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Baufinanzierung: Im Zinstief wird eine höhere Tilgung wichtiger

In der aktuellen Niedrigzinsphase ist es besonders wichtig, hoch zu tilgen. Wer nur mit einem Prozent tilgt, braucht für die Rückzahlung des Darlehens sehr lange. Experten raten, den Zinsvorteil in eine höhere Tilgung zu investieren.

Zinstief als Buchstachben


(München, 11.02.2015) Die Zinsen für Baufinanzierungen haben im Februar 2015 ein neues Allzeittief erreicht. Die DGZF-Rendite für zehnjährige Pfandbriefe der DekaBank und der Landesbanken lag Anfang Februar nur noch bei rund 0,65 Prozent. Die Zinsen für Baugeld orientieren sich, unter Einberechnung einer Marge von ungefähr 0,5 Prozentpunkten, an diesen Renditen. Laut dem Baufinanzierungsvermittler Interhyp liegen die Bestkonditionen für zehnjährige Baufinanzierungen derzeit bei rund 1,25 Prozent.

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Niedrigzins verlängert bei gleicher Tilgung die Rückzahlungsdauer

Die historisch niedrigen Zinsen bieten vielen Menschen die Chance auf ein günstiges Darlehen für ihr Eigenheim. Experten raten aber, den Zinsvorteil auch zu nutzen, um höher zu tilgen. Ansonsten könnte es bis zur Schuldenfreiheit zu lange dauern, wie Rechnungen belegen. So betrug die Rückzahlungsdauer in Hochzinsphasen mit Baugeldzinsen um 6 Prozent noch 33 Jahre, wenn eine Anfangstilgung von einem Prozent gewählt würde. Beim derzeitigen Zinsniveau von rund 1,25 Prozent sind es jedoch 65 Jahre bis zur Schuldenfreiheit.

Michiel Goris, Vorstand der Interhyp AG, rät daher, eine Finanzierung so aufzubauen, dass das Eigenheim spätestens zu Rentenbeginn abbezahlt ist. Daher sollte die anfängliche Tilgungshöhe besser drei Prozent betragen.

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Wer sich zur Zinsentwicklung informieren will, kann zum Beispiel das kostenlose Zinsradar von Interhyp nutzen. Regelmäßig sendet Interhyp den aktuell möglichen Zins für eine individuelle Finanzierung zu.

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Redaktion: Patrizia Difonzo