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INTERHYP-ZINSBERICHT VOM 2. MAI 2019

Interhyp-Zinsbericht

Bauzinsen historisch niedrig: Sichere Finanzierung gefragt

Aktuelle Zinsprognose und Expertentipps im Video! Diese Themen erwarten Sie:

  • Verhaltene Konjunktur, niedrige Renditen bei Staatsanleihen und Notenbankpolitik halten Baugeld auf Tiefständen
  • Ausblick: Kurzfristig weiter günstig, langfristig gleichbleibend bis leicht steigend
  • Volltilger-Darlehen bieten Sicherheit und festes Datum für Schuldenfreiheit

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Gute Zeiten für Bauherren und Käufer: Die Zinsen liegen seit einigen Wochen wieder auf dem Niveau des Allzeittiefs. Und in den nächsten Wochen werden die Finanzierungsbedingungen günstig bleiben, wie unsere Expertenbefragung zeigt. Auch auf Jahressicht erwarten wir gleichbleibende bis allenfalls leicht steigende Zinsen. Eine nachhaltige Trendwende sehen wir in weitere Ferne gerückt."

"Mit der Talfahrt der Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen, die im März und April zum Teil ins Minus gerutscht sind, liegen auch die Baugeldkonditionen wieder auf historischen Tiefständen. Zehnjährige Darlehen sind für Bestkonditionen von unter einem Prozent möglich. Fünfzehnjährige Darlehen können bei guter Bonität für Zinsen von unter 1,5 Prozent abgeschlossen werden. Grund für die niedrigen Konditionen sind wirtschaftliche und politische Unsicherheiten. In unsicheren Zeiten steigt die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie langfristigen Staatsanleihen - und daran orientieren sich die Baugeldzinsen."

Zinstrend Mai 2019

"Im aktuellen Zinsumfeld sollten Darlehensnehmer auf eine hohe Tilgung achten, um den Weg in die spätere Schuldenfreiheit zu ebnen. Volltilger-Darlehen, die am Ende der Laufzeit komplett abbezahlt und zudem besonders zinsgünstig sind, können für sicherheitsorientierte Immobilienkäufer eine Überlegung wert sein. Denn während bei herkömmlichen Krediten Anfangstilgungen zwischen zwei und drei Prozent üblich sind, können es beim Volltilger-Darlehen Tilgungssätze von fünf bis zehn Prozent sein. Das wirkt wie ein Turbo bei der Kreditlaufzeit und spart Kreditzinsen, auch wenn die monatlichen Raten etwas höher liegen. Weiterer Vorteil: Die Anschlussfinanzierung entfällt, Darlehensnehmer haben also Planungssicherheit bis zum Schluss. Wir raten daher, beim Beratungsgespräch die Volltilger-Option prüfen und berechnen zu lassen."

Hier können Sie eine Finanzierung anfragen und sich kompetent beraten lassen.

Zins- und Marktumfeld

Nachdem an den Börsen bekanntlich die Zukunft gehandelt wird, ließe sich meinen, die Stimmung helle sich auf. Ob Dax oder Dow: Beide bedeutenden Indizes hatten in den vergangenen drei Monaten gut zehn Prozent zugelegt und Anlegern gute Renditen beschert. Allerdings waren die Gründe für die Kursgewinne weniger in prosperierenden Wirtschaftsprognosen zu suchen, sondern auch in den Ankündigungen der Notenbanken. Die amerikanische Notenbank Fed hatte Mitte März verkündet, die Zinsen in 2019 nicht mehr anzuheben. Kurz zuvor hatte bereits die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinswende auf mindestens 2020 verschoben. Auch bei ihrem gestrigen Zinsentscheid ist die Fed bei ihrem Kurs geblieben. Keine Zinserhöhung - aber auch keine Senkung, wie kurz zuvor von US-Präsident Donald Trump gefordert. Die US-Börsen gaben deshalb am Mittwoch nach. Die Fed sieht das US-Wirtschaftswachstum offenbar derzeit noch so solide, dass sie nicht mit Zinssenkungen gegensteuern will.

Für die Weltwirtschaft insgesamt geben Experten derzeit eher kritische Prognosen ab: WTO wie Internationaler Währungsfonds haben kurzlich vor einer Abschwächung des Welthandels beziehungsweise der Weltwirtschaft gewarnt. Das betrifft auch Deutschland. So haben führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognose für das Wachstum im laufenden Jahr deutlich von 1,9 auf unter ein Prozent gesenkt.

Allerdings gab es im April durchaus positive Nachrichten. Demnach könnte sich im Handelsstreit zwischen den USA und China, den beiden weltweit führenden Volkswirtschaften, eine Einigung abzeichnen. Und der erneute Brexit-Aufschub wird an den Märkten ebenso überwiegend positiv bewertet.

Zinsentwicklung bis Mai 2019

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Während einige die Konjunkturaussichten und damit die künftige Zinspolitik etwas optimistischer interpretieren, halten andere eine wirtschaftliche Abkühlung und damit eine dauerhaft anhaltende Politik des billigen Geldes für wahrscheinlicher. Insgesamt ist in sechs Monaten bis zu einem Jahr mit gleichbleibenden bis allenfalls leicht steigenden Zinsen zu rechnen. Einige wenige Experten halten auch weiter fallende Tendenzen für möglich.

