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INTERHYP-ZINSBERICHT VOM 04. MÄRZ 2021

Interhyp-Zinsbericht

Frühlingserwachen – auch bei den Zinsen?

Aktuelle Zinsprognose. Diese Themen erwarten Sie:

  • Leichter Zinsanstieg bei Immobiliendarlehen
  • Letzter Monat für Baukindergeld angebrochen
  • Nervosität an den Aktienmärkten nimmt zu, Renditen an den Kapitalmärkten gestiegen

Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft der Interhyp AG: "Mit dem Frühjahr erwachen bei vielen Menschen die Wünsche nach dem Erwerb einer Immobilie. Mit den in Aussicht gestellten Lockerungen und dem Fortgang der Impfungen gegen Covid-19 keimt vorsichtig die Zuversicht auf eine mögliche Rückkehr zur Normalität. Die Aktienmärkte haben Hoffnungen der Investoren auf Gewinne bereits eingepreist. An den Anleihemärkten deuten sich ebenso erste zarte Anzeichen einer Veränderung an – auch infolge der Diskussionen um Konjunkturerholung und steigende Inflationserwartungen. Die Bestkonditionen für zehnjährige Darlehen liegen aktuell bei rund 0,6 Prozent, im Schnitt liegen die Zinsen bei etwas über 0,8 Prozent. Im Vergleich zum vergangenen Monat ist das ein leichter Anstieg. Im Jahresverlauf erwarten wir auch einen leicht steigenden Trend. Die Zinsen für Immobiliendarlehen werden dennoch vergleichsweise günstig bleiben. Auch die Experten im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sehen das Aufwärtspotenzial bei den Konditionen durch die ungewisse Wirtschaftsentwicklung und die Geldpolitik der Zentralbanken begrenzt."

Für Immobilieninteressenten ist der Blick in die Zukunft ebenso wichtig wie für professionelle Anleger. Zwei entscheidende Fragen lauten: Wie entwickeln sich die Wohnimmobilienmärkte nach Corona? Und wie wird sich die eigene Einnahmesituation entwickeln, die für die Immobilienfinanzierung oftmals entscheidend ist? Die Preise für Immobilieneigentum haben sich im vergangenen Jahr trotz Corona solide gezeigt und sind vielerorts gestiegen. Die im Februar entflammte Debatte um den Neubau von Eigenheimen hat eindrucksvoll demonstriert, wie wichtig die Immobilie und das eigene Zuhause für die Menschen ist und bleiben wird. Die Corona-Pandemie hat nach unserer Wahrnehmung zuletzt das Bedürfnis nach einem eigenen Zuhause zusätzlich verstärkt – im Idealfall mit kleinem Garten oder Balkon und am Stadtrand.

Besonders für Immobilieninteressenten mit einer Familie lohnt es sich, auf die Fristen des endenden Baukindergeldes zu achten. Wenn sie bis zum 31. März einen notariellen Kaufvertrag für ein Objekt unterschreiben oder eine Baugenehmigung erhalten, können sie bei der KfW noch Baukindergeld beantragen. Es geht um 36.000 Euro bei Familien mit drei Kindern. Wird die Frist eingehalten, kann der Antrag auf das Baukindergeld auch noch später gestellt werden und zwar bis sechs Monate nach Einzug in die neue Immobilie bzw. bis zum 31. Dezember 2023.

* Expertenpanel siehe unten

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Interhyp-Expertenrat

Der Weg zum Immobilienkredit ist durch die digitale Baufinanzierung mit Interhyp nicht nur leichter denn je – sondern auch besonders individuell, sicher, bequem und zeitsparend. Mit Interhyp Home können Sie Ihre Finanzierung selbst besser verstehen, verschiedene Optionen prüfen und gemeinsam mit Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater optimieren. Indem Sie selbst Unterlagen hochladen und sich informieren, haben Sie noch mehr Kontrolle über die gesamte Finanzierung. Ihre persönliche Beraterin oder der Berater stehen Ihnen natürlich weiterhin zur Seite. Wie das geht, zeigt unser Video zu Interhyp Home.

Zins- und Marktumfeld

Die Märkte werden weiter maßgeblich von der Covid-19-Pandemie bestimmt. Die vielerorts erfolgreich angelaufenen Impfungen und positive Nachrichten zur Wirksamkeit der Impfstoffe gegenüber Mutationen und Übertragungen konnten die Zuversicht auf eine Normalisierung des Lebens steigern. Die Aktienmärkte, an denen vor allem die Zukunft gehandelt wird, hatten in den vergangenen Monaten deutliche Zugewinne verzeichnet. Nicht wenige Marktteilnehmer halten aber Korrekturen für wahrscheinlich, da die mittelfristigen realwirtschaftlichen Auswirkungen noch immer nicht komplett vorhersehbar sind. Ebenso scheint die Gefahr einer dritten Infektionswelle nicht gebannt, was sich an der zögerlichen Öffnungspolitik erkennen lässt.

Trotz vieler Unwägbarkeiten: Das sich verändernde Stimmungsbild der Anleger lässt sich auch an den Kapitalmarktrenditen ablesen. Im Februar haben die Zinsen für wichtige Staatsanleihen deutlich zugelegt. Die Rendite für die zehnjährige deutsche Bundesanleihe ist binnen weniger Wochen von minus 0,5 Prozent auf minus 0,3 Prozent gestiegen. Als mögliche Gründe kommen unter anderem aufkommende Inflationserwartungen ebenso ins Spiel wie Erwartungen, dass sich die amerikanische Notenbank Fed aus den Anleihekäufen zurückziehen könnte.

Im Augenblick ist jedoch noch kein klarer Trend erkennbar. Nachdem die Renditen jedoch über Monate hinweg regelrecht im Tief verharrt waren, scheint nun etwas Bewegung in den Markt zu kommen.

Kurz und knapp: Das sagen die Experten

Im Februar haben sich die Bauzinsen etwas nach oben bewegt. Insgesamt nimmt die Wahrscheinlichkeit für einen steigenden Trend im März etwas zu. Als wesentlicher Auslöser ist der Renditeanstieg bei den Staatsanleihen zu sehen. Auch wenn der Markt in Bewegung gerät, deckeln sowohl die Geldpolitik als auch Unsicherheiten bei der Konjunkturentwicklung das Aufwärtspotenzial. Es wird wesentlich davon abhängen, ob Lockerungen und eine wirtschaftliche Erholung möglich wird. Die von uns befragten Institute bewerten den Ausblick sehr unterschiedlich. Kurzfristig halten die Experten gleichbleibende und steigende Konditionen für möglich. Eine höhere Volatilität ist wahrscheinlich. Langfristig halten die meisten steigende Konditionen für möglich. Einige wenige halten auch fallende Konditionen für denkbar.

Im Detail: Die Aussagen der Experten im Interhyp-Bauzins-Trendbarometer

  • Allianz: "Die Zinsen für lange Zinsbindungen steigen stärker als die Zinsen für kurze Zinsbindungen. Vielleicht bestimmen ganz langsam Inflationserwartungen die Märkte."

  • Commerzbank: "Steigender Konjunkturoptimismus hat die US-Zinserwartungen deutlich steigen lassen und auf die Euro-Zinssätze abgestrahlt. Wir erwarten, dass sich die Zinsen um die aktuellen Niveaus stabilisieren. Der EZB dürfte allerdings ein baldiger Ausstieg aus ihren Notprogrammen schwer fallen und die Kerninflation bleibt auf absehbare Zeit deutlich hinter dem Ziel der EZB zurück. In der zweiten Jahreshälfte dürften die Euro-Zinsen von den aktuellen Niveaus daher eher wieder etwas fallen."

  • HypoVereinsbank: "Der Anstieg der Kapitalmarktrenditen Ende Februar war vor allem die Folge eines Überschwappens der Entwicklungen in den USA auf die Eurozone. Für die Europäische Zentralbank sind anhaltend niedrige Kapitalmarktrenditen jedoch ein Eckpfeiler ihrer geldpolitischen Ausrichtung. Durch Worte und Taten (in Form einer Ausweitung der wöchentlichen Anleihekäufe) sollte es der EZB gelingen, die hiesigen Märkte gegenüber den Entwicklungen in den USA weitgehend zu isolieren. Kurz- bis mittelfristig sollte sich die 10-jährige Bundrendite an der Marke von -0,30 Prozent orientieren."

  • ING Deutschland: "Aktuell gibt es für die Kapitalmärkte nur ein Thema: Inflation. Dadurch steigen auch die langfristigen Zinsen. Da die Inflation in den kommenden Wochen weiter steigen wird, vor allem aufgrund der gestiegenen Ölpreise, werden wohl auch die langfristigen Zinsen weiter steigen. Allerdings ist kein starker Anstieg zu erwarten. Dafür wäre ein Kurswechsel der Notenbanken nötig und den wird es nicht geben. Sowohl Fed als auch EZB haben kein Interesse daran, den Konjunkturaufschwung abzuwürgen."

  • MünchenerHyp: "Durch den etwas deutlicheren Zinsanstieg der längeren Laufzeiten sind die Rentenmärkte technisch angeschlagen. Mit den erwarteten positiven Nachrichten (höhere Impfquoten in Europa, Öffnung der Wirtschaft und positiven Wirtschaftsdaten, kurzfristig höheren Inflationsdaten) würde uns ein weiterer leichter Zinsanstieg für Hypothekendarlehen nicht überraschen. In der zweiten Jahreshälfte könnte die Zinsentwicklung auf dem leicht höheren Niveau unter Schwankungen seitwärts verlaufen."

  • Postbank: "Der scharfe Anstieg der Kapitalmarktrenditen in den vergangenen Tagen dürfte auch für Aufwärtsdruck bei den Hypothekenzinsen sorgen. Da die Europäische Zentralbank den Leitzins nicht so schnell anheben dürfte, sind dem Renditeanstieg aber auch Grenzen gesetzt. Die Hypothekenzinsen dürften daher weiterhin günstig bleiben, neue historische Tiefstände bei den Zinsen sind aber vorerst unwahrscheinlich."

  • PSD Bank RheinNeckarSaar: "Wenn sich auch zunehmend - berechtigterweise - Inflationssorgen breit machen, sollte der Aufwärtstrend bei den Zinsen limitiert sein. Die anhaltenden Restriktionen aus den Corona-Landesverordnungen wirken unverändert sehr dämpfend auf eine substanzielle, konjunkturelle Erholung. Hinzukommt, dass wesentlich höhere Zinsen, die Haushaltlage der Euroländer unter massiven Druck bringen würden. Deshalb gehen wir eher von einem gleichbleibenden Zinsniveau aus, u.U. sehen wir nochmals leichte Rückgänge. Auch ist keine Abkehr der expansiven Geldpolitik bei der EZB zu erkennen."

  • Sparkasse Hannover: Die allmählich sichtbar werdende Wirkung der reflationären geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen macht sich aktuell an den Rentenmärkten in Form einer Versteilerung der Zinskurve bemerkbar. Wesentliche Faktoren sind dabei die bereits wieder sehr hohe Auslastung der globalen Industrie sowie die Perspektive auf starke Nachfrageeffekte im zweiten Halbjahr. Marktspekulationen über einen schrittweisen Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik sollten tendenziell an Fahrt gewinnen und den grundsätzlichen Trend aufwärtsstrebender Zinsen bestätigen.

* Interhyp-Bauzins-Trendbarometer: Für diese Ausgabe haben Experten der Allianz, der Commerzbank, der ING Deutschland, der HypoVereinsbank, der MünchenerHyp, der Postbank, der PSD Bank Rhein-Ruhr, der PSD Bank RheinNeckarSaar und der Sparkasse Hannover ihre Einschätzung zur kurz- sowie mittel- und langfristigen Zinsentwicklung gegeben. Das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer sagt aus, wieviel Prozent des Expertenpanels jeweils die Antwort "gleichbleibend", "fallend" oder "steigend" angegeben haben.

** Bei 2/3 der durch die Vermittlung der Interhyp AG, Domagkstraße 34 in 80807 München, zustande kommenden Verträge, erhalten Interhyp-Kunden einen festen Sollzins von 0,80% p.a. und einen effektiven Jahreszins von 0,80% p.a., unter Berücksichtigung folgender Annahmen: Nettodarlehensbetrag 200.000 Euro (Kaufpreis der Immobilie 250.000), Tilgung 3% p.a., Laufzeit des Verbraucherdarlehensvertrages 29 Jahre 7 Monate, 10 Jahre Sollzinsbindung, pro Jahr 12 Ratenzahlungen in der Höhe von 633,33 Euro. Weitere etwaige Gebühren (z.B. Teilauszahlungszuschläge, Auslagen (z.B. Grundbuchkosten)) und sonstige Kosten können anfallen. Sofern der Darlehensnehmer diese im Zusammenhang mit dem Vertrag zu tragen hat, kann sich der effektive Jahreszins erhöhen. Der zu zahlende Gesamtbetrag während der Sollzinsbindung beläuft sich auf 78.499. Die Restschuld am Ende der Zinsbindung beträgt 137.556,81 Euro. Weitere Voraussetzungen: Einwandfreie Einkommens- und Vermögenssituation, erstrangige Besicherung über ein Grundpfandrecht, Auszahlung in einer Summe. Die Konditionen können auch regional sowie von weiteren Faktoren abhängig sein.

Die aktuellen Tendenzen

Kurzfristig
(4 Wochen):

gleichbleibend

Tendenz kurzfristig

Mittel- bis
langfristig:

gleichbleibend bis steigend

Tendenz kurzfristig

Aktuelles Zinsniveau

0,8%/0,8% **

gebundener Sollzins/effektiver Jahreszins für zehnjährige Darlehen

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Bester Baufinanzierer (Euro 08/2020)

Interhyp wurde bereits zum fünfzehnten Mal in Folge vom Wirtschaftsmagazin Euro als "Bester Baufinanzierer" ausgezeichnet.