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INTERHYP-ZINSBERICHT VOM 6. DEZEMBER 2018

Interhyp-Zinsbericht

Günstige Zinsen zum Jahresende – für Ihr eigenes Zuhause 2019

  • Neues Jahr bleibt vorteilhaft für Baufinanzierungskunden
  • EZB könnte im Verlauf von 2019 Leitzinsen anheben
  • Politische Unsicherheiten werden Märkte in Atem halten

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Wenn auch die meisten Experten einen leichten Zinsanstieg auf Jahressicht sehen, so werden die Rahmenbedingungen für den Immobilienerwerb in Deutschland auch im Jahr 2019 vorteilhaft bleiben – durch ein im historischen Vergleich noch immer niedriges Zinsniveau und neue Fördermöglichkeiten."

"Die Voraussetzungen, den Traum vom eigenen Zuhause im nächsten Jahr zu realisieren, bleiben in vielerlei Hinsicht günstig. Neben dem von der neuen Bundesregierung beschlossenen Baukindergeld hält ein weiterhin günstiges Zinsumfeld in 2019 die Hürden zumindest finanzierungsseitig niedrig. Aktuell liegen die Konditionen für zehnjährige Darlehen mehrheitlich bei rund 1,5 Prozent. Ein eklatanter Zinsanstieg ist in den nächsten zwölf Monaten nicht zu erwarten, selbst wenn die Konditionen mit Blick auf die Politik der Notenbanken etwas steigen sollten. Die meisten der von uns befragten Experten namhafter Kreditinstitute sehen zwar einen gewissen Zinsanstieg voraus, gehen aber nur von einer moderaten Erhöhung aus. Wer in diesem Jahr bereits sein Traumhaus oder seine Traumwohnung finanziert hat, der hat sich zum Weihnachtsfest eines der schönsten Geschenke bereits selbst gemacht: Als Eigentümer genießt er nicht nur den Gestaltungsspielraum im eigenen Heim und die Unabhängigkeit und Sicherheit. Die solide Entwicklung des Immobilienmarktes in Deutschland beschert vielen Immobilieneigentümern obendrein eine stabile Wertentwicklung beziehungsweise einen Vermögenszuwachs."

Zinstrend Dezember 2018

"Aus unseren Umfragen wissen wir, dass die eigene Immobilie bei neun von zehn Deutschen für Mietfreiheit, Unabhängigkeit von Vermietern und Absicherung im Alter steht. Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind. Entsprechend träumen 76 Prozent von den eigenen vier Wänden. In diesem Jahr wird der Sprung ins Wohneigentum mit Blick auf Einreichfristen und eine mögliche Kreditauszahlung zwar knapp. Allerdings sollten alle, die eine Finanzierung planen – sei es für den Kauf oder für den Anschlusskredit –, mit Blick auf einen zukünftig möglichen Zinsanstieg ihr Projekt ruhig bald angehen."

Zins- und Marktumfeld

Brexit, Regierungsbildungen, Handelsstreit: An Eskalationspotenzial hat es im Jahr 2018 nicht gefehlt. Dies hat einem Zinsanstieg entgegengewirkt. Auf 2018 rückblickend sehen die befragten Experten politische und wirtschaftliche Unsicherheiten als bestimmend an, etwa die Experten der Postbank: "Die Renditen am deutschen Rentenmarkt liegen nach einigen Schwankungen im bisherigen Jahresverlauf aktuell wieder nahe ihrer Niveaus von Ende 2017. Verantwortlich hierfür ist die immer wieder in Verbindung mit (geo-)politischen Störfeuern – Handelsstreit, Brexit, Haushaltsstreit mit Italien, etc. – einsetzende Flucht in den sicheren Hafen von Bundesanleihen." Ähnlich urteilt der Experte der HypoVereinsbank: "Das Zinsjahr 2018 stand unter dem Eindruck einer zurückhaltend agierenden Europäischen Zentralbank, niedrigen Inflationsdrucks und anhaltender beziehungsweise wiederkehrender Risikoeinflüsse wie Brexit, Handelskonflikt und Aktienmarktkorrekturen. In diesem Umfeld entwickelten die Renditen wenig Dynamik in die eine oder andere Richtung." Weltweite Risikofaktoren sieht auch der Chefvolkswirt der ING Deutschland als Ursache für die relativ niedrigen Zinsen im vergangenen Jahr: "Das Jahr 2018 war wieder ein Jahr mit extrem niedrigen Bauzinsen. Große geopolitische Unruhe und Risikofaktoren sowie Zweifel über die Stärke der deutschen Konjunktur führten zu teilweise starken Schwankungen und allgemein niedrigen Zinsen. Die gleichen Faktoren sollten auch 2019 den Markt bestimmen." Der Experte der Sparkasse Hannover führt die politischen Einflüsse aus: "Im laufenden Jahr hat sich der historisch zu beobachtende Zusammenhang zwischen Konjunktur und Zinsentwicklung sehr stark gelockert und politische Faktoren gaben die Richtung vor".

