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INTERHYP-ZINSBERICHT VOM 7. NOVEMBER 2019

Interhyp-Zinsbericht

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Aktuelle Zinsprognose mit Video. Diese Themen erwarten Sie:

  • Amerikanische Notenbank Fed hat Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr gesenkt
  • Baugeld bleibt günstig
  • Brexit und Handelskonflikt bestimmen weiterhin die Märkte

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Wer sich im nächsten Jahr den Traum einer eigenen Immobilie erfüllen will, sollte jetzt die Weichen stellen. Das gilt besonders, wenn der Kredit noch in diesem Jahr ausgezahlt werden soll. Die Voraussetzungen zum Erwerb von Wohneigentum bleiben finanzierungsseitig ausgezeichnet. Der November startet mit günstigen Zinsen für Immobiliendarlehen von unter einem Prozent. Wie die dritte Leitzinssenkung der amerikanischen Notenbank Fed in diesem Jahr Ende Oktober zeigt, wird auch in den USA weiterhin auf eine expansive Geldpolitik gesetzt, um einer weiteren Konjunkturabkühlung entgegenzuwirken. Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) ist auch unter der neuen Führung von Christine Lagarde mit einer Fortführung der Niedrigzinspolitik zu rechnen."

Das niedrige Zinsniveau hat sich – trotz diverser Diskussionen über mögliche Negativzinsen im Spätsommer und Herbst – nicht weiter nach unten bewegt, sondern wieder leicht von der Null nach oben. Jetzt, Anfang November, liegen die Zinsen für zehnjährige Darlehen vielfach zwischen 0,5 und einem Prozent. Der leichte Anstieg der vergangenen Wochen ist in unseren Augen vor allem mit den höheren Renditen am Kapitalmarkt zu begründen. Diese leicht steigenden Renditen wiederum liegt an leichten Hoffnungsschimmern auf Lösungen bei den Dauerthemen Brexit und Handelskonflikt. Dennoch überwiegt die Unsicherheit. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, die für die Entwicklung des Baugeldes eine wichtige Rolle spielt, hat zuletzt etwas zulegen können. Auch die Freibeträge der Banken, für die sie keine Strafzinsen zahlen müssen, können den leichten Anstieg gestützt haben.

Die aktuelle Bodenbildung bei den Konditionen darf allerdings nicht den Eindruck erwecken, die Aufnahme eines Darlehens sei für Immobilienkäufer oder Häuslebauer nun teuer. Das aktuelle Niveau ist im historischen Vergleich absolut niedrig. Das zeigen die Interhyp-Zins-Charts. Wer vor acht oder zehn Jahren einen Kredit abgeschlossen hat, zahlte oft das Drei-, Vier- oder Fünffache. Das verdeutlicht auch die Sparchancen, die sich in diesen Tagen für Anschlussfinanzierer ergeben. Über die Laufzeit des Kredits können sie im Vergleich zur ersten Finanzierung nicht selten mehrere zehntausend Euro an Zinskosten einsparen. Mit der Konsequenz, deutlich früher schuldenfrei zu sein.

Zinstrend November 2019

Wir raten gerade im aktuellen Zinsumfeld, das etwas in Bewegung geraten ist, Zinsvergleiche zu nutzen, um die besten Angebote zu finden. Doch ein niedriger Zins allein macht noch keine Baufinanzierung. Der Kredit muss zu den individuellen Bedürfnissen passen – etwa in puncto Zinsbindung, Anfangstilgung oder auch was Sondertilgungsoptionen und bereitstellungszinsfreie Zeiten angeht, die beim Bauen oder beim Kauf vom Bauträger wichtig sein können.

Wer noch eine Darlehensauszahlung oder eine Kreditzusage in 2019 benötigt, sollte sich sputen. Denn die Fristen dafür enden oft Ende November oder Anfang Dezember. Und wer seine Sondertilgung nutzen will, sollte ebenfalls aktiv werden – denn oft ist die Sondertilgung auf einen bestimmten Betrag pro Kalenderjahr beschränkt. Gern helfen Berater dabei, jetzt die richtigen Weichen zu stellen.

Finanzierung anfragen

Zins- und Marktumfeld

Ursachen für das relativ günstige Zinsniveau sind die weltweiten wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten verbunden mit der Niedrigzinspolitik der Notenbanken. Das letzte Brexit-Ultimatum ist verstrichen und das Land steht vor Neuwahlen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht Deutschland bereits auf Talfahrt. Die US-Wirtschaft befindet sich zwar grundsätzlich auf Wachstumskurs und die Arbeitslosenquote ist niedrig. Allerdings hat der Handelsstreit mit China der Wirtschaft zugesetzt und die Warnsignale einer bevorstehenden Abkühlung verdichten sich. Um einen Konjunktureinbruch zu verhindern, hat die US-Notenbank ihren Leitzins erneut gesenkt - auf eine Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent.

Ein Blick auf die Inflationsdaten lässt erwarten, dass auch Christine Lagarde, die nun an der Spitze der EZB steht, die Niedrigzinspolitik fortführt, mit der Draghi acht Jahre lang die Geldpolitik getreu seiner wohl bekanntesten Aussage "Wir werden tun, was immer nötig ist, um den Euro zu retten" geprägt hat.

Zinsentwicklung bis Oktober 2019

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Viele von uns befragte Experten sehen kurz- und ein gleichbleibendes Zinsniveau. Sollte es langfristig zu einem Zinsanstieg kommen, dann allenfalls zu einem zaghaften. Fallende Konditionen werden nur vereinzelt erwartet.

Im Detail: Die Aussagen der Experten im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

  • Allianz: "Für illiquide Kapitalanlagen ist ein Boden erreicht. Schwankungen im SWAP (reiner Zinstausch) wurden von Investoren nicht nachvollzogen. Negativzinsen bei Immobilienkrediten halten wir nicht für möglich. Denn die Investoren werden dann auf andere Kapitalanlagen ausweichen. Negativzinsen sind bisher nur in liquiden Titeln beobachtet worden, die dem Investor für buy and sell Strategien dienen."

  • Commerzbank: "Die jüngst beschlossenen Lockerungsmaßnahmen der EZB dürften helfen, die langfristigen Kapitalmarktzinsen vorerst auf den aktuellen Niveaus zu stabilisieren, auch wenn sich mit dem aufkommenden Optimismus über die Handelsgespräche die Risikostimmung verbessert und das Risiko eines ungeordneten Brexit abgenommen hat. Da sich dadurch im kommenden Jahr die globalen Wachstumsperspektiven wieder etwas aufhellen dürften, erwarten wir mittelfristig moderat steigende Kapitalmarktzinsen."

  • HypoVereinsbank: "Positive Entwicklungen in Sachen Brexit und US-chinesischer Handelsstreit haben in den vergangenen Wochen die Stimmung an den Finanzmärkten verbessert und einen Anstieg der Kapitalmarktrenditen ausgelöst. Kurzfristig dürfte das Stimmungshoch noch anhalten und damit die Renditen noch weiter nach oben schieben. Mittel- bis langfristig spricht ein anhaltend schwacher Konjunkturausblick bei sehr gedämpftem Inflationsdruck und einer weiterhin sehr expansiven geldpolitischen Ausrichtung für dauerhaft niedrige (negative) Kapitalmarktrenditen."

  • ING Deutschland: "Kurzfristig werden die Zinsen relativ stabil bleiben. Langfristig gibt es einen ganz leichten Aufwärtstrend. Die unsichere Konjunkturlage und Notenbanken in Habachtstellung lassen die Zinsen niedrig. Erst wenn es im nächsten Jahr konjunkturell wieder etwas bergauf geht, können sich die Zinsen leicht von ihren aktuellen Tiefständen befreien."

  • MünchenerHyp: "Die Entspannungssignale im Handelsstreit (USA/CHINA) und die höhere Wahrscheinlichkeit eines geordneten Brexit haben für eine positive Risikostimmung und etwas steigende Renditen gesorgt. Die Notenbanken werden zwar vorerst an ihrer expansiven Geldpolitik (Kaufprogramm EZB) festhalten, da die Wirtschaftsdaten weiterhin schwach und die Inflationsraten sehr niedrig erwartet werden. Trotzdem dürften die Zinsen auf dem erreichten Niveau kaum mehr fallen, sondern eher leicht ansteigen."

  • Postbank: "Grund für den Anstieg der hiesigen Kapitalmarktrenditen in den letzten Wochen waren – wie so oft in der jüngeren Vergangenheit – wieder einmal politische Entwicklungen. So sorgten insbesondere eine in der Summe positivere Kommunikation beider Seiten im US-chinesischen Handelsstreit sowie Hoffnungen auf einen trotz Verschiebung glimpflichen Ausgang des Brexit-Dramas für eine nachlassende Risikoaversion. Sollten sich diese Entwicklungen bestätigen, sprächen diese grundsätzlich für weiteres Aufwärtspotenzial bei den Renditen. Dem entgegen steht aber die Tatsache, dass die EZB mit ihren jüngsten Entscheidungen das Niedrigzinsumfeld im Euroraum noch einmal zementiert hat und unter der neuen EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf absehbare Zeit kein grundlegender Kurswechsel zu erwarten ist. Die hiesigen Kapitalmarktrenditen und damit auch die Zinsen für Hypothekendarlehen erwarten wir vor diesem Hintergrund auf Jahressicht im Bereich ihrer aktuellen, sehr niedrigen Niveaus."

  • Sparkasse zu Lübeck: "Mit der leichten Entspannung beim Brexit und im Handelskonflikt zwischen USA und China kam es am Rentenmarkt zu Gewinnmitnahmen und in der Folge zu leicht steigenden Zinsen. Kurzfristig könnte nun eine technische Reaktion mit leicht fallenden Zinsen folgen. Diese dürfte durch den Beginn des neuen Anleihenkaufprogramms der EZB gestützt werden. Auf lange Sicht wird die EZB versuchen das Zinsniveau niedrig zu halten."


* Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben uns Experten der Allianz, der Commerzbank, der ING Deutschland, der HypoVereinsbank, der MünchenerHyp, der Deutschen Bank, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar, der Sparkasse Hannover und der Sparkasse zu Lübeck ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent der Experten jeweils die Antwort "fallend", "steigend" oder "gleichbleibend" angegeben haben.

** Bei 2/3 der durch die Vermittlung der Interhyp AG, Domagkstraße 34 in 80807 München, zustande kommenden Verträge, erhalten Interhyp-Kunden einen festen Sollzins von 0,82% p.a. und einen effektiven Jahreszins von 0,82% p.a., unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Verbraucherdarlehensvertrages 29 Jahre 6 Monate, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 636,67 Euro. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge, Auslagen (z.B. Grundbuchkosten)) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen. Der zu zahlende Gesamtbetrag während der Sollzinsbindung beläuft sich auf 78.900,4 Euro. Die Restschuld am Ende der Zinsbindung beträgt 137.493,18 Euro. Weitere Voraussetzungen: Einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über ein Grundpfandrecht, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.

Die aktuellen Tendenzen

Kurzfristig
(4 Wochen):

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Mittel- bis
langfristig:

gleichbleibend bis leicht steigend

Tendenz kurzfristig

Aktuelles Zinsniveau

0,82%/0,82% **

gebundener Sollzins/effektiver Jahreszins für zehnjährige Darlehen

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Bester Baufinanzierer (Euro 8/2019)

Interhyp wurde bereits zum vierzehnten Mal in Folge vom Wirtschaftsmagazin Euro als "Bester Baufinanzierer" ausgezeichnet.