Newsletter

INTERHYP-ZINSBERICHT VOM 7. FEBRUAR 2019

Interhyp-Zinsbericht

Von günstigen Zinsen profitieren – und jetzt für die Zukunft vorsorgen

  • Brexit, Konjunkturschwächen, Handelsstreit: Unsicherheiten halten Zinsen tief
  • EZB und Fed bei ersten Sitzungen eher verhalten
  • Solide finanzieren: Richtige Tilgung hängt auch vom Alter ab

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "So unsicher das neue Jahr politisch und wirtschaftlich gestartet ist, so sicher scheint, dass die Immobilienfinanzierung dank niedriger Zinsen auch in 2019 für viele Menschen erschwinglich bleibt."

"Das Zinsjahr 2019 ist nahe historischer Tiefststände gestartet. Die Konditionen für zehnjährige Darlehen liegen in vielen Fällen unter 1,3 Prozent. Und fundamental wird sich das im Jahresverlauf aller Voraussicht nach nicht ändern. Das zeigt auch unsere Expertenumfrage: Waren im Dezember noch alle befragten Experten von leicht steigenden Zinsen im Jahresverlauf ausgegangen, so halten nun auch einige Analysten mittel- bis langfristig gleichbleibende Zinsen für realistisch - mit Blick auf politische und konjunkturelle Unsicherheiten. Während Sparer und Wirtschaftslenker den Zinsausblick überwiegend kritisch sehen dürften, bleiben Immobilieninteressenten mit Finanzierungsbedarf vorerst Profiteure der Situation - zumindest, wenn sie ein geeignetes Objekt finden und das Zinstief als Fundament einer soliden Finanzierung nutzen."

Zinstrend Februar 2019

"Damit es für Immobilienkäufer in Zeiten höherer Zinsen kein teures Erwachen gibt, gilt es, schon bei Abschluss der Finanzierung die Weichen für eine spätere Schuldenfreiheit zu stellen. Wichtig zu wissen: Je früher die Schuldenfreiheit erreicht werden soll, desto höher sollte die Tilgung sein. Wer seinen Kredit bis zum Renteneintritt abbezahlen will, sollte die Tilgung entsprechend anpassen, wie ein Rechenbeispiel zeigt. Während der junge Single im Alter von 25 Jahren ein 200.000-Euro Darlehen mit einer rund zweiprozentigen Tilgung und einer 535-Euro-Rate bis zum 65. Lebensjahr abbezahlen kann (bei gleichbleibenden Zinsen), muss ein 45-jähriger Anschlussfinanzierer mit etwa 4,4 Prozent tilgen und monatlich 947 Euro aufbringen, damit er bis zum 65. Lebensjahr schuldenfrei wäre."

Zins- und Marktumfeld

Zwar hat die Europäische Zentralbank (EZB) in 2018 versucht, eine Normalisierung der Geldpolitik in die Wege zu leiten. Die erste Notenbanksitzung im Januar offenbarte jedoch, dass die in 2019 angepeilte Zinswende auf 2020 verschoben werden könnte. Auch die US-Notenbank äußerte sich bei der letzten Sitzung deutlich vorsichtiger als noch im letzten Jahr und signalisiert eine Zinspause.

Die wirtschaftlichen Folgen eines möglichen Brexits werden als weiterhin gravierend eingestuft, und die Wirtschaft in der Eurozone stagniert im Januar nahezu. Die USA leiden unter den Nachwehen des Shutdowns ebenso wie unter dem Handelsstreit mit China. In Frankreich ist eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums durch die Gelbwestenproteste möglich. In Italien bleibt die Bankenlandschaft instabil. Die Situation in Venezuela trägt nicht zum Optimismus bei.

In diesem von Unsicherheiten geprägten Umfeld gibt es eine gute Nachricht - zumindest für Finanzierungswillige. Die Unsicherheiten führen zu einer starken Nachfrage nach sicheren Anleihen und die Renditen dafür sinken. So liegt die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe derzeit unter 0,2 Prozent. Das führt weiterhin zu niedrigen Bauzinsen, da sich diese an den Renditen der langfristigen Anleihen und Pfandbriefe orientieren.

Zinsentwicklung bis Februar 2019

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Die meisten Experten erwarten in den nächsten Wochen gleichbleibende Zinsen. Im Verlauf von 2019 gehen sieben von zehn der befragten Experten von leicht steigenden Zinsen für Baufinanzierungen aus.

Im Detail: Die Aussagen der Experten im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

  • Allianz: "Unsicherheiten ergeben sich aus leicht reduzierten Wirtschaftsprognosen. Dies spricht gegen einen Zinsanstieg. Sinkende Zinsen sind bei den derzeitigen immer noch guten Konjunkturdaten unwahrscheinlich."

