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INTERHYP-ZINSBERICHT VOM 5. JULI 2018

Interhyp-Zinsbericht

Wohnträume im Sommer mit günstigen Zinsen erfüllen

  • EZB kündigt Ausstieg aus Anleihekaufprogramm an, amerikanische Notenbank dreht weiter an Zinsschraube
  • Inflation und Konjunktur zeigen sich trotz Zollstreit, Brexit und Bankenkrise robust
  • Interhyp Bauzins-Trendbarometer: Langfristig steigend

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Der Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik hat sich mit der letzten Sitzung der EZB weiter konkretisiert. Eine leichte Verteuerung ist mittel- bis langfristig wahrscheinlich."

"Ein schönes Zuhause gehört neben der Gesundheit zu den wichtigsten Dingen im Leben, das hat die neue Interhyp-Wohntraumstudie gerade gezeigt. Wenn Sie sich den Traum vom eigenen Zuhause erfüllen, sollten andere schöne Dinge des Lebens nicht auf der Strecke bleiben – etwa der Sommerurlaub, dem derzeit viele mit Vorfreude entgegensehen. Schön ist: Das aktuelle Zinsniveau erlaubt es vielen Menschen, mit ausreichend Puffer und tragbaren Raten zu finanzieren und trotzdem mit einer hohen Tilgung für die Zukunft vorzusorgen. Die Konditionen für zehnjährige Darlehen haben sich im Juni bei knapp unter 1,5 Prozent seitwärts bewegt, was im historischen Kontext nach wie vor sehr günstig ist. Allerdings: Der von der Europäischen Zentralbank (EZB) seit langem angekündigte Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik hat sich mit der letzten Sitzung weiter konkretisiert. Eine leichte Verteuerung von Immobilienkrediten ist damit mittel- bis langfristig wahrscheinlich – alle von uns befragten Experten namhafter Banken sind einhellig dieser Meinung. Gleichzeitig sehen wir in Europa mit den anhaltenden Diskussionen um die Migration, der wirtschaftlichen Sorge um Italien, den Ungewissheiten im Zusammenhang mit dem Brexit und auch global mit den von den USA initiierten Handelsstreitigkeiten eine Fülle von Belastungen und Unsicherheiten. Diese haben allesamt das Potenzial, die Wirtschaft nachhaltig zu beeinflussen. Eine deutliche Zinswende erscheint damit weiterhin unwahrscheinlich. Nichtsdestotrotz sollten Immobilieninteressenten den schönen Sommer nutzen, um ihre Pläne weiter voranzutreiben. Dazu gehört eine gut durchdachte Finanzierung, die einen künftigen Zinsanstieg einkalkuliert."

Zinstrend Juli 2018

Zins- und Marktumfeld

Bei der jüngsten Sitzung Mitte Juni hat die EZB mitgeteilt, das Anleihekaufprogramm im Oktober von 30 Milliarden Euro auf 15 Milliarden Euro zu halbieren und es mit Beginn des Jahres 2019 ganz auslaufen zu lassen. Anders als die amerikanischen Notenbanker beließ sie den Leitzins aber unangetastet: Die Fed hat im Juni wie erwartet den Leitzins auf 1,75 bis 2 Prozent angehoben. Zudem signalisierte sie, dass es in diesem Jahr zwei weitere Zinserhöhungen geben werde. Die Wirtschaftsdaten lassen diese Schritte plausibel klingen. Die Konjunktur in den USA brummt, es gibt kaum Arbeitslosigkeit. Auch in Europa wächst die Wirtschaft. Rückendeckung erhalten die europäischen Währungshüter auch vom Preisauftrieb. Die Inflationsrate in der Eurozone ist im Juni auf zwei Prozent gestiegen und hat damit die angestrebte Zielmarke von knapp unter zwei Prozent überschritten. Zur Euphorie gereichen können die Daten jedoch nicht. Themen wie der Zollstreit, der Brexit oder die italienische Bankenkrise sind nicht vom Tisch. Nach wie vor gibt es viele Spannungsfelder, die Potenzial genug haben, die Stimmung an den Märkten zu drehen. Deutsche Staatsanleihen gelten für Investoren daher weiter als sicherer Hafen. Die hohe Nachfrage hat deren zehnjährige Renditen auf 0,3 Prozent gedrückt. Bauzinsen sind in diesem Umfeld derzeit noch niedrig.

Der Interhyp-Expertenrat

Wer in diesem Sommer eine Immobilienfinanzierung plant, profitiert von günstigen Konditionen. Allerdings machen der Kurs der amerikanischen Notenbank und die Ankündigung der EZB deutlich, dass Häuslebauer mit Blick in die Zukunft die günstigen Zinsen absichern sollten. Kurzfristig sind keine großen Veränderungen zu erwarten, aber von diesem niedrigen Niveau aus kann es bei einer positiven Entwicklung nach oben gehen. Welche monatliche Rate kann ich in 5, 10 oder 15 Jahren stemmen? Mit der Zinsbindung haben Sie ein Instrument an der Hand, um sich von der Zinsentwicklung der Notenbanken zu entkoppeln. Mit einer 20-jährigen Zinsbindung etwa lässt sich das aktuelle Zinsniveau bis ins Jahr 2038 festschreiben. Und eine ausreichende Tilgung sorgt dafür, dass die Restschuld nicht zu hoch ausfällt. Welche Auswirkungen verschiedene Zinsfestschreibungen auf Themen wie Restschuld und Sicherheit haben, sollte jeder Finanzierungsinteressent im individuellen Gespräch klären. Dafür können Sie sich bei Interhyp beraten lassen oder direkt online eine Finanzierung anfragen.

Zinsentwicklung bis Juli 2018

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Alle von uns befragten Experten erwarten kurzfristig gleichbleibende Zinsen. Auf Sicht von einem halben Jahr bis zu einem Jahr sehen die Experten einen leichten Anstieg der Zinsen für Immobilienkredite voraus.

Im Detail: Die Aussagen der Experten im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

  • Allianz: "Mit Zeithorizont von rund einem halben Jahr sind leicht steigende Zinsen am wahrscheinlichsten, weil die Zinsen in den USA rund 2,5 Prozentpunkte höher sind als jene im Euroland. Zudem wird der "Handelskrieg" zwischen USA und China tendenziell die Nachfrage nach US-Staatsanleihen eher verringern, das heißt, dort sollten Renditen und Zinsen weiter ansteigen."

  • Commerzbank: "Die Aussicht auf niedrige EZB-Zinsen mindestens bis durch den Sommer 2019 dämpft auch das Zinsniveau in längeren Laufzeiten. Gleichzeitig begrenzen die Reinvestitionen aus dem Kaufprogramm der Notenbanken einen Renditeanstieg, wenn das Sicherheitsbedürfnis durch die politischen Krisen nachlässt."

  • HypoVereinsbank: "Die EZB will die Leitzinsen "über den Sommer 2019" nicht ändern, womit eine erste Anhebung erst im September 2019 wahrscheinlich ist. Die Sorgenthemen reichen vom Unionsstreit über Amerikas Zollpolitik bis hin zum Währungsverfall in Argentinien. Kurzfristig sehen wir wenig Chancen für eine Beruhigung der Stimmungslage. Mittelfristig dürften zunehmende Zinsanhebungserwartungen die Kapitalmarktrenditen allmählich nach oben schieben."

  • ING-DiBa: "Die zunehmende Angst vor einem Handelskrieg und Zweifel über die Stärke der europäischen Konjunktur sollten die Kapitalmarktzinsen in den kommenden Wochen niedrig halten. Da diese Sorgen sich mittelfristig allerdings als übertrieben erweisen sollten, müssten die Zinsen langsam wieder steigen."

  • MünchenerHyp: "Da eine Ausweitung des Handelskonfliktes die Wirtschaftsentwicklung massiv belasten würde, rechnen wir nicht mit einer Eskalation, sondern letztendlich mit einem eher positiven Ausgang. Dadurch sollte sich mittel- bis längerfristig wieder ein leichter Zinsanstieg für Hypothekendarlehen etablieren, der durch leicht steigende Inflationsraten und einem Ende des Ankaufsprogramms der EZB unterstützt wird."

  • Postbank: "Vor dem Hintergrund der jüngsten EZB-Entscheidungen dürften die Kapitalmarktrenditen auf Jahressicht zwar zulegen, aber langsamer als bislang von uns erwartet. Die 10-jährige Bundrendite sehen wir auf Jahressicht bei 1,00 Prozent. Die Zinsen für längerfristige Hypothekendarlehen dürften im Zuge dessen moderat anziehen."

  • PSD Bank RheinNeckarSaar: "Wir gehen davon aus, dass die Leitzinsen zumindest in den nächsten Monaten unverändert bleiben werden."

  • Sparkasse zu Lübeck: "Weiterhin belasten die Handelsstreitigkeiten der Europäischen Union mit den USA und die politische Entwicklung in Italien nach wie vor die Zinsmärkte dergestalt, dass bei entsprechend negativer Nachrichtenlage Anleihen guter Bonität sofort wieder als sicherer Hafen gesucht werden."


* Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der ING-DiBa, der HypoVereinsbank, der MünchenerHyp, der Postbank, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "fallend", "steigend" oder "gleichbleibend" angegeben haben.

** Repräsentatives Beispiel: Bei 2/3 der durch die Vermittlung der Interhyp AG, Domagkstraße 34 in 80807 München, zustande kommenden Verträge, erhalten Interhyp-Kunden einen festen Sollzins von 1,44% p.a. und einen effektiven Jahreszins von 1,45% p.a., unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Verbraucherdarlehensvertrages 27 Jahre 3 Monate, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 740,00 Euro. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge, Auslagen (z.B. Grundbuchkosten)) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen. Der zu zahlende Gesamtbetrag während der Sollzinsbindung beläuft sich auf 91.300 Euro. Die Restschuld am Ende der Zinsbindung beträgt 135.506,47 Euro. Weitere Voraussetzungen: Einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über ein Grundpfandrecht, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.

Die aktuellen Tendenzen

Kurzfristig
(4 Wochen):

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Mittel- bis
langfristig:

steigend

Tendenz kurzfristig

Bester Baufinanzierer (Euro 8/2015)

Aktuelles Zinsniveau

1,44%/1,45% **

gebundener Sollzins/effektiver Jahreszins für zehnjährige Darlehen

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Bester Baufinanzierer (Euro 8/2015)

Interhyp wurde bereits zum zwölften Mal in Folge vom Wirtschaftsmagazin Euro als "Bester Baufinanzierer" ausgezeichnet.

Interhyp-Wohntraumstudie

Wohntraumstudie