten? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Zins-Radar.

Diesen Artikel empfehlen wir zum Weiterlesen