  • Commerzbank: "Die derzeitigen Sorgen um eine Rezession im Euroraum und den USA dürften durch wieder stabilere Wirtschaftsdaten entkräftet werden, und dadurch auch wieder Zinserhöhungsspekulationen auslösen, sowohl für die EZB als auch die Fed."

  • HypoVereinsbank: "Das Konjunkturumfeld in Deutschland und in der Eurozone hat sich in den letzten Monaten eingetrübt. Die Europäische Zentralbank beurteilt die Wachstumsrisiken nun nach unten gerichtet. Die Erwartung von Leitzinsanhebungen ist in weite Ferne gerückt. In diesem Umfeld werden die Kapitalmarktrenditen in diesem Jahr voraussichtlich dauerhaft auf sehr niedrigem Niveau verharren. Zeitweilige Renditeanstiege erscheinen allenfalls möglich, sollten die Themen Brexit und Handelskonflikt einen positiven Ausgang nehmen."

  • ING Deutschland: "Die Unsicherheit an den Finanzmärkten wird sich nicht so schnell legen: Die Kehrtwende der Fed von der Zinswende hat zwar die Börsen stabilisiert, Anleihemärkte aber weiter verunsichert. Aufgrund von Handelskonflikten, Brexit und allgemeiner Konjunkturunsicherheit wird sich an den niedrigen Zinsen vor Jahresmitte auch nicht so schnell etwas ändern."

  • MünchenerHyp: "Aktuell wird die Wirtschaft von einer Vielzahl politischer Themen (Brexit/Handelsstreit/US-Shutdown/Italien) belastet. An den Bondmärkten führten diese Belastungen und reduzierte Inflationserwartungen (Rohölpreis) zu deutlich sinkenden Renditen und damit attraktiven Konditionen für Baukredite. Mittelfristig sollte die Wirtschaft wieder bessere Wachstumszahlen erreichen (Wegfall beziehungsweise Lösung der Belastungsfaktoren) und daher sollten die Zinsen für Baukredite etwas ansteigen."

  • Postbank: "Die EZB hat sich zuletzt deutlich skeptischer als zuvor über die Wachstumsaussichten des Euroraums geäußert. Dies lässt erwarten, dass sie ihre Leitzinsen in diesem Jahr wohl noch nicht anheben wird. Zwar gehen wir davon aus, dass die deutschen Kapitalmarktzinsen und damit auch die Bauzinsen steigen werden, wenn sich die derzeit hohe politische und ökonomische Unsicherheit etwas legt. Die Aussicht auf zunächst anhaltend niedrige Leitzinsen limitiert jedoch das Anstiegspotenzial."

  • PSD Bank RheinNeckarSaar: "Wir rechnen erst im Frühjahr mit einem Ausblick der EZB, wann die Zinsen gegebenenfalls angehoben werden. Schwächere Konjukturdaten deuten auf eine - wenn überhaupt - späte Zinserhöhung hin. Grundsätzlich sehen wir derzeit keine große Veränderung des Zinsumfeldes."

  • Sparkasse zu Lübeck: "Nachdem die EZB die Wachstumsprognosen für Europa jüngst zurückgenommen hat und die avisierten Inflationsraten weiterhin nicht erreicht wurden, ist mit steigenden Zinsen auf absehbare Zeit nicht zu rechnen. Politische Beweggründe (Italien, Brexit) könnten kurzfristige Zinsrückgänge zur Folge haben."


* Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der ING Deutschland, der HypoVereinsbank, der MünchenerHyp, der Postbank, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "fallend", "steigend" oder "gleichbleibend" angegeben haben.

** Bei 2/3 der durch die Vermittlung der Interhyp AG, Domagkstraße 34 in 80807 München, zustande kommenden Verträge, erhalten Interhyp-Kunden einen festen Sollzins von 1,25% p.a. und einen effektiven Jahreszins von 1,26% p.a., unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Verbraucherdarlehensvertrages 27 Jahre 11 Monate, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 708,33 Euro. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge, Auslagen (z.B. Grundbuchkosten)) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen. Der zu zahlende Gesamtbetrag während der Sollzinsbindung beläuft sich auf 87.499,60 Euro. Die Restschuld am Ende der Zinsbindung beträgt 136.124,55 Euro. Weitere Voraussetzungen: Einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über ein Grundpfandrecht, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.

Wohntraumstudie

Die aktuellen Tendenzen

Kurzfristig
(4 Wochen):

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Mittel- bis
langfristig:

steigend

Tendenz kurzfristig

Aktuelles Zinsniveau

1,25%/1,26% **

gebundener Sollzins/effektiver Jahreszins für zehnjährige Darlehen

Immer aktuelle Infos

Zum Newsletter anmelden

Bester Baufinanzierer (Euro 8/2018)

Interhyp wurde bereits zum dreizehnten Mal in Folge vom Wirtschaftsmagazin Euro als "Bester Baufinanzierer" ausgezeichnet.