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INTERHYP-ZINSBERICHT VOM 1. AUGUST 2019

Interhyp-Zinsbericht

Neues Allzeittief: Immobilienkredite historisch günstig

Aktuelle Zinsprognose mit Video. Diese Themen erwarten Sie:

  • Fed senkt Zinsen, EZB spricht deutlich darüber: Geldpolitik gibt Märkten die Richtung vor
  • Niedrige Zinsen sollen weltweit langsameres Wirtschaftswachstum und geringe Inflation stimulieren
  • Während für Sparer noch härtere Zeiten anbrechen, profitieren Immobilienkäufer von extrem günstigen Konditionen

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Freiheit und Unabhängigkeit – das sind Begriffe, die viele Menschen emotional mit dem eigenen Zuhause verbinden. Eigentümer sind unabhängig von Mietzahlungen und frei in Gestaltungsfragen. Vor allem verspricht eine eigene Immobilie finanzielle Unabhängigkeit im Alter. Die aktuellen Entscheidungen und Ankündigungen der europäischen und amerikanischen Notenbank machen deutlich, dass der klassische Vermögensaufbau durch Sparen angesichts minimaler Guthabenzinsen und drohender Strafzinsen immer weniger attraktiv wird. Dagegen begünstigen niedrige Baufinanzierungszinsen die Schaffung von Wert und Rendite in Form von Immobilieneigentum. Wie günstig die Zinsen wirklich sind, sieht man in den Interhyp-Zins-Charts: Die Zinsen für zehnjährige Darlehen liegen deutlich unter einem Prozent. Bestkonditionen liegen teilweise sogar nur bei rund 0,5 Prozent. Das ist einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik."

Den Sommer auf der eigenen Terrasse oder auf dem eigenen Balkon genießen. Ein kleines Gartengrundstück, mehr Platz - die eigene Immobilie ist ohne Frage jene Form der Geldanlage, die direkt auf die Lebensqualität einzahlt und an der man sich jeden Tag erfreuen kann. Das Zinsniveau für Immobilienkredite könnte dafür kaum besser sein. Denn: Die jüngsten Statements der Notenbanken lassen vermuten, dass sich an dem eingeschlagenen Niedrigumfeld so bald nichts ändern wird. Die von Sparern erhoffte Zinswende ist in weite Ferne gerückt. Wie unsere Umfrage zeigt, sehen auch die Zins-Experten der von uns befragten zehn deutschen Kreditinstitute kurzfristig und auch längerfristig eine anhaltend günstige Zinslandschaft. Nicht wenige halten mittel- bis langfristig sogar fallende Zinsen für möglich.

Zinstrend August 2019

Damit die eigene Immobilie auf Dauer die Freiheit und Unabhängigkeit bringt, die sich Bauherren und Käufer wünschen, sollte die Finanzierung nicht Spitz auf Knopf kalkuliert sein. Wichtig und zukunftsorientiert ist ein hoher Anteil an Eigenkapital. Was heißt das? Mindestens die Kaufnebenkosten sollten durch eigene Mittel abgedeckt sein. Wir empfehlen einen Anteil von zwanzig Prozent des Kaufpreises und mehr. Dann bieten die Banken zusätzlich noch etwas bessere Zinsen und Bauherren und Käufer erhalten mehr Sicherheit. Unverändert gelten unsere Empfehlungen hin zu hohen Tilgungsraten und tendenziell längeren Zinsfestschreibungen. All diese Faktoren schaffen Sicherheit und Kalkulierbarkeit. So bleibt die eigene Immobilie in Zukunft finanziell tragbar - und Sie können viele Sommer im Eigenheim oder der eigenen Wohnung genießen.

