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Baufinanzierung: Kurzfristig keine Zinswende erwartet

Die Zinsen für Baufinanzierungen liegen auf einem sehr günstigen Niveau. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Zinsexperten von Banken so rasch keine Wende beim Baugeld erwarten.

Baufinanzierung: Experten erwarten weiter günstige Zinsen für den Bau oder Kauf

(München, 06.05.2016) Für Bauherren und Immobilienkäufer ist die derzeitige Niedrigzinspolitik erfreulich, denn sie bringt günstige Konditionen für eine Baufinanzierung mit sich. Laut aktueller Zinsübersichten, beispielsweise des Finanzportals FMH-Finanzberatung, liegen die Konditionen für zehnjährige Darlehen derzeit vielfach bei unter 1,5 Prozent - und damit nur knapp über dem historischen Tiefstand vom Frühjahr 2015.

Zumindest kurzfristig dürfte sich an diesen Rahmenbedingungen nicht viel ändern, wie eine aktuelle Umfrage unserer Redaktion unter zehn Kreditinstituten zeigt. Die für das Interhyp-Bauzins-Trendbarometer befragten Experten von deutschen Banken sagen mehrheitlich (sieben von zehn Befragten), dass sie in den kommenden Wochen eher eine gleichbleibende Zinsentwicklung erwarten. Allerdings halten zwei Experten kurzfristig sogar noch nachgebende Konditionen für möglich, etwa der Chefvolkswirt der ING-DiBa: "In den kommenden Wochen sollten enttäuschende Daten aus den USA sowie neue politische Unsicherheit in Europa durch das britische Referendum und die wieder aufflammende Griechenland-Krise die Kapitalmarktzinsen eher wieder nach unten drücken."

Auch in sechs bis zwölf Monaten erwarten die meisten Zinsexperten keine entscheidende Trendwende und eher eine Seitwärtsbewegung bei den Zinsen für Baufinanzierungen. Sieben der zehn Experten sehen langfristig gleichbleibende Baugeld-Konditionen, drei halten Steigerungen für wahrscheinlich. So rechnet die Postbank damit, dass "im späteren Verlauf des Jahres die Renditen am langen Ende des Kapitalmarktes ansteigen - und damit auch die Zinsen für Hypothekendarlehen bei anhaltender konjunktureller Erholung im Euroraum, aber dies voraussichtlich nur sehr moderat."


Redaktion: Britta Barlage