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Baufinanzierung: Eigenkapital richtig einrechnen

Bei der Baufinanzierung spielt das Eigenkapital eine wichtige Rolle. Je höher der Eigenkapitalanteil innerhalb der Baufinanzierung ist, umso geringer wird für die Bank das Risiko: Sie läuft nicht so leicht Gefahr, dass sie im Fall einer Zwangsversteigerung auf einem Teil des Kredits sitzen bleibt. Auch für den Kreditnehmer sind die positiven Auswirkungen spürbar: Je höher das Eigenkapital, umso günstiger wird die Baufinanzierung. Denn die Bank honoriert das niedrige Ausfallrisiko in Form günstigerer Zinsen.

Welcher Anteil der Baufinanzierung am Ende auf das Eigenkapital entfällt, sollte jedoch mit Sorgfalt ermittelt werden. Denn: Längst nicht jeder Euro, der frei verfügbar auf dem Konto liegt, bleibt auch tatsächlich als Eigenkapital in der Baufinanzierung.

Nur ein Teil des Eigenkapitals fließt auch wirklich in die Baufinanzierung ein

Zunächst einmal sollte beim Planen berücksichtigt werden, dass eine ausreichende Geldreserve für ungeplante Anschaffungen bereitgehalten muss. Dieses Geld kann nicht als Eigenkapital in die Baufinanzierung einfließen. Als Faustregel gilt dabei: Rund drei Nettomonatsgehälter sollten für solche Zwecke auf der hohen Kante bleiben.

Dann fallen beim Kauf des Eigenheims Nebenkosten an, die aus dem Eigenkapital bestritten werden und damit nicht in die Baufinanzierung eingerechnet werden sollten. Dies sind in erster Linie Notargebühren und Grunderwerbsteuer. Sie machen zusammen rund fünf Prozent des Kaufpreises aus.

Nur mit äußerster Vorsicht sollten Bauherren handwerkliche Eigenleistungen einkalkulieren. Sie sollten bedenken, dass lediglich die Arbeitsleistung, nicht aber das Material aus der Kostenrechnung ausgeklammert werden kann. So können beispielsweise diverse Arbeiten beim Innenausbau zwar in Eigenregie durchgeführt werden – aber für den Kauf von Bodenbelägen, Tapeten und Sanitäreinrichtung muss dennoch genügend Geld da sein. Mehr Infos zu Eigenleistungen finden Sie hier.

Redaktion: Britta Barlage

Interhyp AG, 11.05.2011