Finanzierung anfragen

Zins- und Marktumfeld

Nachdem die EZB bei ihrer letzten Sitzung am 25. Juli noch keine Schritte unternommen hat, rechnen die Märkte fest damit, dass sie den Einlagezinssatz bei ihrer nächsten Sitzung im September senken wird. Zudem wird erwartet, dass neben niedrigeren Zinsen das Anleihekaufprogramm wieder starten wird. Die amerikanische Notenbank Fed hat bereits gehandelt. Sie hat am 31. Juli wie erwartet erstmals seit einem Jahrzehnt die Zinsen herabgesetzt – um einen Viertelprozentpunkt auf 2,0 bis 2,25 Prozent. Denn: Anders als die starken Börsenkurse vermuten lassen, lahmt die Konjunktur allerorten. Das zeigt sich auch an den geringen Inflationsraten, von denen sich auf nachlassenden Konsum schließen lässt. Weitere Gründe für die gedämpften Wirtschaftsaussichten bleiben unter anderem der Handelsstreit und Unsicherheiten durch den Brexit oder auch mögliche Neuordnungen durch Themen wie Disruption und Digitalisierung.

Zinsentwicklung bis August 2019

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Etliche der von uns befragten Experten halten kurz- sowie auch mittel- bis langfristig gleichbleibende oder sogar fallende Zinsen für wahrscheinlich. Eine nachhaltigere Trendwende ist daher momentan nicht in Sicht.

Im Detail: Die Aussagen der Experten im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

  • Allianz: "Konjunktureintrübungen sprechen klar gegen steigende Zinsen. Aber die Verpflichtung der Banken gegenüber ihren Einlagekunden sprechen auch gegen einen weiteren Fall der Zinsen ins Negative. Unter diesen Rahmenbedingungen erscheinen die möglichen Entwicklungen begrenzt."

  • Commerzbank: "Die EZB stellt für ihre nächste Ratssitzung im September ein umfangreiches Lockerungspaket in Aussicht. Wir rechnen wegen der zuletzt schwachen Konjunkturdaten nicht nur mit einer Senkung des Einlagensatzes, sondern auch mit einer Wiederaufnahme der Anleihekäufe. Damit zementiert die EZB ihre extrem lockere Geldpolitik, was die langfristigen Zinsen zum Jahresende nochmal drücken dürfte."

  • HypoVereinsbank: "Die Konjunktur in der Eurozone verlor im zweiten Quartal wieder an Schwung. Der Inflationsdruck bleibt gering. Die Europäische Zentralbank hat eine weitere Leitzinssenkung in Aussicht gestellt. Darüber hinaus behält sie sich eine Wiederaufnahme des Anleihekaufprogramms vor. Gleichzeitig beginnt die amerikanische Notenbank den ersten Zinssenkungszyklus seit über zehn Jahren. In diesem Umfeld dürften die Kapitalmarktrenditen kurz- bis mittelfristig um ihr derzeitig sehr niedriges Niveau von -0,40 Prozent (10-jährige Bundrendite) pendeln."

  • ING Deutschland: "Mario Draghi hat die Märkte noch nicht komplett überzeugen können, dass die EZB im September ein großes Maßnahmenpaket präsentieren wird. Da wir weiterhin davon ausgehen, dass die EZB nicht nur die Zinsen senken wird, sondern auch QE wieder startet, sollten die langfristigen Zinsen bis September noch mal sinken. Zum Ende des Jahres sollte eine aufhellende Konjunktur allerdings auch wieder zu leicht steigenden Zinsen führen."

  • MünchenerHyp: "Aufgrund der Konjunkturschwäche und niedrigen Inflationsdaten senken die Notenbanken weltweit die Zinsen. Nach der FED dürfte die EZB nach der Sommerpause mit einem Zinsschritt von 0,10 bis 0,20 Prozentpunkten folgen. Zudem belastet die Wahl von Boris Johnson zum britischen Premierminister die Konjunkturerwartungen, da ein Brexit ohne Abkommen nun wahrscheinlicher ist. An den Rentenmärkten wurden daher zuletzt wieder historische Tiefststände bei 10- und 30-jährigen Bundesanleihen erreicht. Die Zinssätze für Hypothekendarlehen sind ebenfalls sehr niedrig und attraktiv. Wir rechnen nur mit kleineren Zinsschwankungen auf dem erreichten Niveau."

