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Baufinanzierung: Trend zur Nachhaltigkeit

Nicht nur die staatliche Förderbank KfW bietet zinsverbilligte Kredite für energiesparende Baumaßnahmen an. Auch privatwirtschaftliche Banken bieten zusätzliche Rabatte für KfW-Darlehen oder gewähren für mehr Nachhaltigkeit günstigere Konditionen.

Solarenergie gewinnen

(München, 02.12.2015) Wer als Bauherr oder Käufer beim Neubau oder bei der Sanierung auf Maßnahmen zur Energieeinsparung setzt, befasst sich meist zunächst einmal mit den Förderprogrammen der staatlichen KfW-Bank. So steht beim Neubau das Programm "Energieeffizienz Bauen" und für die Investition in Photovoltaikanlagen das Programm "Erneuerbare Energien - Photovoltaik" zur Verfügung. Wer bei der Sanierung einer Bestandsimmobilie den Energieverbrauch senkt, kann Fördermittel aus dem KfW-Programm "Energieeffizient Sanieren" abrufen.

Was viele aber nicht wissen: Auf die KfW-Programme für mehr Energieeffizienz beim Bauen und beim Sanieren gewähren einige Kreditinstitute, darunter etliche Sparkassen, zusätzliche Rabatte. Die Nachfrage danach kann bei der Planung der Baufinanzierung also lohnen.

Manche Banken gewähren zudem eigene Darlehen mit vergünstigten Zinskonditionen, wenn die mit dem Darlehen finanzierten Investitionen zur Einsparung von Energie beitragen. So bietet die zum genossenschaftlichen Bankenverbund zählende MünchenerHyp jetzt ein sogenanntes "Nachhaltigkeitsdarlehen" an, das energiebewusste Immobilieninteressenten und Eigenheimbesitzer für die Finanzierung einsetzen können. Der Zinsvorteil beträgt 0,05 Prozentpunkte und die Rahmenbedingungen sind recht großzügig gestaltet: Wenn der Jahresprimärenergiebedarf 70 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter Nutzfläche nicht überschreitet, kann das Nachhaltigkeitsdarlehen nach Belieben für die gesamte Finanzierung eingesetzt oder auch mit anderen Krediten und Fördermitteln kombiniert werden. Auch Banken wie die Ethikbank oder die GLS-Bank setzen auf Ökologie und Nachhaltigkeit und bieten spezielle Konditionen für die Finanzierung von Energiesparmaßnahmen am Haus.


Redaktion: Magdalena Lindner