Zinsentwicklung bis Dezember 2018

Die Marktdaten zum Jahresende bescheren einen festen Ausblick. Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone verharrt mit etwa 8 Prozent weiterhin auf einem Zehnjahrestief, die Inflation liegt seit Mai auf oder leicht über der von der Europäischen Zentralbank (EZB) avisierten Zielmarke von zwei Prozent. Geldpolitisch könnte die Zentralbank vor diesem Hintergrund im Herbst 2019 möglicherweise eine vorsichtige Abkehr von der sehr lockeren Geldpolitik und Leitzinserhöhungen einleiten, sicher ist dies allerdings nicht, die Experten sind geteilter Meinung. Bei der letzten Sitzung der Notenbanker in 2018 erwarten Markteilnehmer konkretisierende Aussagen zum Ausstieg beim Anleihekaufprogramm. Die amerikanische Notenbank indes setzt dank stabiler Wirtschaftsentwicklung in den USA weiterhin auf Taten anstatt bloßer Rhetorik. Nachdem die Fed bei der Sitzung im November den Leitzins nach drei Anhebungen in 2018 bei einer Spanne von 2,00 bis 2,25 Prozent belassen hatte, halten einige Beobachter Mitte Dezember die nächste Zinsanhebung für möglich. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden die Märkte die Unwägbarkeiten aus 2018 auch in 2019 beschäftigen. Handelsstreit, Brexit oder die italienische Bankenkrise sind bei weitem nicht gelöst, die Unsicherheiten können sich weiterhin dämpfend auf einen möglichen Zinsanstieg auswirken.

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Die meisten Experten erwarten kurzfristig gleichbleibende Zinsen. Auf Halbjahres- oder Jahressicht, also im Verlauf von 2019, gehen alle Experten von leicht steigenden Zinsen für Baufinanzierungen aus.

Im Detail: Die Aussagen der Experten im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

  • Allianz: "Zum Jahresende werden sich die Märkte nur in ungewöhnlichen Situationen bewegen."

  • Commerzbank: "Die ausgeprägte Sicherheitsnachfrage nach Bundesanleihen stützt den Rentenmarkt und dürfte die langfristigen Zinsen vorerst nahe der Jahrestiefstände halten. Im Frühjahr könnten die Renditen zwar etwas steigen, wenn ein harter Brexit abgewendet wird und Italien sich im Haushaltsstreit auf einen weichen Kompromiss mit der EU einlässt. Nach dem Sommer, wenn die US-Renditen vermutlich ihren Höhepunkt erreichen und die EZB die erste Zinserhöhung ins Jahr 2020 verschiebt, dürfte sich der moderate Aufwärtsdruck auf die langfristigen Zinsen zunächst wieder umkehren."

  • HypoVereinsbank: "Ein sich eintrübendes Konjunkturumfeld speziell in Deutschland lastet derzeit auf den Zinserwartungen. Hinzu kommen eine Reihe ungelöster Risikofaktoren (zum Beispiel Brexit, Handelskonflikt). Wir gehen davon aus, dass sich das Konjunkturbild in den kommenden Monaten wieder aufhellen wird. Auf Sicht eines halben Jahres dürfte das allgemeine Renditeniveau ansteigen, wenn auch nur moderat."

  • ING Deutschland: "Nach den Unruhen der letzten Wochen könnte das Jahr 2018 mit positiven Entwicklungen enden. Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China, bei den haushaltspolitischen Eskapaden Italiens und der allgemeinen Konjunktur sollte die Kapitalmarktzinsen leicht steigen lassen. Da Notenbanken, vor allem die EZB, allerdings weiterhin keine Eile haben, ihre Geldpolitik zu normalisieren, sollte der Anstieg nur sehr leicht sein."