Im Detail: Die Aussagen der Experten im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

  • Allianz: "Die sogenannten "japanischen Zinsverhältnisse" werden aktuell von den meisten Marktteilnehmern als das wahrscheinlichste Szenario betrachtet."

  • Commerzbank: "Die Konjunktursorgen im Euroraum halten sich hartnäckig und die EZB widerspricht nicht den Spekulationen über mögliche Lockerungsmaßnahmen. Gleichzeitig hat der Zinstrend in den USA den Hochpunkt erreicht. Die zehnjährigen Renditen von Bundesanleihen dürften kurzfristig weiter um die 0-Prozent-Marke schwanken und mittelfristig nur sehr moderat steigen, wenn sich die Konjunkturdaten im Jahresverlauf wieder stabilisieren."

  • HypoVereinsbank: "An den Rentenmärkten haben die Kapitalmarktrenditen einen Boden gefunden. Der Konjunkturausblick hellt sich ganz leicht auf. Die Erwartungen auf höhere Leitzinsen der Notenbanken bleiben jedoch sehr zurückhaltend. Bei weiterhin ungelösten Unsicherheitsthemen (Brexit, Handelskonflikt) bestehen vorerst keine Aussichten auf spürbar höhere Renditen. Auch mittelfristig sprechen die schwache Konjunkturentwicklung und sehr verhaltende Leitzinserwartungen allenfalls für einen sehr geringen Renditeanstieg."

  • ING Deutschland: "In den kommenden Wochen könnten die Konjunktursignale aus der Eurozone endlich mal wieder positiv überraschen und damit die Kapitalmarktzinsen leicht nach oben drücken. Mittel- bis längerfristig befindet sich die Eurozone allerdings immer mehr in einem japanischen Szenario, wodurch es für die Zinsen wenig Spielraum nach oben gibt."

  • MünchenerHyp: "Die Zinsen für Baufinanzierungen liegen weiter auf sehr niedrigem Niveau. Unsicherheiten bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa (Brexit/Handelskonflikt), geringe Inflationsraten und die weiterhin expansive Notenbankpolitik führten zu dieser Entwicklung. Eine für das 2. Halbjahr erwartete wirtschaftliche Erholung und die Lösung politischer Belastungen sollten im weiteren Jahresverlauf für etwas steigende Zinsen sorgen."

  • Postbank: "Aktuell sehen wir kaum Gründe für einen deutlicheren Anstieg der Zinsen für längerfristige Hypothekendarlehen auf Sicht der kommenden zwölf Monate. So hat neben (globalen) Konjunktursorgen insbesondere die nochmalige zeitliche Ausdehnung der Forward Guidance durch die EZB die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen wieder unter null Prozent und damit in die Nähe ihrer historischen Tiefs aus dem Jahr 2016 gedrückt. Unsere Zwölf-Monats-Prognose einer Bundrendite von 0,40 Prozent hängt wiederum in entscheidendem Maße davon ab, dass eine Leitzinsanhebung durch die EZB auf Jahressicht wieder in greifbare Nähe rückt. Diesbezügliche Zweifel sind sicherlich angebracht."

  • PSD Bank RheinNeckarSaar: "Schwache Konjunkturdaten (insbesondere bei den Frühindikatoren) sprechen für eine Zunahme der Abwärtsrisiken, sodass eine Fortsetzung der geringeren Wachstumsdynamik im laufenden Jahr sehr wahrscheinlich ist. Die EZB signalisiert, weiterhin an der Nullzinspolitik festzuhalten, beziehungsweise unter Umständen noch weitere geldpolitische Impulse zu implementieren, um die günstigen Finanzierungsbedingungen zu wahren."

  • Sparkasse zu Lübeck: "Aufgrund der konjunkturellen Abschwächung in der Eurozone und einem verhaltenen Inflationsausblick gehen wir mittelfristig von leicht fallenden Zinssätzen für lange Laufzeiten aus."


* Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der ING Deutschland, der HypoVereinsbank, der MünchenerHyp, der Postbank, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "fallend", "steigend" oder "gleichbleibend" angegeben haben.

** Repräsentatives Beispiel: Bei 2/3 der durch die Vermittlung der Interhyp AG, Domagkstraße 34 in 80807 München, zustande kommenden Verträge, erhalten Interhyp-Kunden einen festen Sollzins von 1,10% p.a. und einen effektiven Jahreszins von 1,11% p.a., unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Verbraucherdarlehensvertrages 28 Jahre 5 Monate, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 683,33 Euro. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge, Auslagen (z.B. Grundbuchkosten)) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen. Der zu zahlende Gesamtbetrag während der Sollzinsbindung beläuft sich auf 84.499,60 Euro. Die Restschuld am Ende der Zinsbindung beträgt 136.606,67 Euro. Weitere Voraussetzungen: Einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über ein Grundpfandrecht, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.

Die aktuellen Tendenzen

Kurzfristig
(4 Wochen):

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Mittel- bis
langfristig:

gleichbleibend bis leicht steigend

Tendenz kurzfristig

Aktuelles Zinsniveau

1,10%/1,11% **

gebundener Sollzins/effektiver Jahreszins für zehnjährige Darlehen

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Bester Baufinanzierer (Euro 8/2018)

Interhyp wurde bereits zum dreizehnten Mal in Folge vom Wirtschaftsmagazin Euro als "Bester Baufinanzierer" ausgezeichnet.