  • Postbank: "Aktuell sehen wir kaum Gründe, die auf absehbare Zeit dafür sprechen, dass sich die Zinsen für längerfristige Hypothekendarlehen von ihren zuletzt erreichten historischen Tiefs nachhaltig lösen sollten. So hat der EZB-Rat im Rahmen seiner Juli-Sitzung mehr als deutlich gemacht, dass an eine geldpolitische Straffung derzeit nicht zu denken ist und wieder expansivere geldpolitische Maßnahmen unmittelbar bevorstehen dürften. Aber auch andere Notenbanken rund um den Globus treten angesichts einer abflauenden Weltkonjunktur auf das Gaspedal und sorgen für ein globales niedriges Zinsniveau. Auf Jahressicht erwarten wir die Zinsen für Hypothekendarlehen daher im Bereich ihres aktuellen Niveaus."

  • PSD Bank RheinNeckarSaar: "Die schwachen konjunkturellen Aussichten machen tendenziell weitere zinssenkende Maßnahmen der EZB immer wahrscheinlicher. Dies kann auch die Wiederaufnahme der Anleihenkäufe durch die Zentralbank bedeuten. Der Schuldenstand der Euroländer bewirkt eine große Fragilität, die ebenfalls von der Zentralbank mit weiteren unkonventionellen Maßnahmen begleitet werden wird. Solange die Märkte dies akzeptieren, werden die Zinsen noch weiter fallen."

  • PSD Bank Rhein-Ruhr: "Aufgrund der - wahrscheinlichen - Erweiterung der negativen Zinsen im kurzfristigen Bereich durch die EZB gehen wir auch von leicht sinkenden Zinsen langfristig aus."

  • Sparkasse zu Lübeck: "Die EZB hat in der vergangenen Woche verkündet, dass die Inflations- und Konjunkturdaten in den kommenden Monaten eher enttäuschen werden. Um dem zu begegnen, wird sie wahrscheinlich den Einlagesatz weiter senken (aktuell -0,4 Prozent) und neue Wertpapierkäufe oder Liquiditätsmaßnahmen ankündigen. Alles in allem ist daher innerhalb der kommenden 12 bis 18 Monate mit einem weiter nachgebenden Zinsniveau zu rechnen."


* Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der ING Deutschland, der HypoVereinsbank, der MünchenerHyp, der Postbank, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "fallend", "steigend" oder "gleichbleibend" angegeben haben.

** Repräsentatives Beispiel: Bei 2/3 der durch die Vermittlung der Interhyp AG, Domagkstraße 34 in 80807 München, zustande kommenden Verträge, erhalten Interhyp-Kunden einen festen Sollzins von 0,87% p.a. und einen effektiven Jahreszins von 0,87% p.a., unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Verbraucherdarlehensvertrages 29 Jahre 4 Monate, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 645,00 Euro. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge, Auslagen (z.B. Grundbuchkosten)) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen. Der zu zahlende Gesamtbetrag während der Sollzinsbindung beläuft sich auf 79.900 Euro. Die Restschuld am Ende der Zinsbindung beträgt 137.336,33 Euro. Weitere Voraussetzungen: Einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über ein Grundpfandrecht, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.

Die aktuellen Tendenzen

Kurzfristig
(4 Wochen):

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Mittel- bis
langfristig:

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Aktuelles Zinsniveau

0,87%/0,87% **

gebundener Sollzins/effektiver Jahreszins für zehnjährige Darlehen

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Bester Baufinanzierer (Euro 8/2019)

Interhyp wurde bereits zum vierzehnten Mal in Folge vom Wirtschaftsmagazin Euro als "Bester Baufinanzierer" ausgezeichnet.