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Baufinanzierung: Die drei häufigsten Rechenfallen in der Niedrigzinsphase

Wer jetzt eine Baufinanzierung abschließen will, profitiert noch immer von den Rekord-Niedrigzinsen. Allerdings lauern gerade in dieser Phase auch Fallen.

Selten waren Baufinanzierungen so billig wie heute zu erhalten. Für diejenigen, die ein Haus bauen oder kaufen wollen und in diesem Zuge die Baufinanzierung planen, sind das besonders günstige Umstände. Immerhin verursacht die Finanzierung im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt oft mehrere tausend Euro weniger an Zinskosten. Allerdings verleiten die niedrigen Zinsen durchaus auch zu Planungsfehler. Häuslebauer sollten sich daher beim Kalkulieren ihrer Baufinanzierung vor den drei wichtigsten Fallen hüten.

Falle 1: Zu hohe Summe bei der Baufinanzierung

Je niedriger die Zinsen, umso mehr Spielraum bleibt bei der Finanzierungssumme und damit auch beim Kaufpreis der Immobilie. Doch Vorsicht: Wenn nach dem Auslaufen der Sollzinsbindung die Zinsen wieder gestiegen sind, kann sich die Baufinanzierung wieder drastisch verteuern. Im schlimmsten Fall kann dies die ganze Finanzierung ins Wanken bringen und letztlich sogar den Verlust des Eigenheims bedeuten. Daher sollte die Finanzierung auch dann funktionieren, wenn die Zinsen wieder um zwei oder drei Prozent höher liegen als heute.

Falle 2: Zu wenig Tilgung

In der Niedrigzinsphase lauert die Tilgungsfalle, denn bei gleichem anfänglichem Tilgungssatz dauert es viel länger als in Zeiten höherer Zinsen, bis das Darlehen komplett zurückgezahlt ist. Beispiel: Wenn die Zinsen 7,5 Prozent betragen, dann ist bei 1,0 Prozent anfänglicher Tilgung das Darlehen nach 28 Jahren und 8 Monaten zurückgezahlt. Zahlt der Bauherr hingegen nur 4,0 Prozent für den Baukredit, dann braucht er bei gleicher anfänglicher Tilgung mehr als 40 Jahre, bis die letzte Rate beglichen ist.

Falle 3: Zu kurze Zinsbindung

Je kürzer die Zinsbindungsfrist, umso niedriger sind die Zinsen für die Baufinanzierung. Das verleitet so manchen Bauherren dazu, mit einer vergleichsweise kurzen Bindung von fünf Jahren ein richtiges Zinsschnäppchen zu machen. Doch mit Blick auf die gesamte Finanzierungsdauer ist dieses Vorgehen meist kontraproduktiv. In aller Regel ist es nämlich lohnenswerter, einen geringen Zinsaufschlag in Kauf zu nehmen und sich dafür die aktuellen Konditionen gleich für zehn oder gar 15 Jahre zu sichern.

Tipp: Interhyp, der Spezialist für die private Baufinanzierung, berät Darlehensnehmer umfassend über alle Möglichkeiten der Finanzierung – und empfiehlt eine individuell passende Lösung. Interessenten können ohne Extrakosten ein Angebot anfordern.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 12.04.2012