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INTERHYP-ZINSBERICHT VOM 4. JANUAR 2018

Interhyp-Zinsbericht

Günstiges Umfeld für gute Vorsätze rund um Ihre Immobilie

  • Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Befragte Experten halten 2018 mittel- bis langfristig etwas höhere Konditionen für wahrscheinlich
  • Notenbanken: Fed hat Mitte Dezember wie erwartet Leitzins erhöht – EZB behält Nullzinspolitik bei
  • Derzeit niedrige Zinsen bieten ein gutes Umfeld für Vorhaben rund um die Immobilie

Mirjam Mohr, Vorstand Privatkundengeschäft der Interhyp AG

"Was wäre das neue Jahr ohne die guten Vorsätze? Die Klassiker sind mehr Sport oder eine bessere Ernährung. Doch auch der Schritt ins eigene Zuhause kann ein guter Motivator sein. Zumal die Rahmenbedingungen für die Umsetzung angesichts der niedrigen Zinsen auch 2018 sehr gut sind.

Doch wie bei den üblichen Vorsätzen gilt auch hier: Das Wichtigste ist, den ersten Schritt zu gehen. Der ist manchmal nur klein, aber vermag Großes in Gang zu setzen – zum Beispiel, wenn das Vorhaben der Bau oder Kauf einer Immobilie ist. Ein erster Schritt könnte dann ein gründlicher Kassensturz sein: Welche Ein- und Ausgaben fallen über das gesamte Jahr eigentlich an? Wie viel Immobilie kann ich mir leisten? Die Rechner von Interhyp helfen Ihnen bei der ersten Orientierung – zum Beispiel unser Haushaltsrechner, der Budgetrechner oder der Kauf-/Mietrechner.

Auch eine frühzeitige Finanzierungsberatung, etwa mit der VorausBeratung von Interhyp, unterstützt Immobilieninteressenten dabei, ihrem Wohntraum ein Stück näher zu kommen. Das geht auch durchaus schon ohne Objekt, etwa um den Finanzierungsrahmen zu klären und mehr Planungssicherheit für den Kauf zu erhalten.

Wie auch immer Ihr Vorsatz aussehen mag: Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf dem Weg dahin."

Zins- und Marktumfeld

Nachdem das Jahr 2017 trotz anziehender Konjunktur in Europa, Zinsschritten in den USA und der Ankündigung einer strafferen Geldpolitik in der Euro-Zone geprägt war von einem niedrigen Renditeniveau, blicken die Marktteilnehmer gespannt auf 2018. Wird der Wirtschaftsaufschwung anhalten? Nähert sich die Inflation in der Eurozone weiter der Zielmarke von knapp unter zwei Prozent? Gelingt auch Ländern wie Spanien, Italien oder Griechenland eine weitere Abkehr aus der Arbeitslosigkeit? Kann Deutschland seine Position als Konjunkturlokomotive verteidigen? Oder könnten Kursverluste an den Aktienmärkten die positive Stimmung eintrüben? Welche politischen Gefahren drohen?

Der deutschen Wirtschaft jedenfalls prophezeit das Ifo-Institut in seiner jüngsten Einschätzung für 2018 das stärkste Wachstum seit 2011. Die Münchner Experten haben die Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 2,0 auf 2,6 Prozent deutlich angehoben und gehen von einem anhaltenden Aufschwung aus. Auch in Europa stehen die Zeichen auf Wachstum. Die europäischen Industrieunternehmen etwa haben ihre Produktion laut Statistikamt Eurostat zuletzt leicht ausgeweitet. Die Arbeitslosenquote in Europa ist zuletzt auf 8,8 Prozent gesunken. In den USA läuft es laut Konjunkturdaten ebenfalls gut. Die Wirtschaft brummt, die Arbeitslosigkeit verharrt mit rund 4 Prozent auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2000. Trumps Steuerreform und Wachstumsphantasien haben die Börsen im Dezember auf ein neues Rekordhoch getrieben.

Die amerikanische Notenbank Fed hat vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung Mitte Dezember wie erwartet den Leitzins, also den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld, um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,25 bis 1,50 Prozent angehoben. Die US-Währungshüter sehen die amerikanische Wirtschaft im neuen Jahr um 2,5 Prozent wachsen und stellen entsprechend allein für 2018 drei Leitzinserhöhungen in Aussicht.

Im Blick behalten werden Anleger in 2018 neben den Aktien auch die Entwicklung der Devisenmärkte. Der Euro hat gegenüber dem Dollar in 2017 auf rund 1,20 Dollar zugelegt. Ein zu hoher Eurokurs könnte die europäische Exportwirtschaft belasten. Die deutschen Staatsanleihen, ein wichtiger Indikator für die Entwicklung des Baugelds, bleiben vorerst ein sicherer Hafen für Investoren. Die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen liegen im Januar bei rund 0,4 Prozent.

Der Interhyp-Expertenrat

Wir raten Immobilienkäufern auch 2018, das niedrige Zinsniveau bei den Immobilienzinsen gut zu nutzen. Durch lange Zinsbindungen lassen sich die Konditionen problemlos und ohne allzu große Preisaufschläge zehn, 15 oder gar 20 Jahre festschreiben. Eine hohe Anfangstilgung von mindestens drei Prozent hilft dabei, die Entschuldung im Blick zu behalten. Auch wenn einige Zeichen in 2018 für eine Verteuerung des Baugelds sprechen, sollten sich Käufer davon nicht unter Druck setzen lassen. Immobilienkredite werden auch bei einem moderaten Konditionsanstieg günstig bleiben. Teurer als ein höherer Zins wäre eine falsch finanzierte Immobilie oder gar ein voreilig gekauftes Objekt. Wer den besten Zinssatz für den Immobilienerwerb finden oder für den Anschlusskredit optimieren möchte, ist bei Interhyp gut aufgehoben - der umfassende Zinsvergleich unter rund 400 Darlehensgebern ermöglicht beste Konditionen. Die Interhyp-Finanzierungsspezialisten beraten umfassend und persönlich vor Ort, an über 100 Standorten in ganz Deutschland.

Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Die meisten Experten erwarten kurzfristig gleichbleibende Zinsen - allerdings gehen einige auch von einem einsetzenden Anstieg aus. Im Jahresverlauf 2018 sieht die Mehrheit leicht steigende Konditionen voraus.

Im Detail: Die Aussagen der Experten im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

  • Allianz: "Zum Jahresanfang werden die Märkte Orientierung suchen. Mittelfristig sollte die gute Konjunktur erste Akzente setzen."
  • Commerzbank: "Die Bauzinsen dürften im Einklang mit der Großwetterlage an den Rentenmärkten vorerst auf niedrigem Niveau verharren und erst zum Jahresende 2018 moderat steigen. Die EZB wird ihre Anleihekäufe im Januar reduzieren. Ein ruckartiger Schwenk in der Geldpolitik steht jedoch nicht an. Bis Jahresende 2018 dürften die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen aufgrund des strukturellen Nachfrageüberhangs nicht nachhaltig über 0,5 Prozent steigen. Ein dauerhafter, wenngleich auch nur moderater Aufwärtsdruck, dürfte sich erst 2019 einstellen, wenn die EZB ihre Nettoanleihekäufe einstellt und erste Zinserhöhungen ins Auge fasst. Wir rechnen nicht mit einer Leitzinserhöhung vor der zweiten Jahreshälfte 2019."
  • HypoVereinsbank: "Eine Reihe von Faktoren spricht in 2018 für steigende Renditen: der robuste Wachstumsausblick, die Erwartung zunehmenden Preisdrucks insbesondere in den USA, voraussichtlich drei weitere Zinsanhebungen und eine Reduzierung der Liquiditätszufuhr seitens der Fed und der EZB. Wenn auch die klare Mehrzahl an Faktoren steigende Renditen erwarten lässt, sprechen die weiterhin im Markt mit Anleihekäufen aktive EZB, die Haushaltsüberschüsse Deutschlands und der voraussichtlich verhaltene Inflationsanstieg in der Eurozone für eine nur moderate Dynamik. Von aktuell 0,30 bis 0,40 Prozent sehen wir die Kapitalmarktrenditen (zehnjährige Bundesanleihe) bis Jahresende 2018 auf 0,80 Prozent steigen. Damit dürften im Jahresverlauf auch die langfristigen Bauzinsen um etwa einen halben Prozentpunkt zulegen."
  • ING-DiBa: "Kurzfristig sind die Markterwartungen fest zementiert, sodass auch die Trump'sche Steuerreform oder bessere Konjunkturdaten nicht zu höheren Zinsen führen werden. Sicherlich in der Eurozone hat die EZB die Märkte (noch) fest im Griff. Für das gesamte Jahr 2018 sollten die Kapitalmarktzinsen jedoch leicht steigen. Es sollte das Jahr werden, in dem sich die Notenbanken weiter weg bewegen von der ultra-lockeren Geldpolitik und Auswege suchen (EZB) oder bereits gefunden haben (Fed)."
  • MünchenerHyp: "Wir rechnen mit etwas steigenden Zinsen, da die EZB im Januar 2018 beginnt, ihr Anleihekaufprogramm zurückzufahren und dadurch die Liquidität im Markt reduziert wird. Die guten Konjunkturdaten weltweit unterstützen tendenziell etwas steigende Zinsen. Für Bauzinsen mit einer zehnjährigen Zinsbindung rechnen wir mit einer moderaten Erhöhung um zirka 0,3 bis 0,7 Prozentpunkte im Jahresverlauf."
  • Postbank: "Der erfolgte Beginn des Ausstiegs aus der ultraexpansiven Geldpolitik – auch wenn noch ein langer Weg zu beschreiten ist - sollte die Kapitalmarktzinsen auf Jahressicht moderat steigen lassen. Dies dürfte sich auch in der Entwicklung der Zinsen für längerfristige Hypothekendarlehen widerspiegeln. Obwohl die EZB im Verlauf von 2017 die geldpolitische Wende eingeleitet hat, ging hiermit per Saldo im Verlauf des vergangenen Jahres lediglich ein äußerst moderater Anstieg der längerfristigen Kapitalmarktzinsen einher. Dabei hat der stärkere Fokus der Märkte auf (geo-)politische Entwicklungen - Brexit-Antrag und -verhandlungen, Frankreich-Wahl, US-Steuerreform, Nordkorea-Krise etc. - zwischenzeitlich immer wieder zur Flucht in als sicher geltende Bundesanleihen geführt und damit einen nachhaltigeren Anstieg des Renditeniveaus verhindert. In 2018 sollte jedoch die Geldpolitik diesseits und jenseits des Atlantiks wieder stärker in den Fokus rücken. Weitere Leitzinsanhebungen und der fortschreitende Bilanzabbau seitens der Fed sowie die Erwartungen hinsichtlich einer Beendigung der Netto-Anleiheankäufe durch die EZB dürften das Zinsniveau hierzulande moderat steigen lassen, auch wenn die EZB-Geldpolitik weiterhin sehr expansiv bleibt."
  • PSD Bank Rhein-Ruhr: "Das Jahr 2017 war geprägt von grundsätzlich gleichbleibenden Zinsen in einem begrenzten Zinskorridor. Markante Zinsanstiege oder Zinssenkungsphasen blieben aus. In 2018 rechnen wir mit einem moderaten Anstieg des Zinsniveaus. Es erhöhen sich die Anzeichen für eine Lockerung bzw. Reduzierung der Eingriffe der EZB. Der Wettbewerb unter den Banken wird sich vermutlich nochmals verschärfen, so dass Kunden weiterhin mit sehr günstigen Konditionen rechnen können."
  • PSD Bank RheinNeckarSaar: "Die Fed hat für 2018 drei Zinsschritte angekündigt. Unabhängig hiervon hat die EZB auf ihrer letzten Ratssitzung beschlossen, zunächst den eingeschlagenen Pfad fortzuführen. Erste Leitzinserhöhungen sind damit nicht vor 2019 zu erwarten. In 2018 bleibt das Niedrigzinsumfeld somit erhalten. Kunden können damit weiterhin von günstigen Zinsen profitieren."
  • Sparkasse Hannover: "Die Zinsen werden in der Stichtagsbetrachtung moderat (um rund 0,3 Prozentpunkte) steigen. Zwischenzeitliche Ausreißer sollten nicht als Beginn einer dynamischen Entwicklung beziehungsweise Trendumkehr interpretiert werden."
  • Sparkasse zu Lübeck: "In 2018 erwarten wir geringe Schwankungen bei den Bauzinsen mit leicht steigender Tendenz im Jahresverlauf. Entscheidend werden der Umfang und das Timing der EZB bei zukünftigen Ankäufen für Staats- und Unternehmensanleihen sein."

Finanzierungsbeispiel

Was die jüngste Entwicklung konkret bedeutet, zeigt das nachfolgende Finanzierungsbeispiel: Die Zehnjahreskonditionen liegen aktuell vielfach bei: 1,31% gebundener Sollzinssatz / 1,32% effektiver Jahreszins**. Für eine Monatsrate von 1.000 Euro lässt sich mit dem genannten Zinssatz ein Netto-Darlehensbetrag von rund 362.000 Euro aufnehmen. Diese Darlehenshöhe gilt bei einer anfänglichen Tilgung von 2 Prozent. Bei 3 Prozent Anfangstilgung läge die mit 1.000 Euro zu finanzierende Darlehenshöhe bei rund 278.000 Euro. Wer ein Finanzierungsvorhaben plant, kann sich bei Interhyp beraten lassen oder direkt online eine Finanzierung anfragen. Die Interhyp-Spezialisten beraten telefonisch und persönlich vor Ort, in mehr als 100 Städten in Deutschland.

Zinsentwicklung zehn Jahre


* Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der ING-DiBa, der HypoVereinsbank, der MünchenerHyp, der Postbank, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "fallend", "steigend" oder "gleichbleibend" angegeben haben.

** Bei 2/3 der durch die Vermittlung der Interhyp AG, Domagkstraße 34 in 80807 München, zustande kommenden Verträge, erhalten Interhyp-Kunden einen festen Sollzins von 1,31% p.a. und einen effektiven Jahreszins von 1,32% p.a., unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Verbraucherdarlehensvertrages 27 Jahre und 9 Monate, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 718,33 Euro. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge, Auslagen (z.B. Grundbuchkosten)) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen. Der zu zahlende Gesamtbetrag während der Sollzinsbindung beläuft sich auf 88.699,60 Euro. Die Restschuld am Ende der Zinsbindung beträgt 135.930,35 Euro. Weitere Voraussetzungen: Einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über ein Grundpfandrecht, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.

Die aktuellen Tendenzen

Kurzfristig
(4 Wochen):

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Mittel- bis
langfristig:

steigend

Tendenz kurzfristig

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Bester Baufinanzierer (Euro 8/2015)

Interhyp wurde bereits zum zwölften Mal in Folge vom Wirtschaftsmagazin Euro als "Bester Baufinanzierer" ausgezeichnet.