Newsletter

BAUGELD-NEWS ERSTFINANZIERUNG VOM 22. MAI 2020

Ihre Erstfinanzierung

Ihre aktuellen Informationen zur Immobilienfinanzierung

  • So wird Ihre Baufinanzierung Corona-sicher
  • Interhyp Wohntraumstudie: Unterschiede zwischen Männern und Frauen
  • Umfrage: Preisrückgang bei Immobilien würde Kauflust steigern

SO WIRD IHRE BAUFINANZIERUNG CORONA-SICHER

Immobilieninteressenten sorgen sich derzeit vermutlich darum, wie sich die aktuelle Situation auf die Baufinanzierung auswirkt. Mit unseren Interhyp-Tipps gelingt Ihre Finanzierung auch in Corona-Zeiten.

Wer dabei ist, sich den Traum der eigenen vier Wänden zu verwirklichen, sollte auch jetzt nicht davon ablassen. "Der Abschluss eines Immobilienkredits ist nach wie vor möglich, Berater und Kreditinstitute haben auf digitale Prozesse und telefonische Beratung umgestellt und Kunden sind weiterhin an Finanzierungen interessiert", erklärt Mirjam Mohr, Vorständin für das Privatkundengeschäft bei Interhyp. Die Banken zeigen sich den Kunden gegenüber flexibel und passten ihre Angebote an die aktuelle Situation an. Auf folgende Punkte sollten Verbraucher dennoch achten:

1. Eigenkapital

Banken bieten oftmals günstigere Konditionen an, wenn mehr Eigenkapital vorhanden ist. Vereinzelt achten Kreditinstitute jetzt stärker darauf, wie viel Eigenkapital Kunden einbringen. "Derzeit sehen wir bei einzelnen Banken, dass höhere Zinsaufschläge als vor der Krise bei wenig Eigenkapital verlangt werden oder dass dort eine Finanzierung ohne oder mit sehr wenig Eigenkapital nicht mehr möglich ist", sagt Mirjam Mohr. Die Expertin rät Immobilienkäufern, zusätzlich zu den Kaufnebenkosten möglichst 20 Prozent des Kaufpreises mit Eigenmitteln zu bestreiten. Dann sind viele Banken bereit, eine Finanzierung zu den aktuell günstigen Konditionen anzubieten. Bei Bestanbietern liegen sie derzeit bei unter einem Prozent für zehnjährige Darlehen.

2. Bereitstellungszinsen

Der Bau zählt zwar zu den Branchen, die bislang gut durch die Corona-Pandemie gekommen sind. Dennoch kann es bei Bauvorhaben aktuell zu Verzögerungen kommen. Bei späterer Fertigstellung können Bauherren ihr Darlehen erst entsprechend später in Anspruch nehmen, da es an den Baufortschritt gebunden ist. Das Problem: Ab einem gewissen Zeitpunkt fallen für die Bereitstellung der noch nicht abgerufenen Darlehensteile Kosten an - sogenannte Bereitstellungszinsen. Interhyp rät Kreditnehmern bei der Kreditauswahl daher, auf die bereitstellungszinsfreie Zeit und die Höhe der Bereitstellungszinsen zu achten. "Es gibt Banken mit langen bereitstellungszinsfreien Zeiten von 12, teilweise sogar von 24 Monaten. Zudem variiert die Höhe der Bereitstellungszinsen, die nach dem Ablauf dieser Zeit zu zahlen sind", erläutert Expertin Mirjam Mohr. Die Bereitstellungszinsen liegen aktuell bei rund 0,15 bis 0,25 Prozent pro Monat. Bei einigen Kreditinstituten ist es auch möglich, die bereitstellungszinsfreie Zeit gegen einen kleinen Zinsaufschlag zu verlängern.

3. Tilgungssatzwechsel einplanen

Durch Kurzarbeit oder wegfallende Boni kann es für Kreditnehmer aktuell und künftig schwerer werden, die Kreditrate wie vereinbart zu stemmen. "Wir raten bei Kreditabschluss, Optionen zum Tilgungssatzwechsel zu vereinbaren, um die Tilgung auch herabsetzen zu können", empfiehlt Mirjam Mohr. Ein Tilgungssatzwechsel ist oft bis zu zwei Mal kostenlos innerhalb der Zinsfestschreibung möglich, bei einigen Anbietern sogar drei Mal. Manche Banken verlangen einen Zinsaufschlag für die Möglichkeit des Tilgungssatzwechsels oder erheben eine Gebühr.

4. Tilgungsaussetzung oder Stundung in Anspruch nehmen

Gerät wegen der aktuellen Corona-Krise die laufende Finanzierung ins Wanken, sollten Betroffene eine Tilgungsaussetzung oder auch die jetzt gesetzlich geregelte Stundung nutzen. In jedem Fall sollten Kunden auf ihren Geldgeber zugehen. Dieser hat in der Regel großes Interesse daran, die Finanzierung fortzusetzen. Manche Banken bieten Tilgungsaussetzungen über die gesetzliche Möglichkeit hinaus, oft sind individuelle Lösungen möglich.

5. Zinsniveau und Tilgung

Immobilienkäufer profitieren nach wie vor von dem sehr niedrigen Zinsniveau. Der im März begonnene Zinsanstieg hat sich nicht fortgesetzt. Da eine weltweite Rezession als sicher gilt und deutsche Staatsanleihen weiterhin sehr gefragt sind, ist das Aufwärtspotenzial für die Zinsen bei Immobilienkrediten begrenzt. Das ist gut für Immobilieninteressenten, da sich die Zinsentwicklung beim Baugeld an den Bundespapieren orientiert. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld rät Interhyp zu hohen Anfangstilgungen. Dadurch beschleunigt sich der Schuldenabbau.

Tipp: Reden Sie mit einem Interhyp-Finanzierungsberater, wie Sie Ihre Finanzierung in der aktuellen Situation möglichst flexibel gestalten.

Beratungstermin vereinbaren

Finanzierung anfragen

INTERHYP WOHNTRAUMSTUDIE: UNTERSCHIEDE ZWISCHEN MÄNNERN UND FRAUEN

Ticken Männer und Frauen beim Immobilienerwerb anders? Einerseits ja, andererseits nein, lautet das Ergebnis der Interhyp-Wohntraumstudie.

Seit Jahren liefert die Interhyp-Wohntraumstudien wertvolle Erkenntnisse über die Vorlieben der Deutschen beim Immobilienerwerb im Hinblick auf Lage, Wohnform, Nachbarschaft und andere Aspekte. Nun hat Interhyp die neueste repräsentative Erhebung unter 2.600 Menschen auf das Geschlechterverhalten hin analysiert. Der Blick durch die Genderbrille verrät: Manche Träume bedienen Geschlechterklischees, manches ist überraschend, manches auch widersprüchlich. Bei der Traumimmobilie haben Männer und Frauen zwar oft gleiche Prioritäten, es gibt aber auch merkliche Unterschiede.

Der Wunsch, möglichst bald eine Immobilie zu kaufen, ist bei den Männern mit 11 Prozent etwas stärker ausgeprägt als bei den Frauen (9 Prozent). Bei der Wohnortwahl steht die Großstadt bei Männern mit 22 Prozent höher in der Gunst als bei den Frauen mit 17 Prozent. Hingegen bevorzugen mit 18 Prozent deutlich mehr Frauen den Stadtrand oder das Umland einer Großstadt, während es nur 11 Prozent der Männer in die Peripherie zieht. Damit einhergehend ist 70 Prozent der Frauen eine ruhige Lage sehr wichtig, bei Männern sagen dies nur 58 Prozent. Und das, obwohl deutlich mehr Männer angeben (32 Prozent), sich von Straßenlärm gestört zu fühlen, als Frauen (27 Prozent). Die Nähe zur Natur empfinden 67 Prozent der Frauen als sehr wichtig, bei Männern sind es lediglich 52 Prozent.

Das Einfamilienhaus wird von Männern nämlich etwas mehr präferiert als von Frauen (65 gegenüber 61 Prozent). Die Frauen wünschen sich tendenziell häufiger ein Land- oder Bauernhaus als Männer (23 gegenüber 18 Prozent). Das spiegelt sich im Wohnstil wider. Der gemütliche Hygge-Stil findet mit 18 Prozent unter Frauen mehr Fans als unter den Männern (11 Prozent). Romantisch verträumt punktet bei fast jeder fünften Frau (19 Prozent) – aber nur bei jedem zehnten Mann (10 Prozent). Und dann doch eine gewisse Gemeinsamkeit: Am liebsten beide Geschlechter den zeitlos eleganten Stil (44 bzw. 39 Prozent).

Ein paar Klischees gefällig? Die Ausstattungswünsche eignen sich hier bestens. So wünschen sich 55 Prozent der Männer einen ausgebauten Keller gegenüber 46 Prozent der Frauen. Smart-Home-Technik wünschen sich 30 Prozent der Männer gegenüber 20 Prozent der Frauen. Beim Thema Kleiderschrank hätten 38 Prozent der Frauen gern ein Ankleidezimmer oder einen begehbaren Kleiderschrank – bei den Männern nur 29 Prozent.

Die Entscheidung, ob gemietet oder gekauft wird, treffen Paare meist gemeinsam. 74 Prozent insgesamt sagen, sie waren gleich beteiligt (72 Prozent der Männer, 77 Prozent der Frauen). Bemerkenswert: Wenn einer der Partner einen größeren Einfluss auf den Kauf hat, so sagen Männer genau wie Frauen, dass sie selbst etwas mehr Einfluss hatten (19 Prozent gegenüber 17 Prozent). Bei den Gründen für den Immobilienkauf denken beide Geschlechter an die Alterssicherung, Frauen (61 Prozent) jedoch noch mehr als Männer (51 Prozent).

Zur Wohntraumstudie

UMFRAGE: PREISRÜCKGANG BEI IMMOBILIEN WÜRDE KAUFLUST STEIGERN

Das Geschehen am Bau und der Zustand einer Immobilie sind für Laien oft nicht leicht zu durchschauen. Deshalb sollten Bauherren und Immobilienkäufer stets den Rat eines Experten in Anspruch nehmen.

Zu Beginn der Corona-Krise waren sich viele Experten einig: Das ist das Ende des Immobilienbooms, die zu erwartende Rezession wird zu sinken Immobilienpreise führen. Jetzt werden erste Gegenstimmen laut: So hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln eine Studie veröffentlicht, nach der die Kaufpreise in den 50 größten deutschen Städten in diesem Jahr trotz der Pandemie nur leicht fallen werden.

Dabei wären Rückgänge bei Immobilienpreisen für viele Interessenten ein Anreiz, sich Eigentum zuzulegen. Das legen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Teilnehmern in Deutschland nahe, die das Marktforschungsinstitut Statista im Auftrag von Interhyp kurz vor der Corona-Pandemie online durchgeführt hat. Demnach waren 74 Prozent der Befragten der Meinung, geringere Kaufpreise oder Baukosten würden Menschen am ehesten dazu bewegen, Wohneigentum zu erwerben. "Mögliche Preisrückgänge am Immobilienmarkt würden zu einem steigenden Käuferinteresse führen - und in Verbindung mit niedrigen Finanzierungszinsen dann wiederum einem stärkeren Preisrückgang entgegenwirken", erklärt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender bei Interhyp.

Neben geringeren Kaufpreisen und Baukosten halten 59 Prozent der Befragten geringere Kaufnebenkosten wie Makler- und Notargebühren sowie Grunderwerbsteuer für einen Beweggrund, Wohneigentum zu erwerben. Mit Blick auf die hälftige Teilung der Maklercourtage sagt Jörg Utecht: "Neben der Maklerprovision ist auch die Grunderwerbsteuer ein Hebel der Politik. Eine Senkung der Grunderwerbsteuer könnte den Erwerb von Wohneigentum in Deutschland erleichtern."

Zudem zeigt die Erhebung, dass viele Menschen die Entscheidung zum Bau eines Hauses oder den Kauf einer Eigentumswohnung langfristig planen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre wollten vor dem Pandemie-Ausbruch 19 Prozent in eine Immobilie investieren. 18 Prozent planten den Erwerb von Wohneigentum in einem Zeithorizont von 5 bis 10 Jahren. 11 Prozent wollten erst in zehn Jahren und später kaufen. Angesichts der kurzfristigen Einschränkungen im Zuge des Corona-Lockdowns erwarten Experten, dass viele Käufer ihr Vorhaben nicht aufgeben, sondern nur verschieben.

Tipp: Wenn Sie unsicher sind, wie viel Sie sich leisten können, kontaktieren Sie einen Interhyp-Berater. Er erfasst Ihre Daten, ermittelt Ihren finanziellen Spielraum und erarbeitet ein schlüssiges Finanzierungskonzept.

Unverbindlich Vorabberatung anfordern

Immer informiert: Sie wollen immer über aktuelle Marktentwicklungen, Fördermittel, Studien und Neuigkeiten informiert sein? Dann schauen Sie doch in unsere News – dort erfahren Sie mehr über das, was auf dem Immobilien- und Baufinanzierungsmarkt passiert.



Redaktion: Joachim Hoffmann/Sharon Schießler

Interhyp AG, 22.05.2020

Bester Baufinanzierer (Euro 8/2017)

Interhyp wurde bereits zum vierzehnten Mal in Folge vom Wirtschaftsmagazin Euro als "Bester Baufinanzierer" ausgezeichnet.