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Baufinanzierung: Deutsche unterschätzen ihre Möglichkeiten

Laut einer Umfrage glauben viele Deutsche, ihr Eigenkapital reiche nicht für den Kauf einer Immobilie. Doch die aktuellen Rahmenbedingungen für die Finanzierung sind besser als oftmals vermutet.

Bei der Baufinanzierung unterschätzen die Deutschen häufig ihre Möglichkeiten

Bei der Baufinanzierung unterschätzen die Deutschen häufig ihre Möglichkeiten

(München, 21.06.2017) Bei der Frage, ob sie sich eine Immobilie leisten können, sind viele Deutsche skeptisch. Der Grund sind die steigenden Immobilienpreise. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der PSD Bank Nord. Diese hat etwa 1.000 Bundesbürger im Alter zwischen 35 und 54 Jahren zu ihrer Einschätzung des Immobilienmarktes befragt.

Jeder zweite Befragte war der Ansicht, er könne für den Erwerb einer eigenen Immobilie und der damit verbundenen Baufinanzierung nicht das notwendige Eigenkapital aufbringen. Auch der Verband der Sparda-Banken geht in einer aktuellen Studie davon aus, dass dank dauerhaft niedriger Zinsen die Gesamtkosten beim Erwerb eines Eigenheims günstiger sind als häufig vermutet. Bei einer Investitionssumme von 242.000 Euro und einem Eigenkapitalanteil von 30 Prozent sparen Immobilienkäufer dank rückläufiger Zinsen im Vergleich zum Kauf im Jahr 2007 Finanzierungskosten in Höhe von 58.000 Euro, rechnen die Studienautoren vor.

Betrachtet man die Wohnkosten langfristig, lohnt sich nach den Hochrechnungen der Sparda-Banken in allen Regionen Deutschlands der Umstieg von der Miete zum Wohneigentum. In einzelnen Städten und Landkreisen können sich Eigentümer im Vergleich zu Mietern über langfristige Kostenvorteile von mehr als 50 Prozent freuen. Sieben von zehn Regionen stuft die Studie als "bezahlbar" ein. Das bedeutet konkret: Käufer können ein durchschnittliches Eigenheim mit einer Finanzierungsrate von 30 Prozent des Haushaltseinkommens innerhalb von 20 Jahren abzahlen.