  • MünchenerHyp: "Trotz der niedrigeren Neukäufe der EZB hat sich das Zinsniveau in 2018 wenig verändert und mit Schwankungen seitwärts entwickelt. Wir denken, dass sich das Zinsniveau auch 2019 auf niedrigem, leicht ansteigendem Niveau bewegen und für Kreditnehmer attraktiv bleiben wird. Ein möglicher Anstieg sollte auf zirka 0,5 Prozent begrenzt bleiben."

  • Postbank: "Die EZB wird ihre Netto-Anleiheankäufe zum Jahresende 2018 voraussichtlich einstellen und danach nur noch im Rahmen des Reinvestments von Rückflüssen aus ihrem Anleihebestand am Rentenmarkt aktiv sein. Da sie hierdurch auch weiterhin ein wichtiger Akteur bleibt und diese Entwicklung bereits seit längerer Zeit eingepreist ist, rechnen wir kurzfristig nicht mit einem stärkeren Anstieg der längerfristigen Kapitalmarktzinsen. Mit einem ersten Zinsschritt der EZB rechnen wir im Oktober 2019. Vor diesem Hintergrund sollten die deutschen Kapitalmarktrenditen im Jahresverlauf sukzessive anziehen. Die zehnjährige Bundrendite dürfte von aktuell 0,31 Prozent auf 1,00 Prozent steigen. Dieser Entwicklung werden sich auch die Zinsen für Hypothekendarlehen nicht entziehen können."

  • PSD Bank RheinNeckarSaar: "Bislang gibt es keine Hinweise, wonach die Europäische Zentralbank von ihrem geldpolitischen Kurs abrücken könnte. Zum Jahresende dürften die monatlichen Anleihekäufe im Rahmen des "Asset Purchase Programme" planmäßig beendet werden."

  • Sparkasse Hannover: "Es ist nicht davon auszugehen, dass die italienische Regierung ihren haushaltspolitischen Kurs – im Sinne der Kapitalmärkte – ändern wird, sondern vielmehr die Konfrontation sucht. Damit bleibt die Nachfrage – auch nach Auslaufen des Netto-Kaufprogramms der Europäischen Zentralbank – nach hohen Bonitäten hoch und die Renditen sehr niedrig. Mit ein bisschen Optimismus gehen wir von moderat steigenden Renditen zum Jahresende 2019 aus."

  • Sparkasse zu Lübeck: "Die politische Lage hat das Zinsniveau wieder voll im Griff. Ängste in Sachen Italien und Brexit lassen den Markt für öffentliche Anleihen in Deutschland wieder zum sicheren Hafen werden. Da sich daran kurzfristig auch kaum etwas ändern wird, werden die Zinsen in naher Zukunft vermutlich auf dem derzeitigen Niveau verharren oder sich ggf. leicht rückläufig entwickeln. Mittel- bis langfristig gehen wir, wegen der Einstellung der EZB-Wertpapierkäufe, weiter von steigenden Zinsen aus. Der Anstieg dürfte sich allerdings in Grenzen halten, da die Europäischen Zentralbank mittlerweile neben Italien und Brexit auch die sich abzeichnende konjunkturelle Abkühlung im Blick haben wird."


* Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der ING Deutschland, der HypoVereinsbank, der MünchenerHyp, der Postbank, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "fallend", "steigend" oder "gleichbleibend" angegeben haben.

** Bei 2/3 der durch die Vermittlung der Interhyp AG, Domagkstraße 34 in 80807 München, zustande kommenden Verträge, erhalten Interhyp-Kunden einen festen Sollzins von 1,46% p.a. und einen effektiven Jahreszins von 1,47% p.a., unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Verbraucherdarlehensvertrages 27 Jahre 3 Monate, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 743,33 Euro. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge, Auslagen (z.B. Grundbuchkosten)) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen. Der zu zahlende Gesamtbetrag während der Sollzinsbindung beläuft sich auf 91.699,60 Euro. Die Restschuld am Ende der Zinsbindung beträgt 135.441,45 Euro. Weitere Voraussetzungen: Einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über ein Grundpfandrecht, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.

Wohntraumstudie

Die aktuellen Tendenzen

Kurzfristig
(4 Wochen):

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Mittel- bis
langfristig:

steigend

Tendenz kurzfristig

Aktuelles Zinsniveau

1,46%/1,47% **

gebundener Sollzins/effektiver Jahreszins für zehnjährige Darlehen

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