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Anschlussfinanzierung: Forward-Darlehen für viele interessant

In 2014 haben sich viele Kunden für ein Forward-Darlehen interessiert. Vor allem für Vorlaufzeiten bis zu zehn Monaten hat der Anteil der Anträge im Vergleich zum Vorjahr zugenommen, wie Daten von Interhyp belegen. Der größte Vermittler für private Baufinanzierungen zeigt in einer neuen Grafik, ab wann ein Forward-Darlehen in Betracht kommt und welche Fristen Eigenheimbesitzer kennen sollten.

Anschlussfinanzierung: Wann Sie sich darum kümmern sollten

(München, 21.04.2015) Die neue Infografik zur Anschlussfinanzierung von Interhyp veranschaulicht die Möglichkeiten, Konditionen für einen Anschlusskredit auszumachen. Bei Sollzinsbindungen bis zu zehn Jahren haben die Kunden in der Regel keine Möglichkeit, vorzeitig aus einem Vertrag auszusteigen oder umzuschulden. Sie können aber oftmals für die Zeit nach Ende der Sollzinsbindung günstige Konditionen ausmachen. Bei Zinsbindungen über zehn Jahren haben Darlehensnehmer nach dem Gesetz die Möglichkeit, ab zehn Jahren nach Vollauszahlung mit einer Frist von sechs Monaten jederzeit zu kündigen und das Darlehen also nach zehneinhalb Jahren umzuschulden oder zurückzuführen.

Schon vor Ablauf der Sollzinsbindung oder vor Vertragsende gibt es Chancen, Sparpotenziale für den Anschlusskredit zu sichern. So lassen sich mit einem Forward-Darlehen schon bis zu 66 Monate im Voraus die Zinsen für die Zeit nach dem Ablauf der Sollzinsbindung festschreiben.

Pro Monat Vorlaufzeit werden dafür in der Regel Aufschläge verlangt. Diese sind je nach Kreditinsitut unterschiedlich. Zurzeit liegen die Forward-Aufschläge häufig bei etwa 0,02 Prozentpunkten. Viele Kreditinstitute erheben aber für eine Zeit von sechs bis zu fünfzehn Monaten keine Forward-Aufschläge. Insgesamt gilt: Sehr lange Vorlaufzeiten sind nur vorteilhaft, wenn die Zinsen bis zum Abschluss des Forward-Darlehens tatsächlich so weit gestiegen sind, dass ein Forward-Darlehen mit seinen Zinsaufschlägen dennoch günstiger ist. Interhyp rät, etwa drei Jahre vor Ablauf zu prüfen, ob ein Forward-Darlehen für den individuellen Fall sinnvoll sein kann.

Da viele Banken bis zu etwa einem Jahr im Voraus keine Forward-Aufschläge verlangen, kann es in Niedrigzinsphasen sinnvoll sein, sich aktuelle Zinsen für die Anschlussfinanzierung zu sichern. Laut Interhyp sollten Eigenheimbesitzer ein Jahr im Voraus den Markt sondieren, auf jeden Fall aber sechs Monate vor Ende der Sollzinsbindung.

Spätestens drei Monate vor Ende der Zinsbindung schickt die bisherige Bank ein Verlängerungsangebot, dann bleibt allerdings nicht mehr viel Zeit für den Marktvergleich. Interhyp rät daher, möglichst frühzeitig aktiv zu werden, um in Ruhe den Markt zu sondieren und Sparchancen nutzen zu können.

Tipp: Um sich über die aktuelle Zinsentwicklung auf dem Laufenden zu halten, können Eigenheimbesitzer den Zins-Radar von Interhyp abonnieren. Sie erhalten dann den Zins für Ihre individuelle Konstellation regelmäßig per E-Mail.

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Redaktion: Britta Barlage