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Baufinanzierung 2018: Steigende Zinsen wahrscheinlich

Bleibt die private Baufinanzierung günstig? In einer aktuellen Umfrage für das Bauzins-Trendbarometer von Interhyp erwarten Zinsexperten deutscher Kreditinstitute mittel- bis langfristig mehrheitlich leicht steigende Zinsen.

Die Zinsen für eine Baufinanzierung werden langfristig steigen, so die aktuelle Einschätzung von Zinsexperten.

Die Zinsen für eine Baufinanzierung werden langfristig steigen, so die aktuelle Einschätzung von Zinsexperten.

(München, 02.11.17) Nach der EZB-Entscheidung der vergangenen Woche, die monatlichen Anleihekäufe zu halbieren, fragen sich viele: Wie werden sich die Zinsen entwickeln? Bleibt die private Baufinanzierung so günstig?

Eine Einschätzung bietet eine aktuelle Umfrage für das monatliche Bauzins-Trendbarometer von Interhyp. Die Mehrheit der Zinsexperten von zehn befragten Kreditinstituten erwartet kurzfristig gleichbleibende Zinsen, aber sieht mittel- bis langfristig einen leichten Aufwärtstrend – vor allem begründet in den zu erwartenden Zinsschritten in den USA und einer sich langsam erholenden Konjunktur in der Eurozone. Die Experten sind sich einig, dass ein möglicher Zinsanstieg weder schnell noch deutlich ausfallen wird. Der Chefvolkswirt der ING-DiBa etwa beschreibt die Situation so: "Die großen Notenbanken stehen weiterhin vor dem Dilemma, dass es trotz eines ordentlichen Wirtschaftswachstums keinen nennenswerten Inflationsdruck gibt. Daher wird der ganz langsame und sanfte Ausstieg aus der Krisenpolitik weitergehen, ohne dass die Märkte kurzfristig in Mitleidenschaft gezogen werden. Langfristig geht der Trend am Zinsmarkt wieder nach oben. Aber wirklich nur ganz langfristig und auch nur ganz langsam."

Interhyp rät Immobilieninteressenten im aktuellen Zinsumfeld unvermindert, die niedrigen Konditionen für die private Baufinanzierung zu nutzen. Die langsamen Schritte der Notenbanken heraus aus der lockeren Zinspolitik sprechen mittel- bis langfristig für einen Zinsanstieg. Eine geplante Investition sollten Immobilienkäufer daher nicht zu lange hinausschieben.

Redaktion: Britta Barlage