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BAUGELD-NEWS ERSTFINANZIERUNG VOM 15. JANUAR 2021

Ihre aktuellen Informationen zur Immobilienfinanzierung

  • Baukindergeld: Der Countdown läuft
  • Höhere Wohnungsbauprämie für mehr Menschen
  • Weniger Nebenkosten dank halbierter Maklercourtage

BAUKINDERGELD: DER COUNTDOWN LÄUFT

Bau- und Kaufinteressenten müssen sich beeilen: Die Frist zur Einreichung von Immobilienunterlagen endet zum 31. März 2021.

Als Folge der Corona-Krise kamen viele Familien mit ihrem Immobilienvorhaben in Verzug. Somit liefen sie Gefahr, das beliebte Fördermittel Baukindergeld nicht mehr beantragen zu können. Das Bundesinnenministerium beschloss deshalb, den Familien entgegenzukommen: Die Frist zur Einreichung der Baugenehmigung, des Kaufvertrags oder der Anzeige des Baubeginns – Voraussetzung für die spätere Beantragung von Baukindergeld – wurde um drei Monate bis zum 31. März 2021 verlängert.

Die Antragsfrist für die eigentliche Förderung endet unverändert am 31. Dezember 2023. Um die Förderung zu erhalten, muss der Einzug ins neue Zuhause durch die Meldebescheinigung spätestens sechs Monate nach dem Einzug nachgewiesen werden. Der Antrag wird über das Zuschussportal der KfW-Bank (Programm Nr. 424) gestellt.

Mit dem Baukindergeld erhalten Familien mit Kindern und Alleinerziehende einen staatlichen Zuschuss. Pro Kind gibt es binnen zehn Jahren 12.000 Euro, ausgezahlt in jährlichen Raten zu je 1.200 Euro. Die Einkommensgrenzen liegen mit einem Kind bei 90.000 Euro. Für jedes weitere Kind erhöht sich dieser Betrag um 15.000 Euro. Gemeint ist das zu versteuernde Einkommen, das Bruttoeinkommen kann unter Umständen deutlich höher liegen! Laut Bundesinnenministerium profitieren vor allem junge Familien mit kleineren und mittleren Einkommen vom Baukindergeld.

Hinweis: Ab dem 22.01.2021 gelten neue Produktbedingungen. Deshalb bittet die KfW Interessenten, erst ab diesem Datum neue Anträge zu stellen. So können die Anträge reibungslos bearbeitet werden.

Tipp: Wer eine Finanzierung der eigenen Immobilie plant, sollte dies unabhängig vom Baukindergeld angehen. Lassen Sie sich von einem Finanzierungsexperten von Interhyp zu Ihrem Vorhaben beraten.

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HÖHERE WOHNUNGSBAUPRÄMIE FÜR MEHR MENSCHEN

Um Menschen beim Sparen fürs Wohneigentum besser zu helfen, hat der Gesetzgeber die Wohnungsbauprämie reformiert und die Fördersumme erhöht.

Das große Problem für viele Immobilieninteressenten: Das Eigenkapital reicht manchmal nicht für den Erwerb der Traumwohnung. Deshalb hilft der Staat jetzt noch mehr beim Sparen: Seit 1. Januar 2021 haben mehr Menschen Anspruch auf die Wohnungsbauprämie. Denn die zuvor gültigen Einkommensgrenzen wurden deutlich angehoben. Damit nicht genug: Auch die Förderung selbst wurde erhöht.

Im Einzelnen: Alleinstehende dürfen jetzt bis zu 35.000 Euro (bislang 25.600 Euro) verdienen, um die Wohnungsbauprämie zu erhalten, Verheiratete bis zu 70.000 Euro (bislang 51.200 Euro). Bitte beachten: Es handelt sich um das zu versteuernde Einkommen, sodass das Bruttoeinkommen eventuell wesentlich höher liegen kann. Zudem ist auch die Prämie selbst gestiegen. Wer bauspart, erhält ab 2021 10 Prozent Prämie auf jährliche Sparleistungen. Bisher waren es 8,8 Prozent. Für Alleinstehende beträgt die Höchstprämie künftig 70 Euro bei maximal geförderter Sparsumme von 700 Euro, für Ehepaare 140 Euro bei 1.400 Euro Sparsumme im Jahr. Das ist deutlich mehr als die bisherigen Maximalprämien von 45,06 und 90,11 Euro.

Übrigens: Nicht nur Bausparverträge, auch allgemeine Sparverträge mit Banken sind förderfähig. Außerdem der Kauf von Anteilen an Bau- oder Wohnungsgenossenschaften. Entscheidend ist, dass das gesparte Kapital samt Prämien tatsächlich für den Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums verwendet wird. Wer sich von dem Ersparten später etwa ein Auto kauft, muss die Prämien zurückzahlen.

Tipp: Der Antrag auf Wohnungsbauprämie muss jährlich ausgefüllt werden. Machen Sie sich einen Vermerk in den Kalender.

NEBENKOSTEN SPAREN DANK HALBIERTER MAKLERCOURTAGE

Seit dem 23. Dezember 2020 gilt das Gesetz zur Teilung der Maklerprovision. Immobilienkäufer können dadurch tausende Euro sparen.

Neben der Grunderwerbsteuer zählte auch die Maklercourtage bislang zu den Preistreibern am Immobilienmarkt. Denn in vielen Gegenden war es üblich, dass der Käufer die volle Provision für den Vermittler bezahlen musste. Damit ist nun Schluss. Nach dem neuen "Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser", so der offizielle Titel, müssen Verkäufer jetzt mindestens die Hälfte der Maklerprovision zahlen, wenn sie den Makler beauftragen.

Wie viel Geld Immobilienkäufer dadurch sparen, zeigt ein Beispiel: Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro und einer Maklerprovision von 7,14 Prozent waren das 21.420 Euro. Durch die neue hälftige Aufteilung der Courtage spart der Käufer also 10.710 Euro.

Tipp: Sprechen Sie mit einem Interhyp-Berater über die zu erwartenden Nebenkosten bei Ihrem Immobilienvorhaben. So ist gewährleistet, dass Ihre Finanzierung auf einem sicheren Fundament steht.

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Redaktion: Joachim Hoffmann

Interhyp AG, 15.01.2021

Bester Baufinanzierer (Euro 8/2020)

Interhyp wurde bereits zum fünfzehnten Mal in Folge vom Wirtschaftsmagazin Euro als "Bester Baufinanzierer" ausgezeichnet.