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Bauanträge 2016: Verschärfte Energie-Standards im Neubau

Ab Januar 2016 stellt die Energieeinsparverordnung neue Anforderungen an Neubauten. Experten befürchten jetzt, dass viele Architekten und Bauherren nicht genügend vorbereitet sind und Bauanträge scheitern könnten.

Baustelle mit Bauarbeitern

(München, 22.09.2015) Die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) wird ab dem kommenden Jahr weiter verschärft. Der Energiestandard im Neubau muss dann um 25 Prozent reduziert werden. Das bedeutet, dass der Energieverbrauch des Hauses um ein Viertel gegenüber dem bisher geltenden Wert verringert werden muss. Dadurch ergeben sich höhere Anforderungen an die Heizungstechnik und die Dämmung.

Ob die Planer auf diese Änderungen ausreichend vorbereitet sind, ist laut einer aktuellen Marktbeobachtungen des Haus- und Systemtechnikherstellers Stiebel Eltron aber fraglich. "Viele Planer für Neubauten haben ihre Konzepte bisher nicht auf grüne Wärmetechnik umgestellt", sagt Rudolf Sonnemann, Geschäftsführer von Stiebel Eltron. Laut Stiebel Eltron sei zu erwarten, dass viele klassisch erstellte Bauanträge ab Jahresbeginn zu scheitern drohen.

Fördermittel ab April 2016

Zu erwarten ist, dass durch die gestiegenen Standards gewisse Mehrkosten auf Bauherren zukommen. Das führt auch dazu, dass eine Baufinanzierung entsprechend geplant werden muss. Um Bauherren bei ihrer Finanzierung zu unterstützen, führt die staatliche Förderbank KfW im April 2016 Neuerungen im KfW-Programm für energieeffizientes Bauen ein. Unter anderem wird der Förderbetrag von 50.000 Euro auf 100.000 Euro angehoben.


Redaktion: Patrizia